RechtsCentrum.de
Angezeigte Ergebnisse pro Seite:   5 | 10 | 20 | 50
Suchergebnisse 1 bis 10 von 83

PDF-DokumentArchitekten-/Ingenieurrecht - Honorarabrechnung Rechnungslegung Honorarvereinbarung

KG Berlin - LG Berlin
7.7.2005
4 U 113/04

Architektenvertrag: Unterschreitung der Mindestsätze in der Honorarvereinbarung; Bindung des Architekten an die unwirksame Vereinbarung

1. Der Architekt ist nicht an eine unwirksame – weil unterhalb der Mindestsätze liegenden – Honorarvereinbarung gebunden.

2. Zwar verhält der Architekt sich grundsätzlich widersprüchlich, wenn er ein Honorar verlangt, das weit über das vereinbarte hinausgeht. Dies stellt aber nur dann einen Verstoß gegen Treu und Glauben (§ 242 BGB) dar und steht nur dann dem Geltendmachen der Mindestsätze entgegen, wenn der Auftraggeber auf die Wirksamkeit der Vereinbarung vertraut hat und vertrauen durfte und er sich darauf in einer Weise eingerichtet hat, dass ihm die Zahlung des Differenzbetrages zwischen dem vereinbarten Honorar und den Mindestsätzen nicht zugemutet werden kann (Anschluss BGH, 22. Mai 1997, VII ZR 290/95, NJW 1997, 2329). Der Auftraggeber darf aber nicht auf die Wirksamkeit der Vereinbarung vertrauen, wenn er den Mindestsatzverstoß bei Abschluss der Vereinbarung kannte.

BGB § 242, § 631 Abs 1
HOAI § 4 Abs 2, § 8
ZPO § 531 Abs 2

Aktenzeichen: 4U113/04 Paragraphen: BGB§242 BGB§631 HOAI§4 HOAI§8 ZPO§531 Datum: 2005-07-07
Link: pdf.php?db=zivilrecht&nr=36616

PDF-DokumentFamilienrecht - Betreuung/Beistand Prozeßrecht

BGH - LG Berlin - AG Lichtenberg
21.9.2016
XII ZB 606/15

1. Wenn das Gericht im Verfahren über die Aufhebung der Betreuung ein Sachverständigengutachten einholt und seine Entscheidung auf dieses stützt, muss das Gutachten den formalen Anforderungen des § 280 FamFG genügen (im Anschluss an Senatsbeschluss vom 20. August 2014, XII ZB 179/14, FamRZ 2014, 1917).

2. Das Sachverständigengutachten muss noch aktuell sein. Gibt es konkrete Anhaltspunkte dafür, dass sich die Sachlage nach Erstellung des Gutachtens verändert hat und diese neue Tatsachenlage für die Entscheidung nicht offensichtlich unerheblich ist, hat der Tatrichter zumindest eine ergänzende Stellungnahme des Sachverständigen einzuholen (Fortführung von Senatsbeschluss vom 11. Mai 2016, XII ZB 363/15, FamRZ 2016, 1350).

BGB § 1908d Abs 1 S 1
FamFG § 26, § 280, § 294

Aktenzeichen: XIIZB606/13 Paragraphen: BGB§1908d Datum: 2016-09-21
Link: pdf.php?db=zivilrecht&nr=36615

PDF-DokumentFamilienrecht - Eherecht Scheidungsrecht

BGH - OLG München - AG Miesbach
28.9.2016
XII ZB 487/15

1. Während der Trennungszeit ist der auf § 985 BGB gestützte Antrag eines Ehegatten gegen den anderen auf Herausgabe der Ehewohnung unzulässig (im Anschluss an BGH, 13. Oktober 1976, IV ZR 89/75, BGHZ 67, 217 = NJW 1977, 43 und BGH, 7. April 1978, V ZR 154/75, BGHZ 71, 216 = FamRZ 1978, 496).

2. Die Ehewohnung behält diese Eigenschaft während der gesamten Trennungszeit.

3. Der Eigentümer-Ehegatte, der dem anderen Ehegatten die Ehewohnung im Sinne des § 1361b Abs. 4 BGB überlassen hat, kann bei wesentlicher Veränderung der zugrundeliegenden Umstände eine Änderung der Überlassungsregelung gemäß § 1361b Abs. 1 BGB im Ehewohnungsverfahren verfolgen.

