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PDF-DokumentSozialversicherungsrecht - Beihilfe

VGH Baden-Württemberg - VG Stuttgart
21.7.2016
2 S 209/16

Bei beihilfefähigen Aufwendungen für Elementardiäten für Säuglinge (bis zur Vollendung des ersten Lebensjahrs) und für Kleinkinder bis zur Vollendung des dritten Lebensjahrs, bei denen Kuhmilchallergie besteht, ist nach Ziff. 2.4 VwVBVO i.V.m. § 6 Abs. 1 Nr. 2 BVO a.F. kein Eigenanteil zu leisten.

Aktenzeichen: 2S209/16q Paragraphen: Datum: 2016-07-21
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PDF-DokumentSozialversicherungsrecht - Beihilfe

OVG Berlin-Brandenburg - VG Berlin
7.6.2016
6 S 54.15

Anspruch des Konkurrenten eines Beihilfeempfängers auf Einhaltung des gemeinschaftsrechtlichen Durchführungsverbotes; Beihilfe; Begünstigung; pachtzinsfreie Grundstücksüberlassung an Träger der freien Jugendhilfe; Investitionsverpflichtung des Pächters; wirtschaftliche Gesamtbetrachtung von Leistung und Gegenleistung; Berechnungsformel; Ermittlung des marktüblichen Pachtzinses; unabhängiges Sachverständigengutachten; Stellungnahme der EU-Kommission; förmliches Prüfverfahren (hier nicht eröffnet); offene Erfolgsaussichten in der Hauptsache; Folgenabwägung

Zur Frage, ob die pachtzinsfreie Überlassung eines bebauten Grundstücks an einen Träger der freien Jugendhilfe eine rechtswidrige Beihilfe im Sinne von Art. 107 Abs. 1 AEUV darstellt, wenn der Träger der freien Jugendhilfe als Gegenleistung Investitions- und Instandhaltungsverpflichtungen an dem Pachtgegenstand eingegangen ist.

AEUV Art 107 Abs 1, Art 108 Abs 3 S 3
EGV 659/1999 Art 6
VwGO § 123 Abs 1
KJHGAG BE § 47 Abs 3

Aktenzeichen: 6S54.15 Paragraphen: Datum: 2016-06-07
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PDF-DokumentSozialversicherungsrecht - Beihilfe

VGH Hessen - VG Kassel
10.3.2016
1 A 1161/14

Berechnung der Beihilfe für Zahnersatz bei der Pflicht zur Anrechnung des Festzuschusses der gesetzlichen Krankenversicherung nach § 9 Abs. 2 BBhV

Bei der Berechnung der Beihilfe für Zahnersatz bei bestehender Pflicht zur Anrechnung des Festzuschusses der gesetzlichen Krankenversicherung nach § 9 Abs. 2 BBhV sind vom Gesamtrechnungsbetrag der zahnärztlichen Rechnung zunächst die gesondert berechenbaren Aufwendungen für Auslagen, Material- und Laborkosten nach § 16 BBhV mit 40 % in Ansatz zu bringen. Von dem so reduzierten Betrag ist der Festzuschuss der gesetzlichen Krankenversicherung nach § 9 Abs. 2 BBhV abzuziehen.

BBhV § 16, § 9 Abs 2

Aktenzeichen: 1A1161/14 Paragraphen: Datum: 2016-03-10
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PDF-DokumentSozialversicherungsrecht - Beihilfe

VG Sigmaringen
8.3.2016
3 K 4243/14

Beihilfe; Medizinprodukt; Gonarthrose; Hyaluronsäure; Fürsorgepflicht

Der Verordnungsgeber hat die Beihilfefähigkeit von hyaluronsäurehaltigen Medizinprodukten zur intraartikulären Anwendung mit § 6 Abs. 1 Nr. 2 Satz 2 Buchst. d) i.V.m. Satz 3 Buchst. d) BVO ausgeschlossen, ohne das hiergegen Bedenken im Hinblick auf den allgemeinen Gleichheitssatz des Art. 3 Abs. 1 GG oder die Fürsorgepflicht des Dienstherren bestehen.

Aktenzeichen: 3K4243/14 Paragraphen: Datum: 2016-03-08
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PDF-DokumentSozialversicherungsrecht - Beihilfe

OVG Lüneburg - VG Lüneburg
24.3.2015
5 LA 50/14

Zur Frage, ob § 17 Abs. 7 Satz 1 NBhVO von der gesetzlichen Ermächtigung des § 80 Abs. 6 Satz 2 Nr. 1 Buchstabe g NBG gedeckt ist (hier: Zulassung der Berufung)BG ND § 80 Abs 6 S 2 Nr 1 Buchst g

BhV ND § 17 Abs 6 S 1

Aktenzeichen: 5LA50/14 Paragraphen: Datum: 2015-03-24
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PDF-DokumentSozialversicherungsrecht Gesundheitskosten - Beihilfe Hilfsmittel

OVG Lüneburg - VG Braunschweig
10.3.2015
5 LA 111/14

Beihilfe für Hörgeräte

Die Gewährung einer weiteren Beihilfe für Hörgeräte über die Höchstbetragsgrenze hinaus wegen einer unzumutbaren finanziellen Belastung setzt neben dem Überschreiten einer Belastungsgrenze voraus, dass diese Belastungen für den Beihilfeberechtigten unausweichlich sind und er sich ihnen nicht entziehen kann.

BBhV § 39 Abs 3, § 50 Abs 1 S 4, § 25 Abs 1, § 6 Abs 1 S 1

Aktenzeichen: 5LA111/14 Paragraphen: Datum: 2015-03-10
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PDF-DokumentSozialversicherungsrecht - Beihilfe

OVG Lüneburg - VG Hannover
10.2.2015
5 LC 79/14

Beihilfe; vollstationäre Einrichtung der Behindertenhilfe; Werkstattkosten bei gleicher Trägerschaft des Wohnheims und der Werkstatt

BhV § 9 Abs 9
BG ND § 120 Abs 1, § 87c BG ND
BhV ND § 34 Abs 9
SGB IX § 136
SGB XI § 15 Abs 1 Nr 1, § 28 Abs 2, § 43 Abs 2, § 43a, § 71 Abs 4
SGB XII § 53, § 54

Aktenzeichen: 5LC79/14 Paragraphen: Datum: 2015-02-10
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PDF-DokumentGesundheitskosten Sozialversicherungsrecht - Behandlungskosten Beihilfe

VGH Baden-Württemberg - VG Freiburg
7.1.2015
2 S 1205/13

Beihilfefähige Kosten der Behandlung einer erektilen Dysfunktion

1. Eine erektile Dysfunktion stellt zumindest dann selbst eine behandlungsbedürftige Krankheit dar, wenn sie in der Folge einer anderen behandlungsbedürftigen Krankheit aufgetreten ist.

