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PDF-DokumentBau- und Bodenrecht Umweltrecht - Landwirtschaft Immissionsschutz Baugenehmigungsrecht

OLG Brandenburg
23.1.2020
11 S 20.18

Legehennenanlage; 39.990 Tierplätze; immissionsschutzrechtliche Genehmigung; vereinfachtes Genehmigungsverfahren; Drittanfechtung durch Umweltverband; vorläufiger Rechtsschutz; Prüfungsmaßstab; summarische Rechtmäßigkeitsprüfung; Interessenabwägung; unzureichende erstinstanzliche Prüfung; eigene Prüfung des Beschwerdegerichts; Verbandsklagebefugnis; Beteiligungsrecht; Verfahrensfehler; standortbezogene UVP-Vorprüfung; Nachvollziehbarkeit; Einschätzungsspielraum; Stickstoffbelastung umliegender Biotope; Flattergras-Buchenwald; LAI-Leitfaden; Critical Loads; Abschneidekriterium 5 kg; Waldbiotop; Abschneidekriterium 10 kg

1. Zum Merkmal des Beteiligungsrechts eines Umweltverbandes nach § 2 Abs. 1 S. 1 Nr. 3a UmwRG, der sich in einem vereinfachten immissionsschutzrechtlichen Genehmigungsverfahren gegen das Ergebnis einer (standortbezogenen) UVP-Vorprüfung wendet.

2. Zum 5 kg-Abschneidekriterium nach dem LAI-Leitfaden
3. Zum 10 kg-Abschneidekriterium für Waldbiotope nach dem Erlass des Landes Brandenburg vom 31. März 2010

GG Art 19 Abs 4
VwGO § 80
UmwRG § 1 Abs 1 S 1 Nr 1
UVPG § 5 Abs 3 S 2, § 3a S 4aF

Aktenzeichen: 11S20.18 Paragraphen: Datum: 2020-01-23
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PDF-DokumentUmweltrecht - Landwirtschaft Wasserrecht

Bayerischer VGH - VG München
9.7.2019
8 ZB 19.296

Hopfenanbau im Wasserschutzgebiet; Austausch der Begründung/Rechtsgrundlage eines Bescheids; „Unechte“ Gewässerbenutzung; Besorgnisgrundsatz; Gleichbehandlungsgrundsatz

WHG § 9 Abs 2 Nr 2, § 48 Abs 1 S 1, § 100 Abs 1 S 2
GG Art 3 Abs 1

Aktenzeichen: 8ZB19.296 Paragraphen: Datum: 2019-07-09
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PDF-DokumentUmweltrecht - Landwirtschaft Immissionsschutz

OVG Lüneburg - VG Osnabrück
8.7.2019
12 LA 183/18

(Anordnung nach § 17 Abs. 1 BImSchG; Pflicht zum nachträglichen Einbau einer Abluftreinigungsanlage in eine Schweinehaltungsanlage)

Es bestehen Zweifel, ob die grundsätzliche Pflicht zum nachträglichen Einbau einer Abluftreinigungsanlage in große Schweinehaltungsanlagen unter den in Nr. 3.2. des sog. niedersächsischen Filtererlass genannten Voraussetzungen den Anforderungen des § 17 Abs. 1 und 2 BImSchG entspricht.

BImSchG § 17, § 3 Abs 6, § 48

Aktenzeichen: 12LA183/18 Paragraphen: Datum: 2019-07-08
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PDF-DokumentProzeßrecht Umweltrecht - Rechtsmittelrecht Landwirtschaft

Sächsisches OVG - VG Chemnitz
4.7.2019
6 A 49/17

Nach wiederholten fahrlässigen Verstößen gegen eine Grundanforderung an die Betriebsführung aus demselben Bereich kann ein weiterer Verstoß auch dann nach Art. 72 Abs. 1 VO (EG) Nr. 1122/2009 als vorsätzlich bewertet und geahndet werden, wenn der Betriebsinhaber nicht zuvor nach Art. 71 Abs. 5 Unterabs. 3 Satz 1 VO (EG) Nr. 1122/2009 darauf hingewiesen wurde, dass bei erneuter Feststellung desselben Verstoßes davon ausgegangen werde, dass er vorsätzlich im Sinne von Art. 72 gehandelt habe (Begründung von originärem Vorsatz).

