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PDF-DokumentVOB/A-VOL/A - Vergabearten Losaufteilung

OLG Düsseldorf
11.1.2012
Verg 52/11

1. Eine Fachlosvergabe hat im Sinn eines an den öffentlichen Auftraggeber gerichteten bieterschützenden und justiziablen vergaberechtlichen Gebots die Regel zu sein. Eine Gesamt- oder zusammenfassende Vergabe darf nach dem Willen des Gesetzgebers nur in Ausnahmefällen stattfinden. Kommt eine Ausnahme aus wirtschaftlichen oder technischen Gründen in Betracht, hat sich der Auftraggeber in besonderer Weise mit dem Gebot einer Fachlosvergabe und dagegen sprechenden Gründen auseinanderzusetzen. Im Rahmen der dem Auftraggeber obliegenden Entscheidung bedarf es einer umfassenden Abwägung der widerstreitenden Belange, als deren Ergebnis die für eine zusammenfassende Vergabe sprechenden Gründe nicht nur anerkennenswert sein, sondern überwiegen müssen.

2. Für das Maß eines Überwiegens lassen sich keine allgemeinen Regeln aufstellen. Der mit einer Fachlosvergabe allgemein verbundene Ausschreibungs-, Prüfungs- und Koordinierungsmehraufwand sowie ein höherer Aufwand bei Gewährleistungen können eine Gesamtvergabe für sich allein nicht rechtfertigen, weil es sich dabei um einen Fachlosvergaben immanenten und damit typischerweise verbundenen Mehraufwand handelt, der nach dem Zweck des Gesetzes grundsätzlich in Kauf zu nehmen ist.

3. Der Maßstab der rechtlichen Kontrolle ist beschränkt. (Leitsatz der Redaktion)

GWB § 97 Abs 3 S 2
VOL/A 2009 § 2 Abs 2 S 3

Aktenzeichen: VII-Verg52/11 Paragraphen: GWB§97 VOB/A§2 Datum: 2012-01-11
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PDF-DokumentVOB/A-VOL/A - Ausschreibung Losaufteilung

OLG Düsseldorf
7.12.2011
VII-Verg 99/11

Loslimitierung

Hinweis der Dokumentationsstelle des Bundesgerichtshofs: Das Gericht teilt mit, dass die sofortige Beschwerde zurückgenommen worden ist.

SGB V § 69, § 130a Abs 8 S 7

Aktenzeichen: VII-verg99/11 Paragraphen: SGBV§69 SGBV§130a Datum: 2011-12-07
Link: pdf.php?db=vergaberecht&nr=1970

PDF-DokumentVOB/A-VOL/A - Vergabearten Losaufteilung

OLG Celle
8.9.2011
13 Verg 4/11

Kenntnis eines Bieters vom Grundsatz der losweisen Vergabe; Anforderungen an die Ermessensausübung bei Nachforderung von Unterlagen; Voraussetzungen des Ausschlusses einer Person von der Verfahrensmitwirkung wegen Voreingenommenheit

1. Der Grundsatz der losweisen Vergabe ist als vergaberechtliches Prinzip derart verankert (§ 97 Abs. 3 S. 2 GWB), dass von jedem Bieter eine Kenntnis dieses Grundsatzes erwartet werden kann.

2. Nach § 16 Abs. 1 VOL/A steht dem Auftraggeber ein Ermessen zu, ob er von einem Bieter fehlende Unterlagen nachfordert. Aus Gründen der Gleichbehandlung muss der Auftraggeber jedoch von allen Bietern, zumindest von denen in der engeren Wahl, gleichermaßen die jeweils fehlenden Erklärungen oder Nachweise nachfordern und darf hierauf nicht bei einzelnen Bietern verzichten.

3. § 16 VgV soll nicht generell Personen von der Mitwirkung an einem Vergabeverfahren ausschließen, wenn Anhaltspunkte dafür bestehen, dass sie voreingenommen sein können. Ihr Ausschluss setzt vielmehr voraus, dass die konkreten Tatbestandsvoraussetzungen einer der Alternativen des § 16 VgV vorliegen.