2. Die Beihilfeverordnung Baden-Württemberg sieht keinen generellen Ausschluss der Beihilfefähigkeit für Kosten der Behandlung einer erektilen Dysfunktion vor. Die in § 6 Abs. 1 Nr. 2 BVO enthaltene Regelung enthält nur eine Beschränkung der symptomatischen Behandlung einer erektilen Dysfunktion, welche die Beihilfefähigkeit einer ärztlichen oder einer stationären Krankenhaus-Behandlung als solche nicht in Frage stellt.

Aktenzeichen: 2S1205/13 Paragraphen: Datum: 2015-01-07
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PDF-DokumentSozialversicherungsrecht - Beihilfe

VG Hannover
29.12.2014
13 A 11338/14

Beihilfe: Steigerungsfaktor bei Spiral-CT-Untersuchung

BBhV § 6
GOÄ § 5 Abs 3, § 5 Abs 2

Aktenzeichen: 13A1^1338/14 Paragraphen: BBhV§6 GOħ5 Datum: 2014-12-29
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PDF-DokumentGesundheitskosten Sozialversicherungsrecht - Kassenabrechnung Beihilfe

BVerwG - VGH Baden-Württemberg - VG Stuttgart
6.11.2014
5 C 36.13

Beihilfefähigkeit; stationäre Behandlung; privates Krankenhaus; zugelassenes Krankenhaus; allgemeine Krankenhausleistungen; Wahlleistung; funktionale Wahlleistung; wahlärztliche Leistung; Unterkunft; Einbettzimmer; Zweibettzimmer; sinngemäße Anwendung; pauschal berechnete Aufwendungen; Pauschale; pauschalierter Tagessatz; tagesgleich; Tagessatz; Pflegesatz; Krankenhauspflegesatz; Basispflegesatz; Abteilungspflegesatz; Abrechnung; pauschale Abrechnung; Einzelabrechnung; Berechnung; gesonderte Berechnung; Berechnungsart; Art der Berechnung; Schwerpunktbetrachtung; Reinform; Mischform; Kostenbegrenzungsregelung; Kostenbegrenzungszweck; Verwaltungsvereinfachung; Kostenvergleich; Vergleichsbetrachtung; Vergleichsberechnung; Vergleichsmaßstab; Vergleichskrankenhaus; Kostenaufstellung; Aufstellung der Kosten; Auslegung; Analogie.

1. Eine sinngemäße Anwendung der Bundespflegesatzverordnung im Sinne von § 7 Abs. 7 Satz 1 BVO a.F. liegt vor, wenn die Abrechnung der allgemeinen Krankenhausleistungen eines privaten Krankenhauses durch Inrechnungstellung pauschalierter Tagessätze geprägt ist, die mit denen der zugelassenen Krankenhäuser noch vergleichbar sind.

2. Zu den pauschal berechneten Aufwendungen eines privaten Krankenhauses im Sinne von § 7 Abs. 7 Satz 1 BVO a.F. gehören auch die Kosten gesondert berechneter Leistungen, wenn und soweit diese, würden sie in zugelassenen Krankenhäusern erbracht, in den Abteilungs- und den Basispflegesatz einbezogen werden müssten.

3. Neben den pauschal berechneten Aufwendungen eines privaten Krankenhauses sind dort der Sache nach in Anspruch genommene und gesondert berechnete Wahlleistungen in entsprechender Anwendung des § 7 Abs. 7 Satz 1 BVO a.F. beihilfefähig.

4. Für den nach § 7 Abs. 7 Satz 1 BVO a.F. anzustellenden Kostenvergleich ist das zugelassene Krankenhaus mit der bundesweit höchsten Pauschale für die konkrete Behandlung des Beihilfeberechtigten heranzuziehen.

BPflV a.F. § 2 Abs. 1 Satz 1, Abs. 2; § 13 Abs. 2 Satz 1, Abs. 3
KHEntgG a.F. § 17
SGB V § 108
BVO a.F. § 5 Abs. 2 Satz 2; § 6a Abs. 1 Nr. 2 und 3;
BVO a.F. § 7 Abs. 1 Nr. 1, Abs. 2, Abs. 7 Satz 1 und 2

Aktenzeichen: 5C36.13 Paragraphen: Datum: 2014-11-06
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PDF-DokumentSozialversicherungsrecht - Beihilfe

BVerwG - Sächsisches OVG - VG Dresden
4.6.2014
5 B 11.14

Beihilfeberechtigung; Selbstbehalt; grundsätzliche Bedeutung; ausgelaufenes Recht; Entscheidung ohne mündliche Verhandlung; Einverständniserklärung; Zeitraum zwischen Erklärung und Entscheidung.

Das Einverständnis der Beteiligten mit einer Entscheidung ohne mündliche Verhandlung (§ 101 Abs. 2 VwGO) wird nicht allein durch den Ablauf eines erheblichen Zeitraums nach Abgabe der entsprechenden Erklärungen verbraucht oder unwirksam.

SächsBVO § 12
VwGO § 101 Abs. 2, § 173
ZPO § 128 Abs. 2 Satz 2 und 3

Aktenzeichen: 5B11.14 Paragraphen: Datum: 2014-06-04
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PDF-DokumentSozialversicherungsrecht - Beihilfe

VG Hannover
29.4.2014
13 A 55/14

Beihilfe, hier anteilige Berücksichtigung der Kosten einer privat angeschafften Monatskarte und einer Bahncard

BhV ND § 26 Abs 2 Nr 3

Aktenzeichen: 13A55714 Paragraphen: BhVNds§26 Datum: 2014-04-29
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PDF-DokumentSozialversicherungsrecht - Beihilfe

VG Hannover
17.4.2014
13 A 107/14

Beihilfe, Eigenanteil bei Medikamenten je abgegebener Packung

BhV ND § 45 Abs 1
SGB V § 61

Aktenzeichen: 13A107/14 Paragraphen: BhVNds.§45 Datum: 2014-04-17
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PDF-DokumentSozialversicherungsrecht - Beihilfe

OVG Lüneburg - VG Lüneburg
3.3.2014
5 LA 286/13

Rückforderung von Beihilfeleistungen

Zur Rückforderung von überzahlten Beihilfeleistungen, die darauf beruhen, dass Beihilfeanträge unvollständig ausgefüllt worden sind (hier: Nichtbeantwortung der Frage, ob und gegebenenfalls in welcher Höhe ein Zuschuss zum Krankenversicherungsbeitrag gewährt wird).

