RechtsCentrum.de
Angezeigte Ergebnisse pro Seite:   5 | 10 | 20 | 50
Suchergebnisse 1 bis 20 von 41

PDF-DokumentSonstiges Vergaberecht - Auftraggeber

VgK Niedersachsen
27.9.2019
VgK-34/2019

Vergabenachprüfungsverfahren: Auftraggebereigenschaft einer privaten Gesellschaft im Eigentum einer EU-ausländischen Gebietskörperschaft; Heilung der Informationsverpflichtung

1. Eine private Gesellschaft im Eigentum einer ausländischen Gebietskörperschaft aus dem EU-Raum kann öffentlicher Auftraggeber gemäß § 99 Nr. 2 GWB sein.(Rn.53)(Rn.56)

2. Der Begriff der Gebietskörperschaft aus § 99 Nr. 1 GWB ist nicht auf deutsche Gebietskörperschaften zu beschränken.(Rn.63)

3. Eine Pflichtverletzung des Auftraggebers in Bezug auf die Informationspflicht wird geheilt, wenn er Gründe im Nachprüfungsverfahren für seine Entscheidung nachschiebt (OLG Celle, 12. Mai 2016, 13 Verg 10/15).(Rn.77)(Rn.78)

4. Auch sehr spätes Vorbringen vor der Vergabekammer ist nach Möglichkeit zu berücksichtigen, solange keine konkrete Verfahrensverzögerung, also eine Verlängerung der Verfahrensdauer droht.(Rn.87)

GWB § 99 Nr 1, § 99 Nr 2 Buchst a, § 134 Abs 1 S 1, § 168

Aktenzeichen: VgK-34/2019 Paragraphen: Datum: 2019-09-27
Link: pdf.php?db=vergaberecht&nr=2465

PDF-DokumentSonstiges Vergaberecht - Öffentlicher Auftraggeber

OLG Koblenz
14.5.2019
Verg 1/19

Zur Frage der Zusammenarbeit im Sinne des § 108 Abs. 6 GWB

GWB § 108 Abs 6

Aktenzeichen: Verg1/19 Paragraphen: Datum: 2019-05-14
Link: pdf.php?db=vergaberecht&nr=2429

PDF-DokumentSonstiges Vergaberecht - Öffentlicher Auftraggeber Sonstiges

Vergabekammer Ansbach
9.5.2018
RMF-SG21-3194-3-10

Planungsleistung des Leistungsbildes Objektplanung Gebäude und Innenräume

Öffentliche Auftragsvergabe: Berechnung des Auftragswerts bei Planungsleistungen

1. Gem. § 3 Abs. 7 Satz 2 VgV ist eine Addition der Kostenschätzungen bei Planungsleistungen für Lose über gleichartige Leistungen vorzunehmen. Das Kriterium der "Gleichartigkeit" der Planungsleistungen bezieht sich auf die wirtschaftliche und technische Funktion der Planungsleistungen.

2. Bei einem Kindergarten handelt es sich nicht um eine hochkomplexe oder hochtechnische Anlage, so dass hier von Einzelplanungsgewerken ausgegangen werden kann. Eine Anlage mit durchschnittlicher Komplexität, wie es ein Kindergarten darstellt, erfordert standardmäßig eine Integration der anderen Planungsleistungen. Diese Integrationsleistung alleine ist nicht schon an sich als funktionelle, wirtschaftliche und technische Einheit der einzelnen Planungsleistungen zu sehen. Vielmehr bedarf es darüber hinaus einer besonderen engen Verzahnung, die ggf. bei hochkomplexen oder hochtechnischen Anlagen vorliegen kann.

VgV § 3 Abs 7 S 2

Aktenzeichen: RMF-SG21-3194-3-10 Paragraphen: Datum: 2018-05-09
Link: pdf.php?db=vergaberecht&nr=2339

PDF-DokumentSonstiges Vergaberecht - Öffentlicher Auftraggeber

OLG Celle
13.10.2016
13 Verg 6/16

Begriff des öffentlichen Auftraggebers

Eine gemeinnützige GmbH, die vom Land mit der Erbringung sozialer Transferleistungen beauftragt ist (hier: anerkannte Werkstatt für Menschen mit Behinderungen), wird nicht al-lein aus diesem Grund zum öffentlichen Auftraggeber, wenn sie ihrerseits Dritte mit Leis-tungen (hier Fahrdienste) beauftragt.

