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PDF-DokumentFamilienrecht - Vaterschaftsrecht

OLG Oldenburg - LG Osnabrück
27.6.2018
11 WF 110/18

Die Geltendmachung von Unterhaltsansprüchen der Mutter nach § 1615l BGB setzt das Bestehen der rechtlichen Vaterschaft infolge Anerkennung oder rechtskräftiger Feststellung voraus.

BGB § 1615l

Aktenzeichen: 11WF110/18 Paragraphen: Datum: 2018-06-27
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PDF-DokumentFamilienrecht - Vaterschaftsrecht

BGH - OLG München - AG Augsburg
20.6.2018
XII ZB 369/17

1. Die von Art. 20 Satz 2 EGBGB für das Kind eröffnete Anfechtung der Vaterschaft nach dem Recht des Staates, in dem es seinen gewöhnlichen Aufenthalt hat, umfasst auch den sogenannten scheidungsakzessorischen Statuswechsel nach § 1599 Abs. 2 BGB (Fortführung von Senatsurteil vom 23. November 2011, XII ZR 78/11, FamRZ 2012, 616).

2. Der Statuswechsel kann auch dann gemäß § 1599 Abs. 2 BGB erfolgen, wenn das Kind erst nach Rechtskraft der Scheidung geboren wurde und nach der auf die (Erst-)Feststellung der Vaterschaft anwendbaren Rechtsordnung noch als Kind des geschiedenen Ehemanns der Mutter gilt.

BGB § 1599 Abs 2
BGBEG Art 19 Abs 1, Art 20 S 2

Aktenzeichen: XIIZB369/17 Paragraphen: Datum: 2018-06-20
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PDF-DokumentFamilienrecht - Vaterschaftsrecht

BGH - OLG Frankfurt - AG Frankfurt
31.1.2018
XII ZB 25/17

1. Gegen eine Endentscheidung im Verfahren der postmortalen Vaterschaftsfeststellung ist die Ehefrau des Verstorbenen nicht beschwerdeberechtigt (im Anschluss an Senatsbeschluss vom 18. Januar 2017, XII ZB 544/15, FamRZ 2017, 623).

2. Ein Nachlasspfleger ist - wie auch ein Erbe des Verstorbenen - ebenfalls nicht beschwerdeberechtigt (Fortführung der Senatsbeschlüsse vom 28. Juli 2015, XII ZB 671/14, FamRZ 2015, 1787 und vom 27. April 2005, XII ZB 184/02, BGHZ 163, 37 = FamRZ 2005, 1067).

FamFG § 7 Abs 2 Nr 1, § 59 Abs 1, § 184 Abs 3

Aktenzeichen: XIIZB25/17 Paragraphen: Datum: 2018-01-31
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PDF-DokumentFamilienrecht - Vaterschaftsrecht Abstammungsrecht Sonstiges

BGH - Kammergericht - AG Schöneberg
29.11.2017
XII ZB 459/16

1. Eine Mann-zu-Frau-Transsexuelle, mit deren konserviertem Spendersamen ein Kind gezeugt wurde, das nach rechtskräftiger Entscheidung über die Änderung der Geschlechtszugehörigkeit geboren worden ist, kann abstammungsrechtlich nur die Vater- und nicht die Mutterstellung erlangen (Fortführung des Senatsbeschlusses vom 6. September 2017, XII ZB 660/14, FamRZ 2017, 1855).

2. Eine von ihr gleichwohl erklärte Mutterschaftsanerkennung ist unwirksam.

BGB § 1591, § 1592
TSG § 11 S 1

Aktenzeichen: XIIZB459/16 Paragraphen: Datum: 2017-11-29
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PDF-DokumentFamilienrecht - Vaterschaftsrecht Abstammungsrecht

BGH - OLG hamm - AG Iserlohn
15.11.2017
XII ZB 389/16

1. Bei Bestehen einer sozial-familiären Beziehung zwischen Kind und rechtlichem Vater ist der Antrag des leiblichen Vaters auf Anfechtung der Vaterschaft stets unbegründet (Fortführung von Senatsbeschluss vom 18. Oktober 2017, XII ZB 525/16, zur Veröffentlichung bestimmt und Senatsurteil vom 6. Dezember 2006, XII ZR 164/04, BGHZ 170, 161 = FamRZ 2007, 538).

2. Eine Auslegung des Gesetzes dahin, dass die Anfechtung dennoch möglich sei, wenn der leibliche Vater seinerseits eine sozial-familiäre Beziehung zu dem Kind habe und mit ihm in einer Familie zusammenlebe, ist nicht zulässig.

3. Das mit einer bestehenden sozial-familiären Beziehung einhergehende Elternrecht des rechtlichen Vaters ist auch in dieser Konstellation gegenüber dem grundrechtlich geschützten Interesse des leiblichen Vaters, die rechtliche Vaterstellung erlangen zu können, vorrangig (im Anschluss an BVerfG, Beschluss vom 9. April 2003, 1 BvR 1493/96, BVerfGE 108, 82 = FamRZ 2003, 816 und Senatsurteil vom 6. Dezember 2006, XII ZR 164/04, BGHZ 170, 161 = FamRZ 2007, 538).