EGV 1122/2009 Art 71, Art 72
EGV 73/2009 Art 4 Anh 2

Aktenzeichen: 6A49/17 Paragraphen: Datum: 2019-07-04
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PDF-DokumentUmweltrecht - Landwirtschaft

BVerwG - OVG Sachsen-Anhalt - VG Magdeburg
13.6.2019
7 B 23.18

FFH-Verträglichkeitsprüfung; Fehlerbehebung; Feststellung; Immissionsschutz; Vollziehbarkeit; Zeitpunkt; immissionsschutzrechtliche Genehmigung;

Anfechtung einer immissionsschutzrechtlichen Genehmigung

Es verstößt nicht gegen Unionsrecht, wenn das Gericht eine immissionsschutzrechtliche Genehmigung mangels durchgeführter FFH-Verträglichkeitsprüfung (nur) für rechtswidrig und nicht vollziehbar erklärt, um so die Nachholung der Verträglichkeitsprüfung zu ermöglichen.

RL 92/43/EWG Art. 6 Abs. 3
BNatSchG § 34
UmwRG § 4 Abs. 1b, § 7 Abs. 5

Aktenzeichen: 7B23.18 Paragraphen: Datum: 2019-06-13
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PDF-DokumentLandwirtschaft- und Ernährung Umweltrecht - Landwirtschaft

BVerwG - OVG sachsen-Anhalt - VG Halle
13.6.2019
4 C 4.18

Ackerbau; Bewirtschaftungsbeschränkung; Dauergrünland; Eingriff; Flächengleichstellungsgesetz; Fruchtfolge; Gestalt einer Grundfläche; Landwirtschaftsklausel; Nutzung einer Grundfläche; Programm zur Bewirtschaftungsbeschränkung; Stilllegung; Umbruch von Dauergrünland; Vertragsnaturschutz;

Umbruch von Dauergrünland

§ 14 Abs. 3 Nr. 1 BNatSchG begünstigt nur die Teilnahme an solchen öffentlichen Programmen zur Bewirtschaftungsbeschränkung, die vorrangig Zielen des Natur- oder Landschaftsschutzes dienen.

BauGB § 201
BNatSchG § 14, § 17 Abs. 3 und 8
FGlG a.F. § 1

Aktenzeichen: 4C4.18 Paragraphen: Datum: 2019-06-13
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PDF-DokumentBau- und Bodenrecht Umweltrecht - Landwirtschaft Immissionsschutz

OVG Berlin-Brandenburg - VG Potsdam
5.4.2019
11 N 35.15

Nachträgliche Anordnung; Geruchsimmissionen; Ferkelzuchtanlage; Schweinemast durch die LPG; besondere Situation in der vormaligen DDR; unwesentliche Änderung; altangezeigte Anlage; übergeleitete Anlage; Straßendorf; Wohnbebauung; Schicksalsgemeinschaft; relative Häufigkeit von Geruchsstunden; Immissionswert; Bildung eines Zwischenwertes; Außenbereich; Innenbereich; Dorfgebiet; Wohn-/ Mischgebiet; arithmetisches Mittel; Einzelfallbetrachtung

VwGO § 124 Abs 2, § 124a Abs 4
BImSchG § 15 Abs 1, § 17 Abs 1 S 2, § 67 Abs 2

Aktenzeichen: 11N35.15 Paragraphen: Datum: 2019-04-05
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PDF-DokumentUmweltrecht Bau- und Bodenrecht - Immissionsschutz Genehmigungsrecht Landwirtschaft Baugenehmigungsrecht

OVG Lüneburg - VG Oldenburg
26.4.2018
12 LA 83/17

Immissionsschutzrechtliche Genehmigung für zwei Hähnchenmastställe

1. Eine immissionsschutzrechtliche Genehmigung kann grundsätzlich mit der Begründung versagt werden, es seien schädliche Umwelteinwirkungen zu befürchten, weil ein Geruchswert von 25 % der Jahresstunden an einem benachbarten, im Außenbereich gelegenen Wohnhaus erstmals überschritten werde.

2. Auch eine landwirtschaftliche Prägung eines Gebietes und der Umstand, dass von dem Nachbargrundstück in der Vergangenheit selbst landwirtschaftliche Geruchsimmissionen ausgegangen sind, rechtfertigen es für sich genommen nicht, das Schutzniveau für das Nachbargrundstück (noch) weiter gehend herabzusetzen. Eine höhere Geruchsbelastung kann jedoch ggf. (weiterhin) zumutbar sein, sofern schon die konkrete Vorbelastung über dem o. g. Jahresstundenswert liegt.

Aktenzeichen: 12LA83/17 Paragraphen: Datum: 2018-04-26
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PDF-DokumentUmweltrecht - Landwirtschaft Sonstiges

OVG Berlin-Brandenburg - VG Potsdam
11.1.2017
11 S 89.16

Erweiterung einer Ferkelzuchtanlage; Ablehnung der immissionsschutzrechtlichen Änderungsgenehmigung; erfolgloser Widerspruch; Klage anhängig; Antrag auf Anordnung der aufschiebenden Wirkung der Klage gegen Widerspruchsgebühr; keine Inzidentprüfung der Rechtmäßigkeit der Sachentscheidung

Wird die Anordnung der aufschiebenden Wirkung der Klage gegen die Festsetzung der Widerspruchsgebühr begehrt, ist eine Inzidentprüfung der Rechtmäßigkeit der Zurückweisung des Widerspruchs (Sachentscheidung) nur dann geboten, wenn anderenfalls effektiver Rechtsschutz nicht zu erlangen ist.