4. Das unzulässige Herausgabeverlangen nach § 985 BGB kann nicht in einen Antrag auf Zuweisung der Ehewohnung im Ehewohnungsverfahren umgedeutet werden.

BGB § 140, § 985, § 1361b Abs 1, § 1361b Abs 4, § 1568a

Aktenzeichen: XIIZB487/15 Paragraphen: BGB§140 BGB§985 BGB§1361b BGB§1568a Datum: 2016-09-28
Link: pdf.php?db=zivilrecht&nr=36614

PDF-DokumentFamilienrecht - Versorgungsausgleich

BGH - OLG Nürnberg
21.9.2016
XII ZB 447/14

1. Im Versorgungsausgleich ist neben dem Anrecht bei der Deutsche Telekom Technischer Service GmbH auch ein parallelverpflichtendes ruhendes Anrecht bei der Versorgungsanstalt der Deutschen Bundespost (VAP) zu teilen (im Anschluss an Senatsbeschluss vom 27. April 2016, XII ZB 415/14, FamRZ 2016, 1245).

2. Zieht der Versorgungsträger für die Ermittlung des versicherungsmathematischen Barwerts der Versorgung der ausgleichspflichtigen Person den handelsbilanziellen Abzinsungsfaktor nach § 253 Abs. 2 HGB in Verbindung mit der Rückstellungsabzinsungsverordnung heran, ist dieser Zinssatz auch für die gegenläufige Verzinsung des Ausgleichswerts zwischen dem Ende der Ehezeit und der Rechtskraft der Entscheidung über den Versorgungsausgleich maßgeblich (im Anschluss an Senatsbeschluss vom 7. September 2011, XII ZB 546/10, BGHZ 191, 36 = FamRZ 2011, 1785).

VersAusglG § 2 Abs 1, § 17, § 45 Abs 1
BetrAVG § 4 Abs 5
HGB § 253 Abs 2

Aktenzeichen: XIIZB447/14 Paragraphen: VersAusglG§2 VersAusglG§17 VersAusglG§45 Datum: 2016-09-21
Link: pdf.php?db=zivilrecht&nr=36613

PDF-DokumentFamilienrecht - Versorgungsausgleich

BGH - OLG Schleswig - AG Meldorf
12.10.2016
XII ZB 372/16

1. Das Beschwerdegericht hat über den Ausgleich geringfügiger Anrechte im Versorgungsausgleich aufgrund eigener Ermessensbetätigung zu entscheiden.

2. Ist eine Sache entscheidungsreif, kann das Rechtsbeschwerdegericht ein dem Tatrichter durch materiell-rechtliche oder verfahrensrechtliche Vorschriften eingeräumtes Ermessen selbst ausüben, sofern das Beschwerdegericht die Ermessensausübung nicht wahrgenommen bzw. sich hierzu nicht geäußert hat (im Anschluss an BGH Urteil vom 19. Dezember 2014, V ZR 32/13, FamRZ 2015, 653).

3. Zum Absehen von der Teilung gleichartiger Anrechte bei wirtschaftlicher Bedeutungslosigkeit der Differenz ihrer Ausgleichswerte (im Anschluss an Senatsbeschluss vom 28. September 2016, XII ZB 325/16, zur Veröffentlichung bestimmt).

VersAusglG § 18 Abs 1
FamFG § 65 Abs 3, § 69 Abs 3

Aktenzeichen: XIIZB372/16 Paragraphen: FamFG§62 FamFG§69 VersAusglG§18 Datum: 2016-10-12
Link: pdf.php?db=zivilrecht&nr=36612

PDF-DokumentFamilienrecht - Betreuung/Beistand Prozeßrecht

BGH - LG Bochum - AG Bochum
12.10.2016
XII ZB 369/16

1. Zum Rechtsschutzbedürfnis für die Beschwerde des Betroffenen gegen einen die Einrichtung einer Betreuung ablehnenden Beschluss.

2. Gegen die Ablehnung der Betreuung ist dem Betroffenen unabhängig davon, ob er in erster Instanz mit einer Betreuung einverstanden war, die Beschwerde mit dem Ziel der Betreuerbestellung eröffnet.