BGB § 819 Abs 1
BG ND § 87

Aktenzeichen: 5LA286/13 Paragraphen: BGB§819 BGNds§87 Datum: 2014-03-03
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PDF-DokumentSozialversicherungsrecht - Beihilfe

VG Stuttgart
19.2.2014
12 K 2075/11

Grundsätzlich keine volle Beihilfe für in der Schweiz entstandene Krankhauskosten (ohne vorherige Genehmigung)

Aktenzeichen: 12K2075/11 Paragraphen: Datum: 2014-02-19
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PDF-DokumentSozialversicherungsrecht - Beihilfe

VG Hannover
16.10.2013
13 A 5126/11

Beihilfe für eine Galvanotherapie

BhV § 5 Abs 1
BG ND § 87c

Aktenzeichen: 13A5126/11 Paragraphen: BhV§5 Datum: 2013-10-16
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PDF-DokumentSozialversicherungsrecht - Beihilfe

VGH Baden-Württemberg - VG Freiburg
15.8.2013
2 S 1085/13

Die in § 7 Abs. 7 Satz 4 BVO vorgesehene "Deckelung" der beihilfefähigen Aufwendungen für Behandlungen in Rehabilitationseinrichtungen verstößt gegen Art. 33 Abs. 5 GG i.V.m. Art. 3 Abs. 1 GG (im Anschluss an VGH Baden-Württemberg, Urteil vom 28.09.2011 - 2 S 1082/11 - juris).

Aktenzeichen: 2S1085/13 Paragraphen: Datum: 2013-08-15
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PDF-DokumentSozialversicherungsrecht - Beihilfe

OVG Lüneburg
7.8.2013
5 LA 95/13

Weitgehender Ausschluss von Beihilfe für kieferorthopädische Behandlung Erwachsener

Der weitgehende Ausschluss von Beihilfe für die kieferorthopädische Behandlung Erwachsener in § 9 Abs. 4 Satz 1 NBhVO verstößt nicht gegen höherrangiges Recht.

BhV ND 2011 § 9 Abs 4 S 1 Nr 2

Aktenzeichen: 5LA95/13 Paragraphen: Datum: 2013-08-07
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PDF-DokumentSozialversicherungsrecht - Beihilfe Sonstiges

OVG Lüneburg
24.7.2013
5 LA 288/12

"GO-ON Fertigspritzen"

Zur Frage, ob zu den Aufwendungen für das Präparat "GO-ON Fertigspritzen" eine Beihilfe zu gewähren ist.

AMRL
BBhV § 22 Abs 1 S 2
SGB V § 31 Abs 1

Aktenzeichen: 5LA288/12 Paragraphen: SGBV§31 Datum: 2013-07-24
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PDF-DokumentSozialversicherungsrecht - Beihilfe

OVG Lüneburg
7.5.2013
5 LB 253/12

Erhöhung des Beihilfebemessungssatzes - Berufung -

1. Die Gesamteinkünfte des Beamten gemäß § 47 Abs. 2 Satz 1 BBhV sind anhand der tatsächlich zufließenden Einkünfte zu bestimmen. Der Kürzungsbetrag gemäß § 57 BeamtVG ist zu diesen Einkünften nicht hinzuzurechnen.

2. § 47 Abs. 2 Satz 1 BBhV sieht regelhaft vor, dass bei einer Erfüllung der Tatbestandsmerkmale der Beihilfebemessungssatz zu erhöhen ist. Besondere Umstände, die nach Ermessen eine abweichende Entscheidung ermöglichen, liegen insbesondere dann vor, wenn der Versorgungsempfänger trotz geringer Einkünfte - etwa aufgrund von Vermögen - nicht bedürftig ist oder aber eine Erhöhung des Beihilfebemessungssatzes mit der Folge sinkender Krankenversicherungsbeiträge nicht dem Versorgungsempfänger, sondern einem Dritten - beispielsweise einem Gläubiger - zugute käme.

EStG § 2 Abs 3
BBhV § 47 Abs 3, § 47 Abs 2
BeamtVG § 57

Aktenzeichen: 5LB253/12 Paragraphen: EStG§2 Datum: 2013-05-07
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PDF-DokumentSozialversicherungsrecht - Beihilfe

VG Freiburg
2.5.2013
6 K 1483/12

1. Eine - zur Behandlung einer erektilen Dysfunktion (nach jahrelangem Diabetes und daraus resultierendem venösem Leck) - implantierte Penisschwellkörperprothese (oder auch: -implantat) ist kein von der Beihilfefähigkeit nach § 6 Abs. 1 Nr. 2 S. 2 BVO ausgeschlossenes "Mittel", das "zur Potenzsteigerung verordnet" wird.

2. "Mittel" im Sinne dieser Vorschrift sind nur Arzneimittel, Medikamente und sonstige Stoffe, die dem Körper von außen zugeführt werden (also etwa Tabletten wie Viagra).

3. Eine Penisschwellkörperprothese ist auch kein "Hilfsmittel" im Sinne von § 6 Abs. 1 Nr. 4 BVO, wie etwa äußerlich mechanisch wirkende Erektionshilfen (Penisvakuumpumpen, Stauringe etc.).

4. Ein Penisschwellkörperprothese wird vielmehr nach ganzer bzw. teilweise Entfernung des körpereigenen defekten Schwellkörpers an dessen Stelle in den ansonsten unversehrten Penis eingepflanzt und stellt daher ein "Körperersatzstück" dar.

5. Körperersatzstücke werden in der Ziff. 2. 1 der Anlage zur BVO ausdrücklich genannt und sind daher uneingeschränkt beihilfefähig.