Erforderlich ist vielmehr, dass die Voraussetzungen des § 99 GWB vorliegen. Ist dies nicht der Fall, erfordert auch weder das primäre noch das sekundäre Gemeinschaftsrecht, die Einrichtung als Auftraggeber "sui generis" anzusehen.

GWB § 99

Aktenzeichen: 13Verg6/16 Paragraphen: Datum: 2016-10-13
Link: pdf.php?db=vergaberecht&nr=2297

PDF-DokumentSonstiges Vergaberecht VOB/A-VOL/A - Öffentlicher Auftraggeber Ausschreibung Angebotswertung

OLG Düsseldorf - VgK Bund
29.4.2015
Verg 35/14

1. Das Institut für das Entgeltsystem im Krankenhaus (InEK) ist öffentlicher Auftraggeber im Sinn des § 98 Nr. 2 GWB.

2. Die Antragsbefugnis erfüllt nurmehr die Funktion eine groben Filters, dem lediglich die Aufgabe zukommt, eindeutige Fälle, in denen eine Auftragsvergabe an den Antragsteller von vorneherein aussichtslos ist, auszusondern.

3. Davon, dass ein Wertungssystem "zehn oder drei Punkte" vergaberechtswidrig sein kann, muss der Antragsteller im Sinn des § 107 Abs. 3 Satz 1 Nr. 1 GWB keine Kenntnis haben.

4. Die bisherige strikte Trennung von Eignungs- und Zuschlagskriterien ist in Bezug auf das Team, welches den Auftrag ausführen soll, bereits unter der Geltung der Richtlinie 2004/18/EG aufzugeben (im Anschluss an EuGH, Urteil vom 26.03.2015 - Rs. C-601/13, IBR 2015, 268).

5. Ein Preiswertungssystem "zehn oder drei Punkte" ist wettbewerbsverzerrend und unzulässig.

6. Bewertete Zuschlagskriterien müssen mit den bekannt gegebenen Kriterien übereinstimmen.

7. Die bekannt gegebenen Zuschlagskriterien müssen die anzuwendenden Bewertungsmaßstäbe offenlegen, mithin auch, mit welchem Punktwert auf der Skala von null bis zehn Punkten die in der Leistungsbeschreibung gestellten Einzelanforderungen bewertet werden sollen (zum Beispiel in einer Matrix).

8. Darauf, ob das Angebot des Antragstellers wegen Änderungen an den Vergabeunterlagen von der Wertung auszuschließen ist, kommt es nicht an, wenn das Vergabeverfahren wegen Rechtsverstößen des Auftraggebers zurückzuversetzen ist, und der Antragsteller ein neues Angebot abgeben kann, mit dem er Änderungen der Vergabeunterlagen vermeiden kann.

GWB § 97 Abs. 1, § 98 Nr. 2, § 107 Abs. 3 Satz 1 Nr. 1

Aktenzeichen: VII-Verg35/14 Paragraphen: Datum: 2015-04-29
Link: pdf.php?db=vergaberecht&nr=2235

PDF-DokumentSonstiges Vergaberecht - Öffentlicher Auftraggeber

VK Südbayern
7.3.2014
Z3-3-3194-1-02-01/14

Bauelemente Holztüren

1. Die deutschen Berufsgenossenschaften - insbesondere auch die gewerblichen Berufsgenossenschaften - sind öffentliche Auftraggeber im Sinne des § 98 Nr. 2 GWB. Sie werden durch Stellen, welche unter § 98 Nr. 1 bis Nr. 3 GWB fallen, überwiegend finanziert.*)

2. Die gewerblichen Berufsgenossenschaften erfüllen die Voraussetzungen einer überwiegenden mittelbaren öffentlichen Finanzierung im Sinne der Rechtsprechung des EuGH (EuGH, Urteil vom 11.06.2009 - Rs. C-300/07, Oymanns), da ihre Tätigkeit durch Beiträge der beitragspflichtigen Unternehmen finanziert wird, die nach öffentlich-rechtlichen Regeln auferlegt, errechnet und erhoben werden.*)

3. Fehlende Produktangaben können als Kernbestandteile des Angebotes nicht nachgefordert werden. Die Angabe des Fabrikats, Produkts und Typs ist integraler Bestandteil der Willenserklärung Angebot und kein Nachweis im Sinne des § 16 EG Abs. 1 Nr. 3 VOB/A (Anschluss an OLG Koblenz, Beschluss vom 20.03.2012 - Verg 1/12).*)