GG Art 19 Abs 4
VwGO § 80 Abs 2 S 1 Nr 1, § 80 Abs 4 S 3, § 80 Abs 5, § 162 Abs 1

Aktenzeichen: 11S89.16 Paragraphen: Datum: 2017-01-11
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PDF-DokumentBau- und Bodenrecht Umweltrecht - Landwirtschaft Baugenehmigungsrecht Nachbar/Nachbarrecht Immisionsschutz

OVG Lüneburg - VG Hannover
27.4.2016
12 LA 22/15

Immissionsschutzrechtliche Genehmigung für Legehennenstall (Nachbarklage) - PKH für einen beabsichtigten Antrag auf Zulassung der Berufung

Zu der Vereinbarkeit von § 3c Satz 1 und 2 UVPG i.V.m. Nr. 7.1.3 der Anlage 1 (standortbezogene Vorprüfung des Einzelfalls im Fall der Errichtung und des Betriebs einer Anlage zur Intensivtierhaltung von Hennen mit 15.000 bis weniger als 40.000 Plätzen) mit der UVP Richtlinie.

UVPG § 3c S 2, § 3c S 1, Anl 1 Nr 7.1.3
VwGO § 124 Abs 2 Nr 5, § 124 Abs 2 Nr 1, § 166

Aktenzeichen: 12LA22/15 Paragraphen: Datum: 2016-04-27
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PDF-DokumentUmweltrecht - Landwirtschaft

BVerwG - VG Oldenburg
23.7.2015
7 C 10.13

Geflügelmastanlage; Hähnchenmast; Abluftbehandlung; Bioaerosole; immissionsschutzrechtliche Genehmigung; schädliche Umwelteinwirkungen; Nachbarschaft; Zusatzbelastung; Vorsorge; Gefahrenverdacht; Stand der Technik; praktische Eignung; wirtschaftliche Eignung; Emissionsminderung; Abstand; Verhältnismäßigkeit; Risikopotential.

Geflügelmastanlage - Vorsorge gegen Bioaerosol-Belastung der Nachbarschaft Eine Maßnahme zur Emissionsbegrenzung kann auch dann eine erforderliche und wirtschaftlich zumutbare Vorsorgemaßnahme sein, wenn sie zur Emissoinsminderung praktisch geeignet ist, aber aus wirtschaftlichen Gründen noch nicht dem Stand der Technik entspricht.

BImSchG § 3 Abs. 6 Satz 1 und 2, § 5 Abs. 1 Nr. 2, § 6 Abs. 1 Nr. 1
TA Luft 2002 Nr. 5.4.7.1
RL 2010/75/EU Art. 3 Nr. 10, Art. 11 Buchst. a) und b)

Aktenzeichen: 7C10.13 Paragraphen: Datum: 2015-07-23
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PDF-DokumentBau- und Bodenrecht Umweltrecht - Baugenehmigungsrecht Landwirtschaft Immissionsschutz

OVG Lüneburg - VG Stade
9.6.2015
1 LC 25/14

Neubau eines Maststalls; Überschreitung der Immissionsrichtwerte für Gerüche

1. Sind in einem Dorfgebiet die Immissionsrichtwerte der Geruchsimmissionsrichtlinie (GIRL) bereits überschritten, kann eine Genehmigung zum Bau eines weiteren, zur Immissionsbelastung in relevanter Weise beitragenden Maststalls auch dann nicht erteilt werden, wenn dadurch die Immissionsbelastung - etwa aufgrund von Immissionsminderungsmaßnahmen an vorhandenen Ställen - insgesamt gleich bleibt oder abnimmt, aber weiterhin oberhalb der Richtwerte liegt.

2. Die landwirtschaftliche Betriebe und zugeordnete Wohnnutzungen auch nach Aufgabe der Landwirtschaft treffende Pflicht, bei fortbestehender landwirtschaftlicher Prägung des Gebiets Geruchsbelästigungen in einem über die Richtwerte der GIRL hinausgehenden Umfang hinzunehmen, gilt nur im Außenbereich (vgl. Senat, Urt. v. 26.11.2014 - 1 LB 164/13 -, juris Rn. 37 39 = BauR 2015, 464). Auf Dorfgebiete, die gemäß § 5 BauNVO auch dem allgemeinen Wohnen dienen, findet der vorstehende Grundsatz keine Anwendung.