Aktenzeichen: 6K1483/12 Paragraphen: BVO§6 Datum: 2013-05-02
Link: pdf.php?db=sozialrecht&nr=4375

PDF-DokumentSozialversicherungsrecht - Beihilfe Sonstiges

VG Hannover
30.4.2013
13 A 934/13

Beihilfe für ambulante Pflegemaßnahmen bei gleichzeitiger stationärer Pflege

BhV ND 2011 § 34, § 22
SGB XI § 43

Aktenzeichen: 13A934/13 Paragraphen: Datum: 2013-04-30
Link: pdf.php?db=sozialrecht&nr=4376

PDF-DokumentSozialversicherungsrecht - Beihilfe

OVG Lüneburg
7.3.2013
5 LB 246/12

Zur Anrechnung von Leistungen aus der freiwilligen gesetzlichen Krankenversicherung auf die Beihilfe bei zahnärztlichen Leistungen nach den Beihilfevorschriften des Bundes (BhV 2001).

BhV § 14 Abs 4 S 1, § 5 Abs 3 S 1, § 5 Abs 3 S 2, § 6 Abs 1 S 1 Nr 1

Aktenzeichen: 5LB246/12 Paragraphen: BhV§14 BhV§5 BhV§6 Datum: 2013-03-07
Link: pdf.php?db=sozialrecht&nr=4365

PDF-DokumentSozialversicherungsrecht - Beihilfe

OVG Lüneburg
11.2.2013
5 LA 53/12

Zahnärztliche Leistungen funktionsanalytischer und funktionstherapeutischer Art sind nach Anlage 2 Nr. 3 zu § 6 Abs. 1 Nr. 1 BhV nur dann beihilfefähig, wenn der erhobene Befund mit dem nach Nummer 800 des Gebührenverzeichnisses der Gebührenordnung für Zahnärzte vorgeschriebenen Formblatt belegt wird.

BhV § 6 Abs 1 Nr 1
GOZ Nr 800

Aktenzeichen: 5LA53/12 Paragraphen: BhV§6 Datum: 2013-02-11
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PDF-DokumentSozialversicherungsrecht - Beihilfe Sonstiges

BVerwG - VGH Baden-Württemberg - VG Stuttgart
13.12.2012
5 C 3.12

Alimentationsprinzip; Aufwendungen; beihilfefähige -; Behinderte; Beihilfe; Benachteiligungsverbot Behinderter; Fürsorgepflicht; beamtenrechtliche -; Gleichheitssatz; allgemeiner -; Härtefallregelung; beihilferechtliche -; Hilfsmittel; medizinische -; hergebrachte Grundsätze des Berufsbeamtentums; Kraftfahrzeug; behindertengerechte Einbauten; Personenkraftwagen; behindertengerechter -; Rehabilitation; berufliche -; medizinische -; soziale -.

Aufwendungen für behindertengerechte Einbauten in Personenkraftwagen können von der beamtenrechtlichen Beihilfegewährung ausgeschlossen werden.

GG Art. 3 Abs. 1 und 3 Satz 2, Art. 33 Abs. 5
LBG BW 2007 § 101
BVO BW 2004 § 1 Abs. 3 Satz 3, § 5 Abs. 1 Satz 1, § 6 Abs. 1 Nr. 4, Anlage 1 Ziffer 2.3.2

Aktenzeichen: 5C3.12 Paragraphen: Datum: 2012-12-13
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PDF-DokumentGesundheitskosten Sozialversicherungsrecht Versicherungsrecht/Versorgung - Beihilfe Sonstiges

VGH Baden-Württemberg - VG Karlsruhe
15.11.2012
2 S 1053/12

Beihilfefähigkeit von Implantaten bei medizinischer Notwendigkeit

Die in der Beihilfeverordnung Baden-Württemberg vorgenommene Begrenzung der Aufwendungen für Implantate kann in solchen Fällen keine Geltung beanspruchen, in denen die Versorgung mit weiteren Implantaten auf einer zahnmedizinisch zwingenden Indikation beruht. Dies ist dann der Fall, wenn eine Alternativbehandlung überhaupt nicht existiert oder mit weitgehenden Eingriffen in die körperliche Unversehrtheit oder erheblichen gesundheitlichen Nachteilen verbunden wäre.

Aktenzeichen: 2S1053/12 Paragraphen: Datum: 2012-11-15
Link: pdf.php?db=sozialrecht&nr=4354

PDF-DokumentSozialversicherungsrecht Versicherungsrecht/Versorgung - Beihilfe

BVerwG - Hessischer VGH - VG Wiesbaden
8.11.2012
5 C 2.12

Beihilfefähigkeit; Aufwendungen; Arzneimittel; weitere Beihilfe; Bundesbeihilfeverordnung; Beurteilungszeitpunkt; Beihilfeberechtigung; Versorgungsempfänger; Notwendigkeit; wirtschaftliche Angemessenheit; Angemessenheit; schriftliche Verordnung; Festbetrag; Festbeträge; Obergrenze; Bestimmung; Festsetzung; Allgemeine Verwaltungsvorschrift; Dienstrechtsneuordnungsgesetz; wirkungsgleiche Übertragung; Wirtschaftlichkeitsgebot; dynamische Verweisung; gesetzliche Krankenversicherung; Verwaltungsvorschriften; Fürsorgepflicht; Fürsorgegrundsatz; Datenverarbeitungssystem; Publizität.

Das bis zum Ablauf des 19. September 2012 geltende Beihilferecht des Bundes enthielt keine Rechtsgrundlage, welche die Beihilfefähigkeit der Aufwendungen für Arzneimittel auf Festbeträge beschränkte.

BBG §§ 78, 80 Abs. 1, 2 und 4
BBhV § 2 Abs. 1 und 2, § 6 Abs. 1, § 7 Satz 2 und 3, § 22 Abs. 1 bis 3
BBhV-VwV Nr. 22.3
SGB V § 35

Aktenzeichen: 5C2.12 Paragraphen: BBG§78 BBG§80 BBhV§2 Datum: 2012-11-08
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PDF-DokumentSozialversicherungsrecht - Beihilfe

OVG Lüneburg
24.10.2012
5 LA 313/11

Keine Beihilfe für operative Verkleinerung der Brust

Zur Frage, ob die Aufwendungen zu einer operativen Verkleinerung der Brust (sog. Mamma-Reduktionsplastik) notwendig im beihilferechtlichen Sinne sind.

