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PDF-DokumentVOB/A-VOL/A - Angebot Angebotswertung Leistungsbeschreibung

OLG Brandenburg - LG Potsdam
6.9.2011
6 U 2/11

1. Fordert der Auftraggeber in einem vom Bieter auszufüllenden Leistungsverzeichnis nicht nur die Angabe des Herstellers, sondern auch eine Bezeichnung von Typ/Fabrikat des anzubietenden Produktes, hat der Bieter so präzise Angaben zu machen, dass das Produkt für die Vergabestelle identifizierbar ist.

2. Muss die Angabe einer Typenbezeichnung im Leistungsverzeichnis vom Empfängerhorizont dahingehend verstanden werden, dass der Bieter das vom Hersteller unter dieser Bezeichnung standardmäßig angebotene Produkt anbietet, und ist hiermit die Produktbeschreibung im Leistungsverzeichnis nicht in Einklang zu bringen, sind die Bieterangaben unklar. Dies muss im Ergebnis so behandelt werden, als sei überhaupt keine Eintragung im Leistungsverzeichnis vorgenommen worden.

3. Die Vergabestelle ist nicht verpflichtet, die Unklarheit im Angebot des Bieters aufzuklären, wenn sie Zweifel in Bezug auf das Angebot nicht verursacht hat.

VOB A § 21 Nr 1, § 24 Nr 1 Abs 1, § 25 Nr 1 Abs 1 Buchst b

Aktenzeichen: 6U2/11 Paragraphen: VOB/A§21 VOB/A§24 VOB/A§25 Datum: 2011-09-06
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PDF-DokumentVOB/A-VOL/A - Angebotswertung Preis Ausschluß

VgK Niedersachsen
26.8.2011
VgK-34/2011

1. Gemäß § 16 Abs. 6 Satz 2 VOL/A darf auf Angebote, deren Preise im offenbaren Missverhältnis zur Leistung stehen, der Zuschlag nicht erteilt werden. Erscheint dem Auftraggeber ein Angebot im Verhältnis zu der zu erbringenden Leistung ungewöhnlich niedrig, so hat er gemäß § 16 Abs. 6 Satz 1 VOL/A vom Bieter Aufklärung zu verlangen. Die Prüfung der Angemessenheit der Preise auf der dritten Wertungsstufe verfolgt den Zweck, auf der vierten und letzten Wertungsstufe, die die abschließende Angebotswertung zum Gegenstand hat, nur ernsthaft kalkulierte Angebote zuzulassen. Zu diesem Zweck muss der Auftraggeber vom Bieter die Erläuterung der Kalkulation des Angebotes verlangen und bei der Entscheidung über die Berücksichtigungsfähigkeit des Angebotes das Ergebnis dieser Überprüfung berücksichtigen.

2. Der Eindruck eines unangemessen niedrigen Preises kann aufgrund eines Vergleichs mit Preisen eingegangener Konkurrenzangebote, aber auch auf der Grundlage von Erfahrungswerten bei wettbewerblicher Preisbildung - z.B. anhand früherer vergleichbarer Ausschreibungen - gewonnen werden. Die Frage, ab welchem Preisabstand der Auftraggeber Anlass zu Zweifeln an der Angemessenheit des Preises haben muss, hängt vom Einzelfall, insbesondere vom Auftragsgegenstand und von der Marktsituation ab. Bezugspunkt für die prozentuale Abweichung ist das nächst höhere Angebot (= ... %). Eine Vereinheitlichung dieser Werte ist allerdings nicht geboten. Es kommt vielmehr auf den Einzelfall an.

3. Gemäß § 5 Abs. 1 des Niedersächsischen Landesvergabegesetzes (LVergabeG) in der Fassung vom 15.12.2008 (Nds. GVBl., S. 411) kann die Vergabestelle die Kalkulation eines unangemessen niedrigen Angebotes, auf das der Zuschlag erteilt werden könnte, überprüfen; bei einer Abweichung von mindestens 10 v. H. vom nächst höheren Angebot ist sie dazu verpflichtet. Das Landesvergabegesetz gilt jedoch ausweislich seiner Präambel und seiner Regelung in § 2 Abs. 1 Landesvergabegesetz ausdrücklich nur für öffentliche Bauaufträge. Für Liefer- und Dienstleistungen im Sinne der VOL/A gibt es eine derart verbindliche Auftragsschwelle nicht. Rechtsprechung und Schrifttum orientieren sich zumindest für den Liefer- und Dienstleistungsbereich mehrheitlich an einer 20 %-Schwelle. (Leitsatz der Redaktion)

Aktenzeichen: VgK-34/2011 Paragraphen: VOL/A§16 Datum: 2011-08-26
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PDF-DokumentVOB/A-VOL/A - Angebot Angebotswertung