BauNVO § 5 Abs 1
GIRL Nr 3.1, Nr 3.3

Aktenzeichen: 1LC25/14 Paragraphen: Datum: 2015-06-09
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PDF-DokumentUmweltrecht - Landwirtschaft Immissionsschutz

BVerwG - Hessischer VGH - VG Gießen
20.11.2014
7 B 27/14

Immissionsschutz; Ersetzung des gemeindlichen Einvernehmens zu Errichtung und Betrieb einer Schweinemastanlage

Zur Frage, ob Luftverunreinigungen durch Bioaerosole in der Umgebung einer Schweinemastanlage eine Gefahr im Sinne des § 5 Abs. 1 Nr. 1 BImSchG darstellen.

BauNVO § 5
BauGB § 34 Abs 1, § 34 Abs 2, § 35 Abs 3 S 1
BImSchG § 3 Abs

Aktenzeichen: 7B27/14 Paragraphen: Datum: 2014-11-20
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PDF-DokumentUmweltrecht - Immissionsschutz Genehmigungsrecht Landwirtschaft

OVG Lüneburg - VG Osnabrück
18.9.2014
12 LA 15/14

Untätigkeitsklage einer Umweltvereinigung gegen immissionsschutzrechtliche Änderungsgenehmigung für Tierhaltungsanlage

1. Gibt die Genehmigungsbehörde dem Antragsteller nach Erteilung der immissionsschutzrechtlichen Genehmigung auf, ein weiteres Gutachten zu den Voraussetzungen der Genehmigungsfähigkeit des zur Prüfung gestellten Vorhabens beizubringen, und weigert sie sich, bis zur Vorlage dieses Gutachtens über den Widerspruch einer Umweltvereinigung gegen die Genehmigung zu entscheiden, so liegt ein zureichender Grund im Sinne des § 75 Satz 3 VwGO, der das Verwaltungsgericht zur Aussetzung des Verfahrens verpflichten würde, nicht vor.

2. Zu den Voraussetzungen, unter denen die Irrelevanz von Stickstoff-Zusatzdepositionen anhand von Critical Loads ohne Durchführung einer FFH-Verträglichkeitsprüfung angenommen werden kann.

BImSchV 9 § 4a, § 4 Abs 1 S 1
BImSchG § 10 Abs 1, § 16
BNatSchG § 34
VwGO § 75

Aktenzeichen: 12 LA 15/14 Paragraphen: Datum: 2014-09-18
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PDF-DokumentUmweltrecht - Immissionsschutz Genehmigungsrecht Landwirtschaft

BVerwG - OVG Sachsen-Anhalt - VG Halle
22.5.2014
7 B 3.14

Kompostierungsanlage; geschlossene Anlage; offene Anlage; Inputstoffe; Einhausung; Hauptrotte; Klärschlamm; Geruchsimmission; Geruchsemission; Geruchsimmissions-Richtlinie (GIRL); Atypik; Vorsorge; Verhältnismäßigkeit.

Eine atypische, von Nr. 5.4.8.5 Abs. 2 Buchst. c Satz 3 TA Luft nicht erfasste Fallgestaltung kann nicht schon dann bejaht werden, wenn die von der Kompostierungsanlage ausgehende Geruchszusatzbelastung als irrelevant im Sinne der Geruchsimmissions-Richtlinie (GIRL) anzusehen ist; die Anlage muss auch unter Berücksichtigung der Geruchsemissionen atypisch sein.

BImSchG § 5 Abs. 1 Satz 1 Nr. 1 und 2; § 17 Abs. 1 Satz 1, Abs. 2; § 48 Abs. 1 Satz 1 Nr. 4
TA Luft 2002 Nr. 5.4.8.5; Nr. 6.2.1; Nr. 6.2.3.3

Aktenzeichen: 7B3.14 Paragraphen: BImSchG§5 BImSchG§17 BImSchG§48 Datum: 2014-05-22
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PDF-DokumentUmweltrecht - Landwirtschaft Genehmigungsrecht

OVG Lüneburg
25.4.2013
12 ME 41/13

Stilllegung einer Biogasanlage - Beschwerde im Verfahren des vorl. Rechtsschutzes -

Liegen - wie hier nach dem Widerruf der für den Betrieb einer Biogasanlage erteilten Genehmigung - die Voraussetzungen für eine Stilllegung der Anlage vor, soll die Behörde diese anordnen, wenn nicht ein atypischer Fall vorliegt. Ein atypischer Fall kann anzunehmen sein, wenn die (erneute) Genehmigungsfähigkeit der Anlage offensichtlich ist (im vorliegenden Einzelfall, in dem ein Landwirt die ursprünglich ihm gegenüber genehmigte Anlage zurückerworben hat, im Hinblick auf die gebotene behördliche Prüfung, ob sich seit Genehmigungserteilung die Modalitäten des landwirtschaftlichen Betriebs verändert haben, verneint).