BhV § 5 Abs 1 S 1 Nr 1

Aktenzeichen: 5LA313/11 Paragraphen: BhV§5 BhV§6 Datum: 2012-10-24
Link: pdf.php?db=sozialrecht&nr=4340

PDF-DokumentSozialversicherungsrecht - Beihilfe

VGH Baden-Württemberg - VG Stuttgart
20.8.2012
2 S 1001/12

Beihilfe für dentin-adhäsive Rekonstruktion

Eine dentin-adhäsive Rekonstruktion kann grundsätzlich auch dann nach GOZ-Nummer 217n analog abgerechnet werden, wenn der behandelte Zahn anschließend überkront wird.

Aktenzeichen: 2S1001/12 Paragraphen: Datum: 2012-08-20
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PDF-DokumentSozialversicherungsrecht - Beihilfe

BVerwG - VG Berlin
19.7.2012
5 C 1.12

Beihilfeausschluss; Ausschluss der Beihilfe; Ausschluss von Beihilfeansprüchen; Leistungsausschluss; Regelung des Beihilfeausschlusses durch Verordnung; Versicherungspflicht; Pflicht zum Abschluss einer Krankenkostenversicherung; Versicherungsschutz; Krankenversicherung; Krankenversicherungsschutz; Abschluss einer Krankenversicherung; Nachweis einer Krankenversicherung; krankenversichert; Inbezugnahme der Bundesbeihilfeverordnung; Verweisung; dynamische Verweisung; Eingliederung ins Landesrecht; partielles Landesrecht; Vorbehalt des Gesetzes; Gesetzesvorbehalt; parlamentarischer Gesetzgeber; Parlamentsgesetz; tragende Strukturprinzipien; Deckung der Krankheitskosten durch Versicherungs- und Beihilfeleistungen; Mischsystem; Erlass von Verordnungsrecht durch parlamentarischen Gesetzgeber; Verordnungsermächtigung

1. Eine Regelung, die die Gewährung von Beihilfe an Beamte und deren berücksichtigungsfähige Angehörige ausschließt, wenn diese nicht krankenversichert sind, unterliegt dem Vorbehalt des Gesetzes.

2. Der Gesetzgeber kann zwar der Notwendigkeit einer von ihm zu verantwortenden Entscheidung grundsätzlich auch dadurch Rechnung tragen, dass er den Beihilfeausschluss durch Landesverordnung regelt. Hierfür ist aber erforderlich, dass das Landesgesetz eine Verordnungsermächtigung enthält, die den damit verbundenen konkreten Leistungsausschluss inhaltlich deckt.

GG Art. 20 Abs. 1 und 3, Art. 28 Abs. 1 Satz 1,Art. 33 Abs. 5
VVG § 193 Abs. 3
BBhV § 10 Abs. 2
LBG Bln a.F. § 44 Abs. 1, § 119 Abs. 1
LBG Bln n.F. § 76 Abs. 11 Satz 1 und 2
DRÄndG Bln Art. XIII § 5

Aktenzeichen: 5C1.12 Paragraphen: Datum: 2012-07-19
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PDF-DokumentSozialversicherungsrecht - Beihilfe

VGH Baden-Württemberg - VG Freiburg
12.6.2012
2 S 100/12

Zu den Anforderungen an das Vorliegen einer Rehabilitationseinrichtung im Sinne des § 7 Abs. 5 BVO.

Aktenzeichen: 2S100/12 Paragraphen: BVO§7 Datum: 2012-06-12
Link: pdf.php?db=sozialrecht&nr=4336

PDF-DokumentGesundheitskosten Sozialversicherungsrecht - Zahnbehandlung Beihilfe

BVerwG - OVG Rheinland-Pfalz - VG Koblenz
27.3.2012
2 C 46.10

Beihilfe; Beihilfefähigkeit; Notwendigkeit; Erforderlichkeit; Totalprothese; Zahnlosigkeit; Implantat; Zeitpunkt; Teilprothese; Zahnersatz; Restzahn; Erhaltungsfähigkeit; Kieferatrophie; Prothesenlager; Aktenwidrigkeit

1. Die Versorgung eines Kiefers mit einer Totalprothese ist beihilferechtlich notwendig (§ 5 BhV 2001), wenn in dem Kiefer keine Zähne mehr vorhanden sind oder wenn etwa noch vorhandene einzelne Zähne eine weniger aufwändige Versorgung nicht ermöglichen oder nicht erhaltungsfähig sind und deshalb im Verlauf der Behandlung entfernt werden müssen.

2. Eine implantatbasierte Totalprothese ist beihilfefähig, wenn nicht genügend hinreichend gesunde natürliche Zähne vorhanden sind, die eine derartige Totalprothese tragen können, und wenn eine Versorgung mit einer herausnehmbaren Totalprothese medizinisch nicht indiziert ist.

3. Die Befestigung einer Totalprothese an mehr als zwei Implantaten ist beihilfefähig, wenn sie medizinisch notwendig ist und dies durch eine ärztliche Bescheinigung belegt wird.

BhV 2001/2004 § 5 Abs. 2, § 6 Abs. 1 Nr. 1, Anl. 2 Nr. 4 Satz 1 Buchst. c und Satz 2

Aktenzeichen: 2C46.10 Paragraphen: BhV§5 BhV§6 Datum: 2012-03-27
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PDF-DokumentSozialversicherungsrecht Gesundheitskosten - Beihilfe Zahnbehandlung

VG Hannover
24.3.2011
13 A 5395/10

Beihilfe; BhV; Kieferorthopädische Behandlung; Regelung, gesetzliche

Zur Einschränkung der kieferorthopädischen Behandlung bei über 18 Jährigen und zur weiteren Geltung der BhV des Bundes in Niedersachsen

In Niedersachsen gibt es eine gesetzliche Regelung der Beihilfe durch § 120 NBG n.F. iVm. § 87c NBG a.F.. § 87c NBG a.F. hat die Beihilfevorschriften des Bundes in das niedersächsische Beamtengesetz inkorporiert.