VgK Bund
8.7.2011
VK 1 - 75/11

Gemäß Ziffer 7 der Bewerbungsbedingungen ist das Ermessen der Ag nach § 19 Abs. 3 SektVO, der grundsätzlich eine Nachforderungsmöglichkeit für fehlende Erklärungen und Nachweise eröffnet, dahingehend auf Null reduziert, dass eine Nachforderung ausgeschlossen ist. Denn nach Ziffer 7 der Bewerbungsbedingungen schließt die Ag die Nachforderung von "allen zu Preisen gehörigen Unterlagen" von vornherein aus. (Leitsatz der Redaktion)

Aktenzeichen: VK1-75/11 Paragraphen: SektV§19 Datum: 2011-07-08
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PDF-DokumentVOB/A-VOL/A - Angebot Angebotswertung

OLG Düsseldorf
8.6.2011
VII-Verg 11/11

Ob bestimmte Positionen bei der Preisangabe zu einer bestimmten Leistungsposition zu berücksichtigen sind, hängt davon ab, ob der Auftraggeber Kalkulationsvorgaben gemacht hat. Hat der Bieter eine Leistungsposition in vertretbarer Weise ausgelegt, so liegt eine unzutreffende Preisangabe nicht vor. (Leitsatz der Redaktion)

Aktenzeichen: VII-Verg11/11 Paragraphen: Datum: 2011-06-08
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PDF-DokumentVOB/A-VOL/A - Angebot Angebotswertung Preis

VgK Südbayern
31.5.2011
Z3-3-3194-1-11-03/11

1) Erscheint ein Angebot im Verhältnis zu der zu erbringenden Leistung als ungewöhnlich niedrig, hat der Auftraggeber eine Aufklärungspflicht. Dem Auftraggeber kommt jedoch hinsichtlich der Frage, ob eine Aufklärung für erforderlich gehalten wird oder nicht ein Beurteilungsspielraum zu.

2) Mängel in der § 101 a GWB Mitteilung können noch vor Einleitung eines Nachprüfungsverfahrens oder auch erst im Laufe desselben geheilt werden. Zudem wird durch die § 101 a GWB Mitteilung das primäre Ziel verfolgt, vor Zuschlagserteilung, die Unumkehrbarkeit eines einmal erteilten Zuschlags im Sinne eines effektiven Rechtsschutzes hemmen zu können. Sie dient keinem eigenständigen vergaberechtlichen Selbstzweck, weshalb auf einen Verstoß gegen § 101 a GWB allein kein Nachprüfungsantrag gestützt werden kann.

3) Bedingt durch den Mindestlohn im Gebäudereiniger-Handwerk (AEntG), ist die Vergabestelle in der Wertung insbesondere gehalten die Auskömmlichkeit des Stundenverrechnungssatzes zu überprüfen.

VOL/A § 19 Abs 6 S 1, § 2 Abs 1 S 1
GWB § 101a

Aktenzeichen: Z3-3-3194-1-11-03/11 Paragraphen: VOL/A§19 VOL/A§2 GWB§101 Datum: 2011-05-31
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PDF-DokumentVOB/A-VOL/A - Bieter Angebot Angebotswertung Nebenangebot

OLG Brandenburg
17.5.2011
Verg W 16/10

1. Bei der Wertung von Nebenangeboten ist eine Gleichwertigkeitsprüfung durchzuführen, auch wenn das Nebenangebot den Mindestanforderungen entspricht. Eine besondere Gleichwertigkeitsprüfung ist nur dann entbehrlich, wenn der Auftraggeber sie durch die Bekanntgabe einer zugelassenen konkreten Alternative bereits vorweggenommen hat.

2. Ein Bieter, der im Leistungsverzeichnis überreichlich kalkulierte Mengenansätze nachkalkuliert, die seiner Auffassung nach zutreffenden Mengenansätze ermittelt und diese zu Pauschalpreisen anbietet, macht damit kein auf einer eigenständigen technischen Ausarbeitung beruhendes Nebenangebot., sondern nimmt eine nicht zulässige Änderung der Verdingungsunterlagen vor.

3. Das Verbot der Änderung der Verdingungsunterlagen gilt nicht nur für Hauptangebote, sondern auch für Nebenangebote, soweit die Abweichungen vom Amtsentwurf nicht durch die das Nebenangebot ausmachende technische Lösung bedingt sind, sondern in einer Änderung von Positionen besteht, die entsprechend dem Amtsentwurf ausgeführt werden sollen.

4. Wird hilfsweise die Aufhebung des Vergabeverfahrens begehrt, ist der entsprechende Antrag wegen unauflösbarem Widerspruch zum Hauptantrag unzulässig, wenn der Hilfsantrag die Erhebung einer Rüge voraussetzt, deren Fehlen Voraussetzung für den Erfolg des Hauptantrages ist.