BauGB § 35 Abs 1 Nr 6
BImSchG § 20 Abs 2 S 1, § 21
VwGO § 173
ZPO § 265

Aktenzeichen: 12ME41/13 Paragraphen: BauGB§35 BImSchG§20 BImSchG§21 Datum: 2013-04-25
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PDF-DokumentUmweltrecht - Baugenehmigungsrecht Sonstiges Immissionsschutz Landwirtschaft

OVG NRW - VG Düsseldorf
21.9.2012
8 B 762/11

1. Die nordrhein-westfälische Geruchsimmissions-Richtlinie (GIRL) kann bei der tatrichterlichen Bewertung der Erheblichkeit von Geruchsbelastungen als Orientierungshilfe herangezogen werden.

2. Zur Ermittlung der zu erwartenden Geruchshäufigkeit bedarf es grundsätzlich einer "auf der sicheren Seite" liegenden Prognose, bei der aus der Vor- und der Zusatzbelastung im Wege einer Ausbreitungsrechnung die voraussichtliche Gesamtbelastung ermittelt wird.

3. Nach den Auslegungshinweisen zu Nr. 3.1 der GIRL ist es im Außenbereich nur unter Prüfung der speziellen Randbedingungen des Einzelfalls - und nicht etwa ohne Weiteres möglich, bei der Geruchsbeurteilung einen Immissionswert von bis zu 0,25 für landwirtschaftliche Gerüche heranzuziehen.

4. Es bleibt offen, ob die von einer gewerblichen Tierhaltung i. S. d. § 35 Abs. 1 Nr. 4 BauGB ausgehenden Gerüche wie "landwirtschaftliche Gerüche" im Sinne der Auslegungshinweise zu Nr. 3.1 der GIRL zu bewerten sind.

BImSchG § 5 Abs 1 S 1 Nr 1
BauGB § 35 Abs 1 Nr 4

Aktenzeichen: 8B762/11 Paragraphen: BImSchG§5 BauGB§35 Datum: 2012-09-21
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PDF-DokumentBau- und Bodenrecht Umweltrecht - Baugenehmigungsrecht Landwirtschaft Immissionsschutz

Bayerischer VGH - VG Ansbach
17.4.2012
14 ZB 11.1730

1. Keine schädlichen Umwelteinwirkungen bei geplantem Schweinestall im Außenbereich (65-Punkte-Stall; 218 GV) und einem Abstand zur nächsten Wohnbebauung im Außenbereich (privilegierter landwirtschaftlicher Betrieb) von 330 Metern.

2. Folgen, wenn Nachbargrundstück in der Hauptwindrichtung zum genehmigten Vorhaben steht, bereits in der VDI-Richtlinie 3471 (Schweine) hinreichend berücksichtigt.

3. Geruchsimmissions-Richtlinie (GIRL) wird für Fälle der vorliegenden Art von der VDI-Richtlinie 3471 (Schweine) verdrängt.

4. Geruchsimmissions-Richtlinie (GIRL) auch nicht als Orientierungshilfe anwendbar.

VwGO § 124 Abs 2 Nr 1, § 124 Abs 2 Nr 2
BauGB § 34 Abs 1, § 35 Abs 1, § 35 Abs 3 S 1 Nr 3

Aktenzeichen: 14ZB11.1730 Paragraphen: BauGB§34 BauGB§35 Datum: 2012-04-17
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PDF-DokumentUmweltrecht - Immissionsschutz Sonstiges Landwirtschaft

OVG Lüneburg - VG Osnabrück
9.8.2011
12 LA 55/10

Bioaerosole, Endotoxin, Geruch, Keime, Tierhaltung, Vorsorge

Nachbarklage gegen immissionsschutzrechtliche Genehmigung zur Sauenhaltung

Zur Gesundheitsbelastung durch luftgetragene Schadstoffe aus Tierhaltungsanlagen

BimSchG §§ 3 I, 5, 6

Aktenzeichen: 12LA55/10 Paragraphen: BImSchG§3 BImSchG§6 BImSchG§5 Datum: 2011-08-09
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PDF-DokumentUmweltrecht - Immissionsschutz Sonstiges Landwirtschaft

VG Schleswig
4.4.2011
6 A 60/10

Geruchszusatzbelastung durch Biogasanlagen

Bei der Einzelfallbeurteilung von Geruchsbelastungen oberhalb einer Häufigkeit von 0,15 sind nach GIRL die grundlegenden Unterschiede zwischen Tierhaltungen und Biogasanlagen zu berücksichtigen. Das Gebot der Rücksichtnahme beschränkt sich nicht auf die Vermeidung erheblicher Belästigungen.