GWB § 98 Nr. 2
VOB/A 2012 § 13 EG Abs. 1 Nr. 5, § 16 EG Abs. 1 Nr. 1 b, § 16 EG Abs. 1 Nr. 3

Aktenzeichen: Z3-3-3194-1-02-01/14 Paragraphen: VOB/A§13 VOB/A§16 Datum: 2014-03-07
Link: pdf.php?db=vergaberecht&nr=2139

PDF-DokumentSonstiges Vergaberecht - Öffentlicher Auftraggeber

OLG Celle
8.8.2013
13 Verg 7/13

Zur Frage der Eigenschaft des Ausschreibenden als öffentlicher Auftraggeber i.S.v. § 98 GWB im Falle der Ausschreibung des Neubaus eines Weser-Dükers zur Gasdurchleitung als Bauauftrag gem. VOB/A

Die Eigenschaft des Ausschreibenden als öffentlicher Auftraggeber i.S.v. § 98 GWB folgt nicht allein schon daraus, dass in der Auftragsbekanntmachung die Vergabekammer Niedersachsen als "zuständige Stelle für Rechtsbehelfs-/Nachprüfungs-verfahren" genannt wird und eine Rechtsbehelfsbelehrung nach § 107 ff. GWB erteilt worden ist. Ob der beschrittene Rechtsweg zur Vergabekammer nach den §§ 102 ff. GWB eröffnet ist, ist vielmehr von Amts wegen anhand der gesetzlichen Vorschriften zu prüfen.

GWB § 98
EnWG § 4, § 43, § 45

Aktenzeichen: 13Verg7/13 Paragraphen: GWB§98 EnWG§4 EnWG§43 EnWG§45 Datum: 2013-08-08
Link: pdf.php?db=vergaberecht&nr=2086

PDF-DokumentSonstiges Vergaberecht - Öffentlicher Auftrag Öffentlicher Auftraggeber

OLG Düsseldorf
7.8.2013
VII-Verg 14/13

1. § 6 Abs. 1 Nr. 3 VOB/A-EG, wonach "Justizvollzugsanstalten und ähnliche Einrichtungen sowie Betriebe der öffentlichen Hand und Verwaltungen zum Wettbewerb mit gewerblichen Unternehmen nicht zuzulassen" sind, steht einer Beteiligung der Antragstellerin an der Ausschreibung nicht entgegen. Nach der Rechtsprechung des EuGH hat der Unionsgesetzgeber die Teilnahme an Vergabeverfahren nicht auf unternehmerisch strukturierte Wirtschaftsteilnehmer eingrenzen oder besondere Bedingungen einführen wollen, die geeignet sind, den Zugang zu Ausschreibungen von vornherein auf der Grundlage der Rechtsform und der internen Organisation der Wirtschaftsteilnehmer zu beschränken (EuGH, Urt. v. 23. Dezember 2009, C-305/08, CoNISMa, Rn. 35).

2. Auch steht die Richtlinie 2004/18 der Auslegung einer nationalen Regelung entgegen, die es öffentlichen Einrichtungen (wie Universitäten und Forschungsinstituten), die nicht in erster Linie eine Gewinnerzielung anstreben, untersagt, sich an einem Verfahren zur Vergabe eines öffentlichen Auftrags zu beteiligen, obwohl sie nach nationalem Recht berechtigt sind, die betreffenden Leistungen zu erbringen (EuGH, a.a.O., Rn. 51).

3. Daran gemessen ist § 6 Abs. 1 Nr. 3 VOB/A-EG aus unionsrechtlichen Gründen in Vergabenachprüfungsverfahren nicht anzuwenden, weil er eine Teilnahme der öffentlichen Hand und ihrer Einrichtungen oder Betriebe an Vergabeverfahren generell untersagt. (Leitsatz der Redaktion)

Aktenzeichen: VII-Verg14/13 Paragraphen: VOB/A§6 Datum: 2013-08-07
Link: pdf.php?db=vergaberecht&nr=2122

PDF-DokumentSonstiges Vergaberecht - Öffentlicher Auftraggeber

VgK Bund
4.5.2012
VK 2 - 130/11

Managementgesellschaften, die nicht von einem öffentlichen Auftraggeber beherrscht oder finanziert werden, sondern rein privat organisiert und tätig sind, fallen nicht unter den abschließenden Katalog des § 98 GWB, der im deutschen Vergaberecht den Begriff des "öffentlichen Auftraggebers" definiert.