GWB § 97 Abs 3 S 2, § 107 Abs 3 S 1 Nr 4
VOL/A 2009 § 6 Abs 1
VOL/A § 16 Abs 1
VgV § 16 Abs 1 Nr 2

Aktenzeichen: 13Verg4/11 Paragraphen: GWB§97 GWB§107 VOL/A§6 VOL/A§16 VgV§16 Datum: 2011-09-08
Link: pdf.php?db=vergaberecht&nr=1944

PDF-DokumentVOB/A-VOL/A - Vergabearten Losaufteilung

OLG Düsseldorf
8.9.2011
Verg 48/11

1. Eine Fachlosvergabe hat im Sinne eines an den öffentlichen Auftraggeber gerichteten bieterschützenden und justiziablen vergaberechtlichen Gebots die Regel zu sein. Eine Gesamt- oder zusammenfassende Vergabe darf nach dem Willen des Gesetzgebers nur in Ausnahmefällen stattfinden. Kommt eine Ausnahme aus wirtschaftlichen oder technischen Gründen in Betracht, hat sich der Auftraggeber in besonderer Weise mit dem Gebot einer Fachlosvergabe und dagegen sprechenden Gründen auseinanderzusetzen. Im Rahmen der dem Auftraggeber obliegenden Entscheidung bedarf es einer umfassenden Abwägung der widerstreitenden Belange, als deren Ergebnis die für eine zusammenfassende Vergabe sprechenden Gründe nicht nur anerkennenswert sein, sondern überwiegen müssen.

2. Für das Maß eines Überwiegens lassen sich keine allgemeinen Regeln aufstellen. Der mit einer Fachlosvergabe allgemein verbundene Ausschreibungs-, Prüfungs- und Koordinierungsmehraufwand sowie ein höherer Aufwand bei Gewährleistungen können eine Gesamtvergabe für sich allein nicht rechtfertigen, weil es sich dabei um einen Fachlosvergaben immanenten und damit typischerweise verbundenen Mehraufwand handelt, der nach dem Zweck des Gesetzes grundsätzlich in Kauf zu nehmen ist. (Leitsatz der Redaktion)

GWB § 97 Abs 3, § 118 Abs 1 S 3

Aktenzeichen: Verg48/11 Paragraphen: GWB§97 GWB§118 Datum: 2011-09-08
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PDF-DokumentVOB/A-VOL/A - Losaufteilung

VgK Arnsberg
27.4.2011
VK 05/11

1. Die Rüge fehlender Losaufteilung ist nicht begründet, wenn der Antragsteller unstreitig in der Lage und willens ist, den Auftrag als Bietergemeinschaft mit einem zweiten Unternehmen zu übernehmen.

2. Da eine Losaufteilung nicht zwingend zu veränderten Anforderungen hinsichtlich der Eignung führt, kann ein Antragsteller durch die fehlende Losaufteilung nicht in seinen Rechten verletzt sein, wenn er die sonstigen Eignungskriterien unstreitig nicht erfüllt.

Aktenzeichen: VK05/11 Paragraphen: Datum: 2011-04-27
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PDF-DokumentVOB/A-VOL/A - Losaufteilung

OLG Düsseldorf
12.1.2011
VII-Verg 63/10

Vergabenachprüfungsverfahren: Erfolgsaussicht einer die Nichtaufteilung in Fachlose betreffenden sofortigen Beschwerde

Auch wenn § 97 Abs. 3 GWB grundsätzlich eine fachlosbezogene Ausschreibung vorsieht, kann eine Gesamtvergabe aus wirtschaftlichen Gründen gerechtfertigt sein.

GWB § 97 Abs 3, § 118 Abs 1 S 3
VOL A 2009 § 2 Abs 2

Aktenzeichen: VII-Verg63/10 Paragraphen: GWB§97 GWB§118 VOL/A§2 Datum: 2011-01-12
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PDF-DokumentVOB/A-VOL/A - Losaufteilung

VgK Arnsberg
13.12.2010
VK 23/10

Losaufteilung bei Gebäudereinigungsdienstleistungen

Aktenzeichen: VK23/10 Paragraphen: Datum: 2010-12-13
Link: pdf.php?db=vergaberecht&nr=1861

PDF-DokumentVOB/A-VOL/A - Losaufteilung Vergabearten

OLG Düsseldorf
25.11.2009
VII-Verg 27/09

Zwang zur Vergabe in Fachlosen?

