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PDF-DokumentVersicherungsrecht - Versicherungsvertragsrecht Lebensversicherungsrecht

OLG Köln - LG Köln
21.05.2003 5 U 51/00
Versicherungsrecht, Rücktritt des Versicherers
1. Erklärt der Versicherer im Falle einer Lebensversicherung mit eingeschlossener Berufsunfähigkeitsversicherung den Rücktritt, so muss sich aus der Erklärung eindeutig ergeben, welche Versicherung vom Rücktritt erfasst sein soll.

2. Einen allgemeinen Grundsatz, dass der Rücktritt im Zweifel beide Versicherungen betrifft, gibt es nicht.

3. Fehlt es an der Notwendigen Eindeutigkeit, ist die Rücktrittserklärung zur Ermittlung, welche Versicherung betroffen ist, nach Maßgabe der §§ 133, 157 BGB auszulegen.
VVG § 20 II,
BGB §§ 133, 157

Aktenzeichen: 5U51/00 Paragraphen: VVG§20 BGB§133 BGB§157 Datum: 2030-05-21
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PDF-DokumentVersicherungsrecht - Versicherungsvertragsrecht Aufklärungspflicht

BGH - LG Braunschweig - AG Braunschweig
17.12.2014
IV ZR 260/11

Die in § 8 Abs. 4 Satz 4 und Abs. 5 Satz 4 VVG a.F. getroffene Regelung, nach welcher auch bei nicht ordnungsgemäßer Belehrung des Versicherungsnehmers über sein jeweiliges Lösungsrecht dieses einen Monat nach Zahlung der ersten Prämie erlischt, ist richtlinienkonform einschränkend dahin auszulegen, dass sie im Bereich der Lebens- und Rentenversicherung und der Zusatzversicherung zur Lebensversicherung nicht anwendbar ist, hingegen auf die übrigen von § 8 VVG a.F. erfassten Versicherungsarten uneingeschränkt Anwendung findet (Fortführung von BGH, Urteil vom 7. Mai 2014, IV ZR 76/11, BGHZ 201, 101).

VVG § 8 Abs 4 S 4 aF, § 8 Abs 5 S 4 aF
EWGRL 619/90 Art 15 Abs 1 S 1
EWGRL 96/92 Art 31 Abs 1

Aktenzeichen: IVZR260/11 Paragraphen: VVG§8 Datum: 2014-12-17
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PDF-DokumentVersicherungsrecht - Versicherungsvertragsrecht Krankenversicherungsrecht Risikoausschluß

LG Braunschweig
5.8.2014
7 O 651/14

Versicherung – Risikoausschluss

Mit Fällen, in denen nach dem Versicherungsvertrag bzw. den Versicherungsbedingungen an die Stelle einer vorvertraglichen Risikoprüfung ein Risikoausschluss tritt bzw. treten soll, ist die Rechtsprechung seit langem und mehrfach befasst worden. Beanstandet worden sind Risikoausschlüsse, die den ohne Risikoprüfung gewährten Versicherungsschutz auch für Versicherungsfälle aufgrund von dem Versicherungsnehmer bei Abgabe seiner Vertragserklärung nicht bekannten Vorerkrankungen versagen sollten.

Aktenzeichen: 7O651/14 Paragraphen: Datum: 2014-08-05
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PDF-DokumentVersicherungsrecht - Versicherungsvertragsrecht Schadensmeldung

BGH - OLG München - LG München I
11.6.2014
IV ZR 400/12

1. Zur Vermeidung schuldhafter Versäumung einer Schadenmeldefrist in den Versicherungsbedingungen einer Vertrauensschadenversicherung für Notare ist die Meldung durch den Geschädigten jedenfalls noch vor Fristablauf bereits dann geboten, wenn ihm zu diesem Zeitpunkt Erkenntnisse vorliegen, nach denen für den konkreten Schaden die ernsthafte Möglichkeit eines Vertrauensschadenfalles im Raum steht (Fortführung des Senatsurteils vom 20. Juli 2011, IV ZR 180/10, VersR 2011, 1173).

2. Für Banken, die ständig mit Treuhandaufträgen an Notare zu tun haben, besteht spätestens bei Vorliegen eines möglichen Versicherungsfalles Veranlassung, sich über den wesentlichen Inhalt der Versicherungsbedingungen zu informieren.

ABV § 4 Nr 2

Aktenzeichen: IVZR400/12 Paragraphen: ABV§4 Datum: 2014-06-11
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PDF-DokumentVersicherungsrecht - Versicherungsvertragsrecht Sonstiges

BGH - LG Hannover - AG Hamln
14.5.2014
IV ZA 5/14

Zu den Anforderungen an die Belehrung über das Widerrufsrecht beim Abschluss von Verträgen über eine fondsgebundene Rentenversicherung und eine Kostenausgleichsvereinbarung.

VVG § 8 Abs 2 S 1, § 8 Abs 5, § 169 Abs 5 S 2

Aktenzeichen: IVZA5714 Paragraphen: VVG§8 VVG§169 Datum: 2014-05-14
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PDF-DokumentVersicherungsrecht AGB-Recht - Versicherungsvertragsrecht Versicherungsmakler Risikoausschluß

BGH - OLG Brandenburg - LG Frankfurt/Oder
26.3.2014
IV ZR 422/12

1. Hat ein Versicherungsmakler es pflichtwidrig unterlassen, ein bestimmtes Risiko abzudecken, so kann der Versicherungsnehmer von ihm verlangen, so gestellt zu werden, als hätte er den erforderlichen Versicherungsschutz erhalten ("Quasideckung").