GWB § 98, § 101b Abs 1 Nr 2

Aktenzeichen: VK2-130/11 Paragraphen: GWB§98 GWB§101b Datum: 2012-05-04
Link: pdf.php?db=vergaberecht&nr=2049

PDF-DokumentSonstiges Vergaberecht - Öffentlicher Auftraggeber

OLG München - VgK Südbayern
5.4.2012
Verg 3/12

Baukonzessionär als öffentlicher Auftraggeber

1. Ein Baukonzessionär, der für das ihm übertragene Bauvorhaben an Dritte isolierte Planungsaufträge vergibt, ist öffentlicher Auftraggeber nach § 98 Nr. 6 GWB.

2. Bei der Vergabe solcher Planungsleistungen hat der Baukonzessionär die allgemeinen und grundlegenden Regeln des Vergaberechts zu beachten.

GWB § 98 Nr 6

Aktenzeichen: Verg3/12 Paragraphen: GWB§98 Datum: 2012-04-05
Link: pdf.php?db=vergaberecht&nr=1955

PDF-DokumentSonstiges Vergaberecht - Nahverkehr Öffentlicher Auftraggeber

Thüringer OLG
23.12.2011
9 Verg 3/11

Eigenwirtschaftlicher Verkehr

1. Entschließt sich ein öffentlicher Auftraggeber, Leistungen des öffentlichen Personennahverkehrs im Sinne des § 8 Abs. 1 PBefG europaweit auszuschreiben, so gehört die Frage, ob er zuvor geprüft hat, ob eine ausreichende Verkehrsbedienung durch eigenwirtschaftliche Verkehrsleistungen möglich ist, nicht zum Prüfungsumfang im vergaberechtlichen Nachprüfungsverfahren nach den §§ 102 ff. GWB (ebenso OLG Düsseldorf, Beschluss vom 2. März 2011, VII Verg 48/10).

2. Weist die Vergabekammer einen Vergabenachprüfungsantrag ohne mündliche Verhandlung als unzulässig ab, rechtfertigt das in der Regel eine deutliche Herabsetzung der Verfahrensgebühr.

GWB § 102, §§ 102ff, § 104, § 107, § 114

Aktenzeichen: 9Verg3/11 Paragraphen: GWB§102 GWB§104 GWB§107 GWB§114 Datum: 2011-12-23
Link: pdf.php?db=vergaberecht&nr=1977

PDF-DokumentSonstiges Vergaberecht - Öffentlicher Auftraggeber

EuGH
21.12.2011
C-465/10

Ersuchen um Vorabentscheidung: Conseil d'État - Frankreich. Vorabentscheidungsersuchen - Schutz der finanziellen Interessen der Europäischen Union - Verordnung (EG, Euratom) Nr. 2988/95 - Art. 3 - Strukturfonds - Verordnung (EWG) Nr. 2052/88 - Verordnung (EWG) Nr. 4253/88 - Öffentlicher Auftraggeber, der einen Zuschuss aus den Strukturfonds erhält - Nichteinhaltung der Vorschriften über die Vergabe öffentlicher Aufträge durch den Empfänger eines EFRE-Zuschusses - Grundlage für die Verpflichtung, einen Zuschuss der Union im Fall von Unregelmäßigkeiten zurückzufordern - Begriff ‚Unregelmäßigkeit' - Begriff ‚andauernde Unregelmäßigkeit' - Rückforderungsmoda-litäten - Verjährungsfrist - Längere nationale Verjährungsfristen - Grundsatz der Verhältnismäßigkeit.

Aktenzeichen: C-465/10 Paragraphen: Datum: 2011-12-21
Link: pdf.php?db=vergaberecht&nr=1917

PDF-DokumentEU-Vergaberecht Sonstiges Vergaberecht - Dienstleistung Öffentlicher Auftraggeber

EuGH
10.11.2011
C-348/10

Öffentliche Aufträge; Begriff der "Dienstleistungskonzession"; Dienstleistungen des öffentlichen Busverkehrs; Recht zum Betreiben eines Dienstes und Zahlung eines Ausgleichs für Verluste an den Diensterbringer; infolge der nationalen Rechtsvorschriften und des Vertrags begrenztes Betriebsrisiko; Vergabenachprüfungsverfahren; unmittelbare Anwendbarkeit von Art. 2d Abs. 1 Buchst. b der Richtlinie 92/13/EWG auf vor Ablauf der Frist zur Umsetzung der Richtlinie 2007/66/EG geschlossene Verträge