BhV § 6 I Nr 1
NBG §§ 120, G 87c

Aktenzeichen: 13A5395/10 Paragraphen: BhV§6 NBG§120 NBG§87c Datum: 2011-03-24
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PDF-DokumentSozialversicherungsrecht Gesundheitskosten - Beihilfe Hilfsmittel

VG Hannover
2.2.2011
13 A 3196/10

Beihilfe, Fürsorgepflicht, Höchstbetrag, Hörgerät

Beihilfe für Hörgeräte grundsätzlich nur bis zum Höchstbetrag

BeihilfeVO § 25 I
BhV § 6

Aktenzeichen: 13A3196/10 Paragraphen: BeihilfeVO§25 BhV§6 Datum: 2011-02-02
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PDF-DokumentSozialversicherungsrecht Versicherungsrecht/Versorgung - Beihilfe

OVG NRW - VG Köln
10.09.2007


1. Die Kürzung von Beihilfeleistungen um die Kostendämpfungspauschale nach § 12a BVO NRW ist seit dem Jahr 2003 verfassungswidrig. Das Land Nordrhein-Westfalen verletzt den Kern der aus Art. 33 Abs. 5 GG geschuldeten Fürsorge gegenüber seinen Beamten und Richtern, indem es an der Kürzung festhält, obwohl sich die amtsangemessene Alimentation von Beamten/Richtern - infolge einer vom Land zu vertretenden Abkopplung der Besoldung von der allgemeinen Einkommensund Wirtschaftsentwicklung - allenfalls noch am unteren Rand des verfassungsrechtlich Zumutbaren bewegt.

2. Den Maßstab dafür, was amtsangemessene Alimentation unter den Bedingungen unterschiedlicher Zeitverhältnisse (z. B. Aufbauphase/Wohlstandsphase) darstellt, bildet - unter anderem, aber vor allem - die Einkommensentwicklung bei den Beschäftigten im öffentlichen wie privaten Tarifbereich mit vergleichbarer Ausbildung und Verantwortung sowie die erforderliche Qualitätssicherung in Anpassung an den allgemein erreichten Lebensstandard. Keinerlei Aussagekraft hat diesbezüglich der Abstand der Besoldung zum sozialhilferechtlichen Existenzminimum.

GG Art. 33 Abs. 5
BVO NRW § 12a

Aktenzeichen: 1A4955/05 Paragraphen: GGArt.33 BVONRW§12a Datum: 2007-09-10
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PDF-DokumentSozialversicherungsrecht - Beihilfe

OVG NRW - VG Gelsenkirchen
18.07.2007
6 A 3535/06

1. Die jährliche Verminderung der Beihilfe um eine Kostendämpfungspauschale ist rechts-widrig. § 12 a BVO NRW ist nichtig (Abweichung von BVerwG, Urteil vom 3.7.2003 - 2 C 36.02 -, BVerwGE 118, 277).

2. Krankheiten sind keine Ausnahmeoder Notsituationen, sondern begründen nach heutigen gesellschaftlichen Verhältnissen gewöhnlichen Unterhaltsbedarf. Dessen Deckung richtet sich nicht nach Fürsorgegrundsätzen für echte Notlagen.

3. Die als Eigenvorsorge abgeschlossene beihilfekonforme Krankheitskostenversicherung und die Beihilfe wirken nach ihrer Konzeption so zusammen, dass sie den krankheitsbe-dingten Unterhaltsbedarf vollständig decken. Mit der Kostendämpfungspauschale als einer dritten Finanzierungsgrundlage handelt der Dienstherr eigenen Vorentscheidungen zuwider und verhält sich treuwidrig.

4. Die Kostendämpfungspauschale verstößt gegen das Gebot der beamtenrechtlichen Rücksichtnahme, weil ungedeckter krankheitsbedingter Unterhaltsbedarf nur hinzunehmen ist, soweit die Beihilfevorschriften aus praktischen Gründen nicht mit jedem Versicherungstarif zur Deckung zu bringen sind. Die Kostendämpfungspauschale stellt dagegen keine unvermeidbare Folge, sondern eine gewollte Belastung der Beihilfeberechtigten dar, die zudem nicht versicherbar ist.

BVO NRW § 12 a
GG Art. 33 Abs. 5

Aktenzeichen: 6A3535/06 Paragraphen: BVONRW§12a GGArt.33 Datum: 2007-07-18
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PDF-DokumentVersicherungsrecht/Versorgung Sozialversicherungsrecht - Beihilfe

VG Oldenburg
15.11.2006
6 A 1689/05

Beihilfe, Körperlotion, Excipial U Lipolotio, Arzneimittel, Kosmetikartikel, Arzneimittelrichtlinien, Neurodermitis, Standardtherapie

Die zur Behandlung einer Neurodermitis eingesetzte Körperlotion "Excipial U Lipolotio" ist nach § 6 Nr.2 BhV weder in der Fassung der 26. Allgemeinen Änderungs-VwV noch in der Fassung der 27. Allgemeinen Änderungs-VwV beihilfefähig

NBG § 87 c I1
BhV § 6 I Nr.2

Aktenzeichen: 6A1689/05 Paragraphen: Datum: 2006-11-15
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PDF-DokumentVersicherungsrecht/Versorgung Sozialversicherungsrecht - Beihilfe

VG Mainz
25.10.2006
6 K 178/06.MZ

Die Beihilfevorschriften des Bundes finden derzeit (noch) Anwendung, weil die vom Bundesverwaltungsgericht in seinem Urteil vom 17. Juni 2004 (BVerwGE 121, 103 ff.) hinsichtlich der Weitergeltung eingeräumte Übergangszeit noch nicht angelaufen ist.

Der seit 01. Januar 2004 durch die Beihilfevorschriften des Bundes erfolgte generelle Ausschluss der Beihilfenfähigkeit für Arzneimittel, die u.a. der Behebung einer erektilen Dysfunktion dienen, ist rechtlich nicht zu beanstanden.

Aktenzeichen: 6K178/06 Paragraphen: Datum: 2006-10-25
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PDF-DokumentSozialversicherungsrecht Versicherungsrecht/Versorgung - Beihilfe

VG Göttingen
04.10.2006
3 A 526/05

Arzneimittel, Beihilfe, BhV, BioBran, Fürsorgepflicht, Gesunderhaltungspflicht, Morbus Chron

Teilunwirksamkeit der Beihilfevorschriften des Bundes

1. Die BhV des Bundes in der Fassung der 26. allgemeinen Änderungs-VwV vom 13.12.2001 (GMBl. S. 919) gelten unverändert fort, soweit die 27. (vom 17.12.2003, GMBl. 2004, 227) und 28. allgemeine Änderungs-VwV (vom 30.01.2004, GMBl. S. 919) eine Abkehr von dem bis dahin geltenden Beihilfeprogramm für Arznei-, Verbandmittel und dergleichen enthalten.

