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PDF-DokumentVersicherungsrecht - Krankenversicherungsrecht

OLG Celle - LG Hannover
20.8.2018
8 U 57/18

Überprüfung einer Prämienanpassung in der privaten Krankenversicherung

1. Die Unabhängigkeit des Treuhänders ist keine von den Zivilgerichten zu prüfende Wirksamkeitsvoraussetzung einer Prämienanpassung in der privaten Krankenversicherung gemäß § 203 Abs. 2 VVG.

2. Die Mitteilung der Gründe einer Prämienanpassung genügt jedenfalls dann den Anforderungen des § 203 Abs. 5 VVG, wenn sie die Rechnungsgrundlage, deren Veränderung die Prämienanpassung ausgelöst hat, und die wesentlichen Kriterien, die deren Höhe beeinflusst haben, benennt.

VVG § 203 Abs 2, § 203 Abs 5

Aktenzeichen: 8U57/18 Paragraphen: Datum: 2018-08-20
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PDF-DokumentVersicherungsrecht - Krankenversicherungsrecht

BGH - LG Karlsruhe - AG Pforzheim
17.5.2018
III ZR 195/17

1. Zur Verfassungsmäßigkeit der Entgeltbindung von Privatkliniken, die mit einem für die Behandlung durch Krankenkassen zugelassenen Krankenhaus, insbesondere mit einem Plankrankenhaus (§ 108 Nr. 2 SGB V), räumlich und organisatorisch verbunden sind (§ 17 Abs. 1 Satz 5 KHG).

2. Die Begrenzung der Entgelthöhe für "verbundene" Privatkliniken gemäß § 17 Abs. 1 Satz 5 KHG erfasst auch den Fall, dass zunächst eine Privatklinik betrieben wurde, aus der sich eine weitere Klinik entwickelte, für die dann eine Zulassung nach § 108 SGB V erlangt wurde.

3. § 20 Satz 1 KHG schließt die Anwendung der Regelung des § 17 Abs. 1 Satz 5 KHG auf öffentlich nicht geförderte Privatkliniken (ohne Versorgungsauftrag) nicht aus. Beide Vorschriften haben unterschiedliche Regelungsgegenstände.

KHG § 17 Abs 1 S 5, § 20 S 1
SGB V § 108 Nr 2

Aktenzeichen: IIIZR195/17 Paragraphen: Datum: 2018-05-17
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PDF-DokumentVersicherungsrecht - Krankenversicherungsrecht

BGH - LG Offenburg - AG Wolfach
9.5.2018
IV ZR 23/17

Zur Auslegung einer Karenzzeitregelung in den Tarifbedingungen einer Krankentagegeldversicherung.

MB/KT 2008 § 4 Abs 1

Aktenzeichen: IVZR23/17 Paragraphen: Datum: 2018-05-09
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PDF-DokumentVersicherungsrecht - Krankenversicherungsrecht

OLG Karlsruhe - LG Mannheim
13.10.2017
12 U 107/17

Leistungseinschränkung in der privaten Krankenversicherung - Kostenerstattung für künstliche Befruchtung nur für verheiratete Paare

1. Die organisch bedingte Unfruchtbarkeit ist eine Krankheit im Sinne der privaten Krankenversicherungsbedingungen (BGH, Urteil vom 17.12.1986 - IVa ZR 78/85).

2. Eine in den Versicherungsbedingungen statuierte Beschränkung der Kostenerstattung für Maßnahmen der künstlichen Befruchtung bei organisch bedingter Unfruchtbarkeit allein auf verheiratete Versicherungsnehmer - mit der Maßgabe, dass ausschließlich Ei- und Samenzellen des Ehegatten verwendet werden dürfen - ist gemäß § 307 Abs. 1 Satz 1 BGB unwirksam, da die Differenzierung zwischen verheirateten und unverheirateten Versicherungsnehmern willkürlich ist.

3. Eine in den Versicherungsbedingungen statuierte Beschränkung der Kostenerstattung auf bis zu drei Behandlungszyklen ist wirksam.

4. Im Rahmen einer künstlichen Befruchtung sind auch die Kosten für nach dem Embryonenschutzgesetz zulässige Maßnahmen der PID und PKD dann erstattungsfähig, wenn eine chromosomale Veränderung beim Versicherungsnehmer zu einem stark erhöhten Abortrisiko führt, und mit den genannten Maßnahmen dieser Einschränkung der Fortpflanzungsfähigkeit entgegengewirkt wird.

5. Zum Begriff der "organisch bedingten Sterilität" in den Versicherungsbedingungen der privaten Krankenversicherung.

Aktenzeichen: 12U107/17 Paragraphen: Datum: 2017-10-13
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PDF-DokumentVersicherungsrecht - Krankenversicherungsrecht

BGH - OLG Saarbrücken - LG Saarbrücken
14.12.2016
IV ZR 477/15

Bei einem Rechtsstreit über die Verpflichtung des Krankenversicherers zur Zahlung von Krankentagegeld für einen nicht feststehenden Zeitraum ist der Streitwert regelmäßig ausgehend von der vom Versicherer geschuldeten Leistung unter Zugrundelegung einer halbjährigen Bezugsdauer des vereinbarten Krankentagegelds, gegebenenfalls abzüglich eines Feststellungsabschlags, zu ermitteln. Die Vorschrift des § 9 ZPO ist insoweit nicht anzuwenden (Abgrenzung zu Senatsbeschluss vom 23. Juni 2004, IV ZR 186/03, VersR 2004, 1197).

Trifft ein solches Leistungs- oder Feststellungsbegehren mit einem Antrag auf Feststellung eines fortbestehenden Vertragsverhältnisses zusammen, so ist letzterer für die Wertaddition nur in Höhe von 20% des vereinbarten Krankentagegelds für eine sechsmonatige Bezugsdauer zu berücksichtigen (Fortführung des Senatsbeschlusses vom 6. Oktober 2011, IV ZR 183/10, VersR 2012, 76).