EGRL 17/2004 Art 1 Abs 2 Buchst d, Art 1 Abs 3 Buchst b
EWGRL 13/92 Art 2d Abs 1 Buchst b
EGRL 66/2007
AEUV Art 267

Aktenzeichen: C-348/10 Paragraphen: Datum: 2011-11-10
Link: pdf.php?db=vergaberecht&nr=1958

PDF-DokumentSonstiges Vergaberecht - Öffentliche Betriebe Öffentlicher Auftraggeber

OLG Düsseldorf
5.10.2011
VII-Verg 38/11

Gemeinschaftsrechtliches Vergaberecht: Vorlage an den Europäischen Gerichtshof zur Vorabentscheidung über die Auftraggebereigenschaft einer Berufskammer bei Befugnis zur Beitragserhebung mit staatlichter Genehmigung der Gebührenordnung Dem Gerichtshof der Europäischen Union wird folgende Frage zur Auslegung des Gemeinschaftsrechts gemäß Art. 267 AEUV zur Vorabentscheidung vorgelegt:

Wird eine Einrichtung des öffentlichen Rechts (hier: Berufskammer) im Sinne von Art. 1 Abs. 9 Unterabsatz 2 Buchstabe c) der Richtlinie 2004/1/EG des Europäischen Parlaments und des Rats vom 31. März 2004 über die Koordinierung der Verfahren zur Vergabe öffentlicher Bauaufträge, Lieferaufträge und Dienstleistungsaufträge (ABl. L 134 S. 114) "überwiegend vom Staat ... finanziert" bzw. unterliegt sie "hinsichtlich ihrer Leitung der Aufsicht" durch den Staat, wenn

a) der Einrichtung durch Gesetz die Befugnis zur Beitragserhebung bei ihren Mitgliedern eingeräumt wird, das Gesetz aber weder die Beiträge der Höhe nach noch die mit dem Beitrag zu finanzierenden Leistungen dem Umfang nach festsetzt,

b) die Gebührenordnung aber der Genehmigung durch den Staat bedarf?

HeilBerG NW § 6 Abs 4 S 1, § 23 Abs 1
AEUV Art 267
EGRL 1/2004 Art 1 Abs 9 UAbs 2 Buchst c

Aktenzeichen: VII-verg38/11 Paragraphen: Datum: 2011-10-05
Link: pdf.php?db=vergaberecht&nr=1898

PDF-DokumentSonstiges Vergaberecht - Öffentliche Betriebe Öffentlicher Auftraggeber

VgK Niedersachsen
20.9.2011
VgK-41/2011

VOB-Vergabeverfahren, Leistungen zum Bau von Brandschutztechnik, Sprinklertechnik, öffentlicher Auftraggeber

Nach § 98 Nr. 2 GWB sind auch andere juristische Personen des öffentlichen und des privaten Rechtes, die zu dem besonderen Zweck gegründet wurden, im Allgemeininteresse liegende Aufgaben nicht gewerblicher Art zu erfüllen, öffentliche Auftraggeber, wenn Stellen, die unter Nr. 1 fallen, sie einzeln oder gemeinsam durch Beteiligung oder auf sonstige Weise überwiegend finanzieren oder über ihre Leitung die Aufsicht ausüben oder mehr als die Hälfte der Mitglieder eines ihre zur Geschäftsführung oder zur Aufsicht berufenen Organe bestimmen. (Leitsatz der Redaktion)

Aktenzeichen: VgK-41/2011 Paragraphen: Datum: 2011-09-20
Link: pdf.php?db=vergaberecht&nr=1938

PDF-DokumentSonstiges Vergaberecht - Öffentlicher Auftraggeber

OLG Celle
25.8.2011
13 Verg 5/11

1. Ein Bistum ist kein öffentlicher Auftraggeber im Sinne des § 98 Nr. 2 GWB.

2. Untergliederungen der Katholischen Kirche kommen als Auftraggeber nach § 98 Nr. 5 GWB in Betracht.

3. Anknüpfungspunkt für die Berechnung des Anteils von Zuwendungen öffentlicher Stellen i.S. des § 98 Nr. 5 GWB sind die gesamten Projektkosten einschließlich der Umsatzsteuer.