2. Der Wesenskern der Fürsorgepflicht wird verletzt, wenn sich der Dienstherr einerseits aus den Behandlungskosten bestimmter Erkrankungen völlig zurückzieht, andererseits aber im Falle derselben unbehandelten, die Dienstfähigkeit mehr als nur völlig unerheblich beeinträchtigenden Krankheiten den Beamten durch dessen Pflicht zur Gesunderhaltung (vgl. § 62 Satz 1 NBG, § 54 Satz 1 BBG) zur Behandlung auf eigene Kosten zwingt.

3. Zu den Voraussetzungen, unter denen ein Nicht-Arzneimittel beihilfefähig sein kann.

BBG § 54
BBG § 79
BhV § 6 I Nr. 2

Aktenzeichen: 3A526/05 Paragraphen: BBG§54 BBG§79 BhV§6 Datum: 2006-10-04
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PDF-DokumentSozialversicherungsrecht Versicherungsrecht/Versorgung - Beihilfe

VG Göttingen
04.10.2006
3 A 608/05

Arzneimittel, Beihilfe, BhV, Fürsorgepflicht, Gesunderhaltungspflicht

Teilunwirksamkeit der Beihilfevorschriften des Bundes

1. Die BhV des Bundes in der Fassung der 26. allgemeinen Änderungs-VwV vom 13.12.2001 (GMBl. S. 919) gelten in Niedersachsen unverändert fort, soweit die 27. (vom 17.12.2003, GMBl. 2004, 227) und 28. allgemeine Änderungs-VwV (vom 30.01.2004, GMBl. S. 919) eine Abkehr von dem bis dahin geltenden Beihilfeprogramm für Arznei-, Verbandmittel und dergleichen enthalten.

2. Der Wesenskern der Fürsorgepflicht wird verletzt, wenn sich der Dienstherr einerseits aus den Behandlungskosten bestimmter Erkrankungen völlig zurückzieht, andererseits aber im Falle derselben unbehandelten, die Dienstfähigkeit mehr als nur völlig unerheblich beeinträchtigenden Krankheiten den Beamten durch dessen Pflicht zur Gesunderhaltung (vgl. § 62 Satz 1 NBG, § 54 Satz 1 BBG) zur Behandlung auf eigene Kosten zwingt.

BBG § 54
BhV § 6 I Nr. 2
NBG §§ 62, 87, 87 c I

Aktenzeichen: 3A608/05 Paragraphen: BBG§54 BhV§61 NBG§62 NBG§87c Datum: 2006-10-04
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PDF-DokumentVersicherungsrecht/Versorgung Sozialversicherungsrecht - Beihilfe

OVG Lüneburg - VG Braunschweig
23.08.2006
2 LA 458/05

Befreiungsantrag, Eigenanteil: Erstattung, Beihilfegewährung, Krankheit, chronische

Rückwirkende Erstattung von Beihilfeeigenanteilen

§ 6 Abs. 5 BhV (jetzt § 12 Abs. 2 BhV) schließt die Erstattung auch solcher Eigenanteile nicht aus, die bei der Beihilfegewährung vor der Stellung des Befreiungsantrages in Abzug gebracht worden sind.

BhV § 6 V
BhV § 12 II

Aktenzeichen: 2LA458/05 Paragraphen: BhV§6 BhV§12 Datum: 2006-08-23
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PDF-DokumentVersicherungsrecht/Versorgung Sozialversicherungsrecht - Beihilfe

OVG Rheinland-Pfalz - VG Neustadt/Weinstraße
21.07.2006
2 A 10575/06.OVG

Beamter, Beihilfe, Kind, berücksichtigungsfähige Angehörige, Familienzuschlag, kinderbezogener Anteil im Familienzuschlag, Familienzuschlag Stufe 2, Kindergeld, Kindergeldberechtigung, Einkommensteuerrecht, Selbstunterhalt, Leistungen, Erwerbsunfähigkeitsrente, Rente, Urteil, Rechtskraft, Bindung, Bindungswirkung, Finanzgericht, arbeitslos, körperliche, geistige oder seelische Behinderung, außer Stande zum Selbstunterhalt, Ausbildung, Einkommensgrenze, Analogie, Regelungslücke, Gleichheitssatz, Benachteiligung Behinderter, Fürsorgepflicht

1. § 2 Abs. 2 Satz 2 BVO fingiert eine Beihilfeberechtigung nur für arbeitslose oder in Ausbildung befindliche Kinder eines Beihilfeberechtigten (§ 32 Abs. 4 Satz 1 Nr. 1 und 2 EStG); die Vorschrift ist bei Kindern, die wegen einer körperlichen, geistigen oder seelischen Behinderung außer Stande sind, sich selbst zu unterhalten (§ 32 Abs. 4 Satz 1 Nr. 3 EStG) nicht entsprechend anwendbar.

2. Die beihilferechtliche Differenzierung gemäß § 2 Abs. 2 Satz 2 BVO verletzt weder den allgemeinen Gleichheitssatz noch führt sie zu einer grundgesetzwidrigen Benachteiligung von Behinderten.

GG Art. 3
EStG § 32
BVO § 2

Aktenzeichen: 2A10575/06 Paragraphen: GGArt.3 EStG§32 BVO§2 Datum: 2006-07-21
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PDF-DokumentVersicherungsrecht/Versorgung Sozialversicherungsrecht - Beihilfe

OVG NRW - VG Düsseldorf
22.06.2006
1 A 2526/04

Zu den Voraussetzungen des § 13 Abs. 8 Satz 1 Beihilfenverordnung NRW, unter denen das Fehlen der notwendigen vorherigen Anerkennung eines Sanatoriumsaufenthaltes als beihilfefähig dem Anspruch auf Beihilfe nicht entgegensteht.