BauGB § 35 Abs 3
BImSchG § 5 Abs 1 Nr 1

Aktenzeichen: 6A60/10 Paragraphen: BauGB§35 BImSchG§5 Datum: 2011-04-04
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PDF-DokumentUmweltrecht - Immissionsschutz Sonstiges Landwirtschaft

OVG Lüneburg - VG Oldenburg
27.1.2011
12 LA 68/09

Bagatellmassenstrom; Geruchsimmissions-Richtlinie; GIRL; Hähnchenmast; Sonderbeurteilung; Staub; Tierhaltung; Tierhaltungsanlagen, benachbarte

Sonderbeurteilung der Geruchsimmissionssituation bei benachbarten Tierhaltungsanlagen

Aktenzeichen: 12LA68/09 Paragraphen: Datum: 2011-01-27
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PDF-DokumentBau- und Bodenrecht Umweltrecht - Baugenehmigungsrecht Landwirtschaft Lärmschutz Immissionsschutz

BVerwG - OVG Rheinland-Pfalz - VG Koblenz
29.12.2010
7 B 6.10

Biogasanlage; Schweinemast; Genehmigung; genehmigungsbedürftige Anlage; gemeinsame Anlage; Kernbestand; Anlagenkern; Anlagenteil; Betriebszweck; Nebenanlage; Nebeneinrichtung; dienende Funktion; förmliches Verfahren; vereinfachtes Verfahren; Außenbereich; Geruchsimmissionen; Lärmimmissionen; Mittelwert.;

1. Die Regelungen in § 1 Abs. 2 Nr. 1 und Nr. 2 der 4. BImSchV haben, wie aus dem Umkehrschluss von § 1 Abs. 4 der 4. BImSchV folgt, nur für solche Anlagenteile oder Nebeneinrichtungen Bedeutung, die nicht schon von sich aus nach dem Bundes-Immissionsschutzgesetz genehmigungsbedürftig sind. Für die übrigen Anlagen enthält § 1 Abs. 4 der 4. BImSchV einen klarstellenden Hinweis.

2. Eine Biogasanlage nach Nr. 8.6 b) Spalte 2 des Anhangs zur 4. BImSchV und eine Tierhaltungsanlage nach Nr. 7.1 g) Spalte 1 des Anhangs zur 4. BImSchV sind keine gemeinsame Anlage im Sinne von § 1 Abs. 3 der 4. BImSchV.

3. Die Frage, ob eine dem Privilegierungstatbestand nach § 35 Abs. 1 Nr. 6 BauGB unterfallende Biogasanlage Teil oder Nebeneinrichtung einer immissionsschutzrechtlich genehmigungsbedürftigen Tierhaltungsanlage ist, ist - auch wenn dies in der Regel der Fall sein wird - grundsätzlich anhand der jeweiligen Einzelfallumstände zu beurteilen.

4. Für die anhand der Einzelfallumstände vorzunehmende Beurteilung, ob eine Biogasanlage den Charakter einer Nebeneinrichtung hat, kommt es u.a. darauf an, ob und inwieweit die Biogasanlage dem Betreiber zur Verwertung seiner tierischen Nebenprodukte dient, ob und inwieweit der Betreiber die durch die Produktion des Biogases erzeugte Energie in seinem Betrieb nutzt, welche Größe die jeweiligen Einrichtungen haben, welches Verhältnis der Eigenanteil an der Gesamteinsatzmenge oder der eigen genutzten Energie hat oder wie die Gärrückstände verwertet werden.

5. Die Begründung für die Ablehnung von Beweisanträgen muss zur Ermöglichung der Verfahrenskontrolle durch das Revisionsgericht aktenkundig sein. Soweit dies nicht durch Aufnahme in die Sitzungsniederschrift geschieht, muss das Gericht seine Begründung für die Zurückweisung der Beweisanträge in den Entscheidungsgründen darlegen. Unterbleibt dies, liegt darin ein Verstoß gegen die Begründungspflicht nach § 108 Abs. 1 Satz 2 VwGO (im Anschluss an den Beschluss vom 10. Juni 2003 - BVerwG 8 B 32.03 - Buchholz 310 § 86 Abs. 2 VwGO Nr. 57 = juris Rn. 7).

BImSchG §§ 4, 10, 19
4. BImSchV § 1 Abs. 2 Nr. 1, Nr. 2, § 1 Abs. 3, 4, § 2 Abs. 1 Nr. 1b
BauGB § 35 Abs. 1 Nr. 6

Aktenzeichen: 7B6.10 Paragraphen: Datum: 2010-12-29
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PDF-DokumentUmweltrecht - Immissionsschutz Landwirtschaft

OLG Celle - LG Lüneburg
26.11.2008
4 U 91/08

1. Zum Unterlassungsanspruch eines Landwirts gegen Geruchsimmissionen eines benachbarten landwirtschaftlichen Betriebes.

2. Die Geruchsimmissionsrichtlinie (GIRL) des Länderausschusses für Immissionsschutz (LAI) ist in Niedersachsen als Orientierungs- und Entscheidungshilfe zur Beurteilung der Wesentlichkeitsschwelle des § 906 BGB anwendbar.