FamFG § 59 Abs 1

Aktenzeichen: XIIZB369/16 Paragraphen: FamFG§59 Datum: 2016-10-12
Link: pdf.php?db=zivilrecht&nr=36611

PDF-DokumentFamilienrecht - Versorgungsausgleich

BGH - OLG Oldenburg - AG Wittmund
28.9.2016
XII ZB 325/16

Zum Absehen von der Teilung gleichartiger Anrechte bei wirtschaftlicher Bedeutungslosigkeit der Differenz ihrer Ausgleichswerte.

VersAusglG § 18 Abs 1

Aktenzeichen: XIIZB325/16 Paragraphen: VersAusglG§18 Datum: 2016-09-28
Link: pdf.php?db=zivilrecht&nr=36610

PDF-DokumentFamilienrecht - Unterbringungsrecht Prozeßrecht

BGH - LG Potsdam - AG Brandenburg
28.9.2016
XII ZB 313/16

Zur Erforderlichkeit der erneuten Anhörung des Betroffenen durch das Beschwerdegericht in einer Unterbringungssache (im Anschluss an Senatsbeschluss vom 1. Juni 2016, XII ZB 23/16, FamRZ 2016, 1354).

FamFG § 68 Abs 3, § 319 Abs 1 S 1

Aktenzeichen: XIIZB313/16 Paragraphen: Datum: 2016-09-02
Link: pdf.php?db=zivilrecht&nr=36609

PDF-DokumentFamilienrecht - Betreuung/Beistand

BGH - LG Traunstein - AG Traunstein
19.10.2016
XII ZB 289/16

Zur Erforderlichkeit einer Betreuung bei Vorliegen einer Vorsorgevollmacht (im Anschluss an Senatsbeschlüsse vom 17. Februar 2016, XII ZB 498/15, FamRZ 2016, 704 und vom 3. Februar 2016, XII ZB 425/14, FamRZ 2016, 701).

BGB § 1896 Abs 2
FamFG § 26

Aktenzeichen: XIIZB289/16 Paragraphen: BGB§1896 Datum: 2016-10-19
Link: pdf.php?db=zivilrecht&nr=36608

PDF-DokumentFamilienrecht - Umgangsrecht

BGH - OLG Karlsruhe
5.10.2016
XII ZB 280/15

1. Allein der Umstand, dass sich die rechtlichen Eltern beharrlich weigern, einen Umgang des Kindes mit seinem leiblichen Vater zuzulassen, genügt nicht, um den entsprechenden Antrag gemäß § 1686a Abs. 1 Nr. 1 BGB zurückzuweisen.

2. Ist einziger Grund für das Scheitern des Umgangs die ablehnende Haltung der rechtlichen Eltern und die damit einhergehende Befürchtung, dass diese mit einer Umgangsregelung psychisch überfordert wären und dadurch mittelbar das Kindeswohl beeinträchtigt wäre, sind strenge Anforderungen an die entsprechenden Feststellungen zu stellen.

3. Auch im Verfahren nach § 1686a BGB hat das Gericht das Kind grundsätzlich persönlich anzuhören.

4. Vor einer Anhörung bzw. einer etwaigen Begutachtung ist das Kind bei entsprechender Reife grundsätzlich über seine wahre Abstammung zu unterrichten, sofern ein Umgang nicht bereits aus anderen, nicht unmittelbar das Kind betreffenden Gründen ausscheidet.

BGB § 1686a Abs 1 Nr 1
FamFG § 159 Abs 2, § 167a
GG Art 6 Abs 1, Art 6 Abs 2

Aktenzeichen: XIIZB280/15 Paragraphen: BGB§1686a Datum: 2016-10-05
Link: pdf.php?db=zivilrecht&nr=36607

Ergebnisseite:   1  2  3  4  5  6  7  8  9  nächste  
Startseite | Gesetze und Verordnungen | Informationen zu PDF | Anwalts- und Sachverständigenverzeichnis | RechtsCentrum.de AKTUELL | RechtsCentrum.de REGIONAL | Kontakt | Impressum
© 2002 - 2016 RechtsCentrum.de Dipl.-Ing. Horst Fabisch GmbH