5. Es entspricht der Billigkeit, die Kosten des Beschwerdeverfahrens gegeneinander aufzuheben, wenn entgegen den Angaben des Auftraggebers der Schwellenwert tatsächlich nicht erreicht sein dürfte, jedoch auf den Nachprüfungsantrag eine Sachprüfung stattgefunden hat, bei der der Antragsteller unterlegen war.

GWB § 78
VgV § 2
VOB A 2006 § 21, § 25

Aktenzeichen: VergW16/10 Paragraphen: GWB§78 VgV§2 VOB/A§21 VOB/A§25 Datum: 2011-05-17
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PDF-DokumentVOB/A-VOL/A - Angebot Angebotswertung Nebenangebot

OLG Saarland
27.4.2011
1 Verg 5/10

1. Nach § 21 Nr. 2 Satz 3 VOB/A ist die Gleichwertigkeit mit dem Angebot nachzuweisen. Die Nachweise können durch Unterlagen, die von dritter Seite stammen, erbracht werden, wie etwa durch anerkannte Prüfberichte, Zulassungen, Sachverständigengutachten etc..

2. Der Gesetzeswortlaut ist klar und verlangt neben der eindeutigen Bezeichnung der Abweichung im Angebot in § 21 Nr. 2 Satz 3 VOB/A zusätzlich auch einen Nachweis der Gleichwertigkeit. Mit diesem aus sich heraus nicht zweifelbehafteten Wortlaut ist es nicht zu vereinbaren, den Nachweis allein aufgrund der Bezeichnung nicht als konstitutiv anzusehen. Schon begrifflich ist unter dem Wort "Nachweis" ein Mehr an Belegen, Zertifikaten, Gutachten o.a. zu verstehen, als eine bloße eigene Beschreibung des Produkts.

3. Zudem muss der Bieter in seinem Angebot nicht nur darlegen, dass er etwas anders macht, sondern auch, was genau er anders macht. Die bloße Bezeichnung "Super-Rail Eco BW" genügt dafür jedoch nicht. (Leitsatz der Redaktion)

VOB/A § 21

Aktenzeichen: 1Verg5/10 Paragraphen: VIB/A§21 Datum: 2011-04-27
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PDF-DokumentVOB/A-VOL/A - Bieter Angebot Angebotswertung

OLG Düsseldorf
13.4.2011
VII-Verg 4/11

Konzernverbundene Unternehmen

Vergabenachprüfungsverfahren: Wahrung und Nachweis des Geheimwettbewerbs zwischen konzernverbundenen Unternehmen bei Angebotsabgabe

Beteiligen sich mehrere konzernverbundene Unternehmen mit eigenen Angeboten an einem Vergabeverfahren, besteht grundsätzlich eine widerlegbare Vermutung dafür, dass der Geheimwettbewerb zwischen ihnen nicht gewahrt ist. Die Widerlegung dieser Vermutung obliegt den konzernverbundenen Unternehmen.

GWB § 97 Abs 1

Aktenzeichen: VII-Verg4/11 Paragraphen: GWB§97 Datum: 2011-04-13
Link: pdf.php?db=vergaberecht&nr=1816

PDF-DokumentVOB/A-VOL/A - Angebot Angebotswertung

OLG Düsseldorf
11.4.2011
VII-Verg 27/11

Angebotswertung

Aktenzeichen: VII-Verg27/11 Paragraphen: Datum: 2011-04-11
Link: pdf.php?db=vergaberecht&nr=1897

PDF-DokumentVOB/A-VOL/A - Angebotswertung Preis Ausschluß

VgK Schleswig-Holstein
6.4.2011
VK-SH 05/11

1. Dem Bieter muss die Möglichkeit gegeben werden, den Eindruck eines ungewöhnlich niedrigen Angebots zu entkräften oder beachtliche Gründe dafür aufzuzeigen, dass sein Angebot dennoch anzunehmen ist. Diese Aufklärungspflicht gemäß § 19 Abs. 6 Satz 1 EG VOL/A umfasst lediglich eine einmalige Aufklärung, sei es im Gespräch oder schriftlich und nicht eine Aufklärung in mehreren Schritten so lange, bis alle Zweifel behoben sind.

2. Im Rahmen der erforderlichen Aufklärung trifft den Bieter eine Mitwirkungsobliegenheit.

3. Verlangt der Auftraggeber Aufklärung gemäß § 19 Abs. 6 Satz 1 EG VOL/A, geht die Beweislast für die Auskömmlichkeit des Angebots auf den Bieter über.

Aktenzeichen: VK-SH05/11 Paragraphen: VOL/A§19 Datum: 2011-04-06
Link: pdf.php?db=vergaberecht&nr=1908

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