GG Art 6 Abs 1, Art 6 Abs 2
BGB § 1600 Abs 1 Nr 1, § 1600 Abs 2, § 1600 Abs 3

Aktenzeichen: XIIZB389/16 Paragraphen: Datum: 2017-11-15
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PDF-DokumentFamilienrecht - Vaterschaftsrecht Abstammungsrecht

BGH - OLG Frankfurt - AG Kassel
26.7.2017
XII ZB 125/17

Der Anspruch auf Einwilligung in eine genetische Abstammungsuntersuchung steht neben der Mutter und dem Kind allein dem rechtlichen Vater zu. Eine Fälschung des Personenstandsregisters oder der Geburtsurkunde des Kindes begründet keine rechtliche Vaterschaft.

BGB § 1598a

Aktenzeichen: XIIZB125/17 Paragraphen: Datum: 2017-07-26
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PDF-DokumentFamilienrecht - Vaterschaftsrecht

BGH - Kammergericht - AG Schöneberg
19.7.2017
XII ZB 72/16

1. Führt von den nach Art. 19 Abs. 1 EGBGB für die Feststellung der Vaterschaft alternativ berufenen Rechtsordnungen zum Zeitpunkt der Geburt allein das Personalstatut des geschiedenen Ehemanns der Mutter zur rechtlichen Vaterschaft (hier: des geschiedenen Ehemanns nach polnischem Recht), so ist eine später von einem anderen Mann nach dem hierfür anwendbaren deutschen Recht erklärte Anerkennung der Vaterschaft unwirksam (Fortführung des Senatsbeschlusses vom 3. August 2016, XII ZB 110/16, FamRZ 2016, 1847).

2. Die zum Zeitpunkt der Geburt kraft Gesetzes begründete Vaterschaft kann grundsätzlich nur nach dem gemäß Art. 20 EGBGB anwendbaren Anfechtungsstatut beseitigt werden (im Anschluss an Senatsurteil vom 23. November 2011, XII ZR 78/11, FamRZ 2012, 616).

BGBEG Art 19 Abs 1, Art 20
BGB § 1594 Abs 2, § 1599 Abs 2

Aktenzeichen: XIIZB72/16 Paragraphen: Datum: 2017-07-19
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PDF-DokumentFamilienrecht Internationales Recht - Vaterschaftsrecht Familienrecht

BGH - OLG Hamm - AG Essen
5.7.2017
XII ZB 277/16

Die in Spanien vor dem zuständigen Standesamt erklärte Anerkennung der Vaterschaft ist der Anerkennung nach deutschem Recht gleichwertig und ersetzt die hierfür vorgeschriebene Form der öffentlichen Beurkundung.

UhPflProt Haag Art 3
NEhelAnerkZustÜbk Art 4
BGBEG Art 11 Abs 1, Art 19 Abs 1
BGB § 1592 Nr 2

Aktenzeichen: XIIZB277/16 Paragraphen: Datum: 2017-07-05
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PDF-DokumentFamilienrecht - Personenstandsrecht Vaterschaftsrecht

KG Berlin
4.4.2017
1 W 447/16

Hat ein deutscher Staatsangehöriger die Vaterschaft über ein in Ägypten geborenes Kind einer dort von einem Ägypter geschiedenen ägyptischen Staatsangehörigen anerkannt und wird die Beurkundung der Geburt des Kindes gemäß § 36 Abs. 1 PStG beantragt, sind die Voraussetzungen über die Anerkennung der Scheidung inzident von dem Standesamt bzw. im gerichtlichen Anweisungsverfahren durch das Amtsgericht zu prüfen. Die Antragsteller können bei einer Heimatstaatenentscheidung nicht auf ein Anerkennungsverfahren nach § 107 Abs. 1 S. 1 FamFG verwiesen werden.

PStG § 36 Abs 1, § 49
RuStAG § 4
BGB § 1592, § 1594

Aktenzeichen: 1W447/16 Paragraphen: Datum: 2017-04-04
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PDF-DokumentFamilienrecht - Vaterschaftsrecht Abstammungsrecht

KG Berlin
29.11.2016
1 W 7/16

Für die Abstammung kommt es auch im Rahmen des Art. 19 Abs. 1 EGBGB nicht darauf an, ob ein personenstandsrechtlicher Tatbestand - hier eine Vaterschaftsanerkennung - vor oder nach einer Eintragung im (deutschen) Personenstandsregister eingetreten ist (Fortführung von Senat, FamRZ 2016, 922; entgegen OLG Karlsruhe, FamRZ 2015, 1636; OLG München, FamRZ 2016, 1599).

BGB § 1592 Nr 2, § 1599 Abs 2
BGBEG Art 19 Abs 1, Art 20
PStG § 36 Abs 1

Aktenzeichen: 1W7/16 Paragraphen: Datum: 2016-11-29
Link: pdf.php?db=zivilrecht&nr=36825

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