3. Im Rahmen der erforderlichen Gesamtwürdigung von Geruchsbelästigungen ist es im Einzelfall geboten, über den Vergleich der auf der Grundlage der Geruchshäufigkeit objektiv berechneten Messwerte der GIRL hinaus Feststellungen zur subjektiv empfundenen Geruchsqualität und Geruchsintensität zu treffen.

Aktenzeichen: 4U91/08 Paragraphen: Datum: 2008-11-26
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PDF-DokumentUmweltrecht - Immissionsschutz Landwirtschaft

OVG Lüneburg - VG Oldenburg
13.12.2007
12 ME 298/07

Betriebseinstellung, Entenhaltung, Hähnchenmast, Nutzungsänderung, Nutzungsuntersagung, Stilllegung

Untersagung der nicht genehmigten Fortführung eines Tierhaltungsbetriebes; hier Aufgabe der (baurechtlich genehmigten) Hähnchenmast und Aufnahme der Entenhaltung

BImSchG § 18 I Nr 2
BImSchG § 20 II
BImSchG § 67 II

Aktenzeichen: 12ME298/07 Paragraphen: BImSchG§18 BImSchG§20 BImSchG§67 Datum: 2007-12-13
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PDF-DokumentUmweltrecht - Immissionsschutz Landwirtschaft

Hessischer VGH
12.11.2007
4 N 3204/05

Bebauungsplan; fehlende Abwägungsrelevanz; Geruchsimmissionen; Hobbytierhaltung; Konflikt zwischen landwirtschaftlicher Tierhaltung (Schweine und Rinder) und heranrückender Wohnbebauung; Landschaftsplan; Normenkontrolle; VDI-Richtlinie 3474

Heranrückende Wohnbebauung an landwirtschaftlichen Betrieb (Schweinemast und Rinderhaltung)

Zur Ermittlung und Bewertung von Geruchsimmissionen nach den VDI-Richtlinien 3471 bis 3474 (und den Modellen EMIAK und BAGEG).

BauGB a.F. § 1 Abs. 5 S. 2 Nr. 2
BauGB a.F. § 8 Abs. 2
BNatSchG § 16 Abs. 2 S. 2
HENatG § 11 Abs. 5
HENatG a.F. § 3 Abs. 4

Aktenzeichen: 4N3204/05 Paragraphen: BauGB§1 BauGB§8 BNatSchG§16 HENatG§11 HENatG§3 Datum: 2007-11-12
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PDF-DokumentUmweltrecht - Immissionsschutz Landwirtschaft

OVG NRW - VG Minden
03.09.2007
8 A 2264/05

Nach den der Geruchsimmissionsrichtlinie (GIRL) und der VDI-Richtlinie 3940 zugrunde liegenden wissenschaftlichen Erkenntnissen begegnet es keinen Bedenken, wenn die Immissionsschutzbehörde einem Anlagenbetreiber zur Überprüfung der Einhaltung eines Geruchsimmissionsgrenzwertes lediglich die Wahlmöglichkeit zwischen einer halbjährigen Überprüfung mit 52 Stichproben und einer ganzjährigen Überprüfung mit 104 Stichproben einräumt; ihm ist nicht darüber hinaus auch die Möglichkeit zuzugestehen, eine ganzjährige Überprüfung mit 52 Stichproben vornehmen zu können.

BImSchG § 12
BImSchG § 26

Aktenzeichen: 8A2264/05 Paragraphen: BImSchG§12 BImSchG§26 Datum: 2007-09-03
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PDF-DokumentUmweltrecht - Immissionsschutz Landwirtschaft

OVG Lüneburg - VG Braunschweig
03.08.2007
12 LA 60/07

Ermittlungsanordnung, Geruchsimmission, GIRL, Schweinemastanlage, VDI-Richtlinie 3471

Ermittlung von Geruchsimmissionen nach §§ 24, 26 BImSchG

Zu den Voraussetzungen für eine Ermittlungsanordnung nach §§ 24, 26 BImSchG.