Aktenzeichen: VII-Verg 27/09 Paragraphen: Datum: 2009-11-25
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PDF-DokumentVOB/A-VOL/A - Dienstleistung Losaufteilung

OLG Naumburg - LG Halle
2.7.2009
1 U 5/09

1. Unterteilt ein öffentlicher Auftraggeber einen Dienstleistungsauftrag in Lose (hier: Abschleppdienstleistungen, Aufteilung in vier Gebietslose und ein gebietsübergreifendes Fachlos) und ergibt sich aus der Vergabebekanntmachung zugleich, dass er sowohl eine Einzellosvergabe als auch eine Gesamtlosvergabe in Betracht zieht, so begründet allein die Angabe in der Aufforderung zur Angebotsabgabe, dass ein Angebot nur auf ein einzelnes Los erfolgen kann, kein schutzwürdiges Vertrauen eines Bieters dahin, dass die Auftragsvergabe zwingend auf die jeweiligen Einzellose erfolgen wird. Dies gilt jedenfalls dann, wenn der öffentliche Auftraggeber Nebenangebote auch in der Form zugelassen hat, dass sich das Angebot sich auf mehrere Lose bezieht.

2. Der Ausschluss einer Bietergemeinschaft wegen einer wettbewerbsbeschränkenden Verhaltensweise setzt den gesicherten Nachweis einer unzulässigen, wettbewerbsbeschränkenden Abrede der einzelnen Mitglieder der Bietergemeinschaft voraus. Selbst erhebliche Verdachtsmomente genügen hierfür nicht (wie OLG Frankfurt, Beschluss v. 27. Juni 2003, 11 Verg 2/03 - VergabeR 2003, 581).

Aktenzeichen: 1U5/09 Paragraphen: Datum: 2009-07-02
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PDF-DokumentVOB/A-VOL/A - Angebot Angebotswertung Losaufteilung

VgK Nordbayern
16.04.2008
21.VK - 3194 – 14/08

1. Hat die ASt die Angebotsunterlagen angefordert und gezeigt, dass sie sich am Verfahren beteiligen will, sich aber aufgrund der behaupteten Verfahrensverstöße an der Abgabe des Angebots gehindert sieht, bedarf es keiner Abgabe eines Angebotes, um die Antragsbefugnis zu begründen. Vielmehr ist der Nachprüfungsantrag in dem Umfang der gerügten Vergabeverstöße, welche die ASt an der Abgabe eines Angebotes hindern, zulässig.

2. Die Berücksichtigung mittelständischer Interessen (§ 97 Abs. 3 GWB) stellt zwar keinen bloßen Programmsatz dar, jedoch ist die Geltendmachung als subjektives Recht durch das Gebot wirtschaftlicher Beschaffungen eingeschränkt. Daraus folgt, dass mittelständische Unternehmen zwar ein subjektives Recht auf Beachtung der Losvergabe geltend machen können. Jedoch besitzt ein Bieter keinen uneingeschränkten Anspruch auf Losvergabe. Ein Anspruch aus §§ 97 Abs. 3 GWB, 5 Nr. 1 VOL/A auf Losaufteilung besteht nicht schon dann, wenn eine solche technisch möglich ist. Die Bestimmung verbürgt nur das Recht auf eine angemessene Berücksichtigung mittelständischer Interessen vornehmlich durch Aufteilung in Lose. Die Gesamtzielsetzung des Vergaberechts, wirtschaftliche Beschaffungen zu erreichen, kann im Einzelfall aber auch eine Abweichung von der Losvergabe gebieten. Wirtschaftliche Gründe, die eine Gesamtvergabe rechtfertigen können, können insbesondere auch technische Gründe wie Wartungsgesichtspunkte etc. sein.

3. Eine Behinderung des Wettbewerbs liegt nicht erst dann vor, wenn Merkmale des geforderten Produkts durch einen Produkt- oder Markennamen bezeichnet werden, sondern bereits dann, wenn das Leistungsverzeichnis nach Form, Stofflichkeit, Aussehen und technischen Merkmalen so präzise definiert ist, dass dem Bieter keinerlei Ausweichmöglichkeit mehr bleibt. Hierbei kommt es nicht auf die Feststellung einer subjektiven Absicht der Vergabestelle an, bestimmte Unternehmen zu bevorzugen zu wollen. Entscheidend ist vielmehr die Frage, ob die Leistungsbeschreibung bei objektiver Betrachtung geeignet ist, bestimmte Unternehmen oder Erzeugnisse bevorzugen zu wollen.

GWB § 97

Aktenzeichen: 21.VK-3194–14/08 Paragraphen: GWB§97 Datum: 2008-04-16
Link: pdf.php?db=vergaberecht&nr=1491

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