BVO NRW § 13 Abs. 8
BVO NRW § 6 Abs. 2

Aktenzeichen: 1A2526/04 Paragraphen: BVONRW§13 BVONRW§6 Datum: 2006-06-22
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PDF-DokumentVersicherungsrecht/Versorgung Sozialversicherungsrecht - Beihilfe

OVG Saarland
10.06.2006
1 Q 80/05

Beihilfevorschriften des Saarlandes genügen nicht dem Gesetzesvorbehalt; höherer Eigenanteil bei eingeschränktem Leistungsangebot der gewählten Krankenversicherung

1. Die Beihilfevorschriften des Saarlandes genügen nicht den Anforderungen des Gesetzesvorbehalts.

2. Die Beihilfeverordnung findet trotz Fehlens einer ausreichenden gesetzlichen Grundlage vorläufig weiterhin Anwendung.

3. Zahlt der Beamte stets einen geringen Krankenversicherungsbeitrag wegen des eingeschränkten Leistungsangebots seiner Krankenversicherung, ist ihm zumutbar, deshalb im Falle der Erkrankung einen höheren Eigenanteil aufzubringen.

BhV SL § 15 Abs 7

Aktenzeichen: 1Q80/05 Paragraphen: BhVSL§15 Datum: 2006-06-10
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PDF-DokumentVersicherungsrecht/Versorgung Sozialversicherungsrecht - Beihilfe

VG Frankfurt
2.6.2006
9 E 103/06

BEIHILFE; Knochendichtemessungen; Osteoporose

Die Patienten mit diagnostizierter Osteoporose, die medikamentös behandelt wird, sind Knochendichtemessungen in einem Abstand von 2 Jahren beihilfefähig.

HBeihVO § 6 Abs 1 Nr 1 S 1

Aktenzeichen: 9E103/06 Paragraphen: HBeihVO§6 Datum: 2006-06-02
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PDF-DokumentSozialversicherungsrecht Versicherungsrecht/Versorgung - Beihilfe Arzneimittel

VG Osnabrück
24.04.2006
3 A 145/05

Beihilfe: Ausschluss (erektile Dysfunktion), Dysfunktion, erektile: Beihilfeausschluss

Der Ausschluss von Arzneimitteln, die überwiegend zur Behandlung einer erektilen Dysfunktion dienen (z.B. Viagra, Viridal), von der Beihilfefähigkeit (§ 6 Abs. 1 S. 2 a BhV) ist - wie in der gesetzlichen Krankenversicherung (SGB V) - wirksam. Der Wesenskern des Fürsorgegrundsatzes ist nicht berührt.

AMR F § 18 Anl 8
BhV § 6 I 2 a
SGB V § 34

Aktenzeichen: 3A145/05 Paragraphen: AMR§18 BhV§6 SGBV§34 Datum: 2006-04-24
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PDF-DokumentSozialversicherungsrecht Versicherungsrecht/Versorgung - Beihilfe

OVG Rheinland-Pfalz - VG Koblenz
23.09.2005
10 A 10534/05.OVG

Der Kläger, der als Regierungsoberamtsrat a. D. für sich und seine Ehefrau beihilfeberechtigt ist, begehrt von der Beklagten die Gewährung von Beihilfe ohne den Abzug von Eigenanteilen, wie dieser von § 12 der Beihilfevorschriften des Bundes (BhV) seit dem 1. Januar 2004 vorgesehen ist.

Aktenzeichen: 10A10534/05 Paragraphen: Datum: 2005-09-23
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PDF-DokumentSozialversicherungsrecht Versicherungsrecht/Versorgung - Beihilfe

OVG Rheinland-Pfalz - VG Trier
08.08.2005
2 A 10479/05.OVG

Beihilfe, Beihilfenverordnung, Krankenfürsorge, Beihilfefähigkeit, Krankheit, Behinderung, Frühgeburt, Koordinationsstörung, Zentralnervensystem, Zerebralparese, Spastik, Krankenhaus, Krankenhausleistung, stationär, teilstationär, ärztliche Verantwortung, ärztliche Leitung, ärztliche Kontrolle, Heilbehandlung, medizinische Behandlung, therapeutisches Ziel, pädagogische Maßnahme, Motorik, motorische Fähigkeiten, Petö-Methode, Petö-Therapie, konduktive Therapie, konduktive Förderung, Konduktor, Blocktherapie, Blockbehandlung, Therapieblock, Behandlungsblock, Heilhilfsberuf, Gesundheitsfachberuf, Medizinalfachberuf, pädagogisch

Die in einem Krankenhaus unter ärztlicher Verantwortung durchgeführte konduktive Therapie nach der Petö-Methode ist eine Heilbehandlung im beihilferechtlichen Sinne.

BVO § 3 Abs. 1 Satz 1 Nr. 1
BVO § 4
BVO § 5 a

Aktenzeichen: 2A10479/05 Paragraphen: BVO§3 BVO§4 BVO§5a Datum: 2005-08-08
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PDF-DokumentSozialversicherungsrecht Versicherungsrecht/Versorgung - Beihilfe

VG Braunschweig
01.07.2005
7 A 151/03

Beihilfe, Fixierung einer Totalprothese, Implantat, Prozesszinsen, zahnlose Kiefer

Für Beihilfefähigkeit von Aufwendungen für implantologische Leistungen Die Indikation "Fixierung einer Totalprothese" im Sinne der Regelungen zur beihilferechtlichen Anerkennung der Aufwendungen für implantologische Leistungen kann auch dann gegeben sein, wenn ein geringer Restzahnbestand die Fixierung einer den gesamten Kiefer umfassenden Prothese nicht übernehmen kann.
BGB § 288 I
BGB § 291
BhV § 6 I 1
NBG § 87c I

Aktenzeichen: 7A151/03 Paragraphen: BGB3288 BGB§291 BhVO§6 NBG§87c Datum: 2005-07-01
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PDF-DokumentSozialversicherungsrecht Versicherungsrecht/Versorgung - Beihilfe Kostenübernahme

VGH Baden-Württemberg - VG Karlsruhe
28.06.2005
4 S 2543/04

Beihilfe, Versorgungsempfänger, Postoperative Behandlung, Ausland, Reise, Wohnsitz, Flugkosten, Vergleichsberechnung

Zur Frage, ob und in welcher Höhe die Kosten für einen Flug aus dem Ausland zur postoperativen Behandlung nach Deutschland beihilfefähig sind, die einem Versorgungsempfänger entstehen, der sich ganz überwiegend im Ausland und nur für einige Wochen im Jahr zu Besuchszwecken im Inland aufhält.

BVO a. F. § 6 Abs. 1 Nr. 9
BVO a. F. § 13 Abs. 1
BGB § 7 Abs. 1
BGB § 7 Abs. 2

Aktenzeichen: 4S2543/04 Paragraphen: BVO§6 BVO§13 BGB§7 Datum: 2005-06-28
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