2. Nr 1.1 AHB 2008 ist nicht wegen Intransparenz gemäß § 307 Abs. 1 Satz 2 BGB unwirksam; sie ist auch nicht unklar i.S. von § 305c Abs. 2 BGB.

3. Der Risikoausschluss in Nr. 7.14 (1) AHB 2008 ist unabhängig davon, auf wessen Handeln die Ableitung der Abwässer zurückgeht.

VVG § 63
AHB 2008 Nr 1.1, Nr 7.14
BGB § 307 Abs 1 S 2, § 305c Abs 2

Aktenzeichen: IVZR422/12 Paragraphen: VVG§63 BGB§307 BGB§305c Datum: 2014-03-26
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PDF-DokumentVersicherungsrecht AGB-Recht - Rentenversicherungsrecht Versicherungsvertragsrecht Versicherungsverträge

BGH - LG Leipzig - AG Leipzig
12.3.2014
IV ZR 295/13

1. Schließt der Versicherer mit dem Versicherungsnehmer neben dem Vertrag über eine fondsgebundene Rentenversicherung eine gesonderte Kostenausgleichsvereinbarung, nach der der Versicherungsnehmer die Abschlusskosten in monatlichen Raten unabhängig vom Fortbestand des Versicherungsvertrages zu zahlen hat, so ist eine Regelung in Allgemeinen Geschäftsbedingungen über den Ausschluss des Kündigungsrechts für die Kostenausgleichsvereinbarung gem. § 307 Abs. 2 Nr. 2 BGB unwirksam.

2. Nach § 8 Abs. 2 Satz 1 Nr. 2 VVG setzt der Beginn der Widerrufsfrist den Zugang einer deutlich gestalteten Belehrung über das Widerrufsrecht und die Rechtsfolgen des Widerrufs voraus. Daran fehlt es, wenn in der Widerrufsbelehrung für den Versicherungsvertrag nicht darauf hingewiesen wird, dass im Falle eines Widerrufs auch der Vertrag über die Kostenausgleichsvereinbarung nicht zustande kommt.

VVG § 8 Abs 2 S 1 Nr 2, § 169 Abs 5 S 2
BGB § 307 Abs 2 Nr 2

Aktenzeichen: IVZR295/13 Paragraphen: VVG§8 VVG§169 BGB§307 Datum: 2014-03-12
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PDF-DokumentVersicherungsrecht - Versicherungsvertragsrecht

BGH - OLG München - LG München I
19.2.2014
IV ZR 389/12

Zu den Rechtsfolgen kollidierender Subsidiaritätsklauseln.

VVG § 78 Abs 2 S 1

Aktenzeichen: IVZR389/12 Paragraphen: VVG§78 Datum: 2014-02-19
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PDF-DokumentVersicherungsrecht - KfZ-Versicherung Versicherungsvertragsrecht

OLG Karlsruhe
27.1.2014
1 U 158/12

Formularmäßiger Ausschluss der straßenverkehrsrechtlichen Gefährdungshaftung

1. Die straßenverkehrsrechtlichen Gefährdungshaftung kann von Teilnehmern einer Veranstaltung, bei der Fahrzeuge auf einer geschlossenen Strecke bewegt werden, gegenüber dem Veranstalter zugunsten anderer Teilnehmer wirksam ausgeschlossen werden.

2. Ein solcher Haftungsausschluss ist grundsätzlich auch durch vom Veranstalter gestellte Allgemeine Geschäftsbedingungen möglich.

3. Fahrfehler von Teilnehmern einer Veranstaltung, die darauf zielt, den Grenzebereich der eigenen Fahrzeuge zu erarbeiten und zu verbessern, begründen nicht schon deshalb den Vorwurf eines grob fahrlässigen Verhaltens, weil besonders hohe Fahrgeschwindigkeiten zu erhöhten Anforderungen an die Fahrzeugbeherrschung führen.

Aktenzeichen: 1U158/12 Paragraphen: Datum: 2014-01-27
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PDF-DokumentVersicherungsrecht AGB-Recht - Versicherungsvertragsrecht Versicherungsverträge

BGH - OLG hamburg - LG Hamburg
22.1.2014
IV ZR 343/12

Eine Klausel in einer Warenkreditversicherung, welche bestimmt, dass nach Beendigung des - einen bestimmten Kunden betreffenden - Versicherungsschutzes sämtliche beim Versicherungsnehmer eingehenden Zahlungen dieses Kunden in Ansehung des Versicherungsverhältnisses auf die jeweils älteste offene Forderung des Versicherungsnehmers gegenüber dem Kunden anzurechnen sind, ist unwirksam.

BGB § 307 Abs 1 S 1, § 307 Abs 2 Nr 2
WaKredAVB 2008§ 5 Nr 2.1

Aktenzeichen: IVZR343/12 Paragraphen: BGB§307 Datum: 2014-01-22
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