GWB § 98 Nr 2 u 5

Aktenzeichen: 13Verg5/11 Paragraphen: GWB§98 Datum: 2011-08-25
Link: pdf.php?db=vergaberecht&nr=1814

PDF-DokumentSonstiges Vergaberecht - Öffentlicher Auftraggeber

OLG Düsseldorf - VgK Arnsberg
28.7.2011
VII-Verg 20/11

Der EuGH hat aus funktionalen Gründen die Vergabe von Aufträgen an Tochtergesellschaften des öffentlichen Auftraggebers in bestimmten Fällen als nicht vergabepflichtig angesehen, weil der öffentliche Auftraggeber den Auftrag zwar einer anderen juristischen Person erteilt, die jedoch funktional als seine eigene Dienststelle anzusehen ist. Diese wirtschaftlich ausgerichtete Sichtweise könnte dafür sprechen, auch beim Umsatz von Tochtergesellschaften eine wirtschaftliche Betrachtung anzustellen. (Leitsatz der Redaktion)

GWB § 99
VOL/A 2009 § 3 Abs 4c, § 3 Abs 4f

Aktenzeichen: VII-Verg20/11 Paragraphen: GWB§99 VOL/A§3 Datum: 2011-07-28
Link: pdf.php?db=vergaberecht&nr=1884

PDF-DokumentSonstiges Vergaberecht - Öffentlicher Auftraggeber Sonstiges

VgK Niedersachsen
28.7.2011
VgK-27/2011

Die katholische Kirche in Deutschland ist kein institutioneller öffentlicher Auftraggeber. (Leitsatz der Redaktion)

Aktenzeichen: VgK-27/2011 Paragraphen: Datum: 2011-07-28
Link: pdf.php?db=vergaberecht&nr=1906

PDF-DokumentSonstiges Vergaberecht - Auftraggeber Sonstiges

OLG Naumburg
29.04.2010
1 Verg 2/10

Wird ein Auftrag nach durchgeführtem Vergabeverfahren an eine Gesellschaft erteilt, deren Gesellschaftsanteile zum Teil von der öffentlichen Hand und zum Teil privat gehalten werden (gemischtwirtschaftliche Gesellschaft), so bewirkt die Veräußerung der Gesellschaftsanteile der öffentlichen Hand an einen Privaten keine erneute Ausschreibungspflicht. Dies gilt auch dann, wenn dadurch nun alle Gesellschaftsanteile in einer Hand sind.

Aktenzeichen: 1Verg2/10 Paragraphen: Datum: 2010-04-29
Link: pdf.php?db=vergaberecht&nr=1754

PDF-DokumentSonstiges Vergaberecht - Auftraggeber Sonstiges

OLG Naumburg
29.04.2010
1 Verg 3/10

1. Hat eine gemischtwirtschaftliche Gesellschaft einen Auftrag ihres öffentlichrechtlichen Gesellschafters erhalten und verkauft später dieser seine Geschäftsanteilen an eine private Gesellschaft, so ist dies als reiner Gesellschafterwechsel vergaberechtsneutral (Bestätigung von 1 Verg 2/10).

2. War der Auftrag fehlerhaft ohne Ausschreibung wie bei einem In-house-Geschäft vergeben worden, so war diese Auftragsvergabe angreifbar. Ist sie nicht angegriffen worden, so kann dieser Umstand nicht dazu führen, dass der spätere Gesellschafterwechsel eine Ausschreibungspflicht begründet, weil die Gesellschaft sich so behandeln lassen müsste, als sei ursprünglich berechtigt In-house vergeben worden.

3. Für einen solchen Erst-Recht-Schluss, derjenige, der zu Unrecht ein In-house-Geschäft angenommen habe, könne nicht besser gestellt werden, als der, welcher es zu Recht angenommen habe, ist in dem für Beschaffungsvorhaben im Sinne des § 99 GWB eröffneten, formalisierten und justizförmlich ausgestalteten Nachprüfungsverfahren nach §§ 102 ff GWB kein Raum.

Aktenzeichen: 1Verg3/10 Paragraphen: GWB§99 Datum: 2010-04-29
Link: pdf.php?db=vergaberecht&nr=1755

Ergebnisseite:   1  2  3  nächste  
Startseite | Gesetze und Verordnungen | Informationen zu PDF | Anwalts- und Sachverständigenverzeichnis | RechtsCentrum.de AKTUELL | RechtsCentrum.de REGIONAL | Kontakt | Impressum
© 2002 - 2021 RechtsCentrum.de Dipl.-Ing. Horst Fabisch GmbH