BImSchG § 24
BImSchG § 26
BImSchG § 30

Aktenzeichen: 12LA60/07 Paragraphen: BImSchG§24 BImSchG§26 BImSchG§30 Datum: 2007-08-03
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PDF-DokumentUmweltrecht Bau- und Bodenrecht - Landwirtschaft Immissionsschutz Dorfgebiet

Bayerischer VGH - VG Regensburg
27.11.2006
15 BV 06.422

Schweinemast, landwirtschaftlicher Betrieb (eigene Futtergrundlage), Grenzlage faktisches Dorfgebiet/allgemeines Wohngebiet (Mittelwertbildung), zur Problematik der GIRL bei der Beurteilung von Geruchsimmissionen aus landwirtschaftlicher Tierhaltung, Emissionsschwerpunkt, Vorbelastung

Zur Problematik der Geruchsimmissions-Richtlinie (GIRL) bei der Beurteilung von Geruchsimmissionen aus landwirtschaftlicher Tierhaltung (hier: Schweinemast) in einem Dorfgebiet.

BauGB § 34
BauGB § 35 Abs. 1 Nr. 1
BauGB § 35 Abs. 3 Satz 1 Nr. 3
BauNVO § 5 Abs. 2 Nr. 1
BauNVO § 15 Abs. 1 Satz 2
BImSchG § 3 Abs. 1
BImSchG § 19
BImSchG § 22 Abs. 1 Satz 1 Nr. 1
VDI-Richtlinie 3471
Geruchsimmissions-Richtlinie (GIRL)

Aktenzeichen: 15BV06.422 Paragraphen: BauGB§34 BauGB§35 BauNVO§5 BauNVO§15 BImSchG§3 BImSchG§19 BImSchG§22 GIRL Datum: 2006-11-27
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PDF-DokumentUmweltrecht - Immissionsschutz Landwirtschaft Genehmigungsrecht

OVG Schleswig-Holstein - VG Schleswig
08.08.2006
1 MB 18/06

Anlagenbetrieb, Außenbereich, Betrieb, Betriebseinheit, Betriebsfläche, Biogas, Biogasanlage, Biomasse, elektrische Leistung, funktioneller Zusammenhang, Generator, Hofstelle, installierte Leistung, Kooperation, Landwirt, Landwirtschaft, Lohnunternehmen, Motor, Nachhaltigkeit, Nebenerwerb, Pachtfläche, Privilegierung, räumlicher Zusammenhang, Stromerzeugung, Vollerwerb, Vorhabenträger

Zulässigkeit einer Biogasanlage eines Landwirts

1. Hat das Verwaltungsgericht den Antrag auf Anordnung der aufschiebenden Wirkung eines Widerspruchs abgelehnt, kommt einer dagegen gerichteten Beschwerde keine aufschiebende Wirkung zu. Der Verwaltungsakt bleibt deshalb auch im Beschwerdeverfahren sofort vollziehbar, es sei denn, es ergeht eine anderslautende Entscheidung im Wege des § 149 Abs. 1 Satz 2 VwGO.

2. Durch § 36 Abs. 1 BauGB wird die gemeindliche Planungshoheit geschützt, nicht aber die Möglichkeit zu "stellvertretendem Nachbarschutz" eröffnet.

3. Biogasanlagen im Außenbereich sind nicht mehr - wie bis 2004 - nur als unselbständige Nebenanlagen eines landwirtschaftlichen Betriebes zulässig, sondern auch dann, wenn sie im funktionalen Zusammenhang mit einem landwirtschaftlichen Betrieb stehen und eine Kooperation mehrerer landwirtschaftlicher Betriebe unterstützen.

4. Ein Betrieb der Tierproduktion, der im Vollerwerb auf Dauer genügend Eigen- und Pachtflächen bewirtschaftet, ist als landwirtschaftlicher Betrieb anzuerkennen. Die Nachhaltigkeit einer landwirtschaftlichen Nutzung kann insbesondere bei Nebenerwerbsbetrieben Zweifeln unterliegen, wenn sie überwiegend auf Pachtflächen erfolgt oder wenn - im Einzelfall - nur kurzzeitige oder (häufig) wechselnde Pachtungen erfolgen oder die Pachtflächen so weit vom Betrieb entfernt sind, dass eine nachhaltige Zuordnung zu der jeweiligen Betriebseinheit nicht mehr festzustellen ist.

5. Sofern die verwertete Biomasse zu einem erheblichen Teil aus den bewirtschafteten eigenen Betriebsflächen oder den Flächen von Kooperationsbetrieben stammt, wird eine Biogasanlage "im Rahmen" eines landwirtschaftlichen Betriebes genutzt.

6. Eine Biogasanlage muss im Einzelfall eine objektiv erkennbare Zuordnung zur Hofstelle des Betreibers aufweisen. Auch unter Beachtung des Gebots einer größtmöglichen Schonung des Außenbereichs ist im Hinblick auf mögliche Immissionen der Biogasanlage ein größerer Abstand zur bewohnten Hofstelle sachgerecht.

7. Eine Biogasanlage ist zulässig, wenn die zu verarbeitende Biomasse überwiegend aus dem Betrieb des Vorhabenträgers bzw. aus diesem und aus nahe