ZPO § 3, § 5, § 9
GKG § 39

Aktenzeichen: IVZR477/15 Paragraphen: ZPO§3 ZPO§5 ZPO§9 GKG§39 Datum: 2016-12-14
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PDF-DokumentVersicherungsrecht - Krankenversicherungsrecht

BGH - OLG Düsseldorf - LG Wuppertal
29.11.2016
VI ZR 530/15

1. Die Erbin einer gesetzlich krankenversicherten Patientin kann von der Krankenkasse keine immaterielle Entschädigung wegen einer Verletzung des allgemeinen Persönlichkeitsrechts der Patientin durch die Verwendung eines schriftlichen, die Patientin betreffenden, unzureichend anonymisierten sozialmedizinischen Gutachtens mit personenbezogenen Daten in anderen sozialgerichtlichen Verfahren verlangen. Der Anspruch auf Geldentschädigung wegen Persönlichkeitsrechtsverletzung ist grundsätzlich nicht vererblich (Festhaltung Senatsurteil vom 29. April 2014, VI ZR 246/12, BGHZ 201, 45 Rn. 8 ff.).

2. Insbesondere kann ein Anspruch auf immaterielle Entschädigung nicht auf § 7 Satz 1 BDSG gestützt werden. Auch bei richtlinienkonformer Auslegung gewährt § 7 Satz 1 BDSG für diesen Fall nicht-automatisierter Datenverarbeitung keinen Anspruch auf immaterielle Entschädigung. Ein solches (einzelnes) Gutachten ist keine Datei im Sinne von Art. 3 Abs. 1, Art. 2 Buchst. c der Richtlinie 95/46/EG des Europäischen Parlaments und des Rates vom 24. Oktober 1995 - Datenschutzrichtlinie - , so dass der Anwendungsbereich der Richtlinie insoweit nicht eröffnet ist.

BGB § 823 Abs 1
BDSG § 7 S 1
EGRL 46/95 Art 3 Abs 1, Art 2 Buchst c

Aktenzeichen: VIZR530/15 Paragraphen: BGB§823 BDSG§7 Datum: 2016-11-29
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PDF-DokumentVersicherungsrecht - Krankenversicherungsrecht

BGH - Kammergericht - LG Berlin
13.7.2016
IV ZR 292/14

1. Auch physiotherapeutische Leistungen sind Behandlungen im Sinne des § 5 Abs. 1 Buchst. g MB/KK 2009.

2. Die Untersuchungsobliegenheit nach § 9 Abs. 3 MB/KK 2009 hält der Inhaltskontrolle gemäß § 307 Abs. 1 Satz 1 BGB stand.

3. § 213 VVG ist auf die Gewinnung von Gesundheitsdaten des Versicherten durch eine vom privaten Krankenversicherer veranlasste ärztliche Untersuchung weder unmittelbar noch analog anwendbar.

BGB § 307 Abs 1 S 1
VVG § 213
MB/KK 2009 § 5 Abs 1 Buchst g, § 9 Abs 3

Aktenzeichen: IVZR292/14 Paragraphen: BGB§307 Datum: 2016-07-13
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PDF-DokumentVersicherungsrecht - Krankenversicherungsrecht Aufrechnung

OLG Jena - LG Gera
7.7.2016
4 U 756/15

1. Zu den Voraussetzungen der Behandlung eines mit Begründung versehenen Antrags auf Bewilligung von Prozesskostenhilfe für ein Berufungsverfahren als wirksame Berufung nebst Berufungsbegründung

2. Der Versicherer ist nicht gehindert, gegen Ansprüche auf Erstattung von Behandlungskosten des im Notlagentarif Versicherten eigene Forderungen auf Zahlung rückständiger Versicherungsprämien aufzurechnen.

VVG § 193 Abs. 6 u. Abs. 7
VAG a.F. § 12h
BGB § 394 S. 2

Aktenzeichen: 4U756/15 Paragraphen: BGB§394 Datum: 2016-07-07
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PDF-DokumentVersicherungsrecht AGB-Recht - Versicherungsvertragsrecht Versicherungsverträge Krankenversicherungsrecht

BGH - OLG Karlsruhe - LG Konstanz
6.7.2016
IV ZR 44/15

Krankentagegeldversicherung: Wirksamkeit einer Regelung über die Herabsetzung des Krankentagegeldes und des Versicherungsbeitrages

Die Regelung über die Herabsetzung des Krankentagegeldes und des Versicherungsbeitrages in § 4 Abs. 4 der Musterbedingungen für die Krankentagegeldversicherung 2009 ist wegen Intransparenz unwirksam.(Rn.29)

BGB § 307 Abs 1 S 1, § 307 Abs 1 S 2
MB/KT 2009 § 4 Abs 4

Aktenzeichen: IVZR44/15 Paragraphen: BGB§307 Datum: 2016-07-06
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PDF-DokumentVersicherungsrecht - Krankenversicherungsrecht

BGH - LG Essen - AG Essen
6.7.2016
IV ZR 169/15

Die rückwirkende Einstufung in den Notlagentarif des § 12h VAG in der bis zum 31. Dezember 2015 geltenden Fassung gemäß Art. 7 Satz 2 EGVVG setzt voraus, dass ein Ruhen der Leistungen noch bei Inkrafttreten der Regelung am 1. August 2013 vorgelegen hat.

VVGEG Art 7 S 2
VAG § 12h aF

Aktenzeichen: IVZR169/15 Paragraphen: Datum: 2016-07-06
Link: pdf.php?db=zivilrecht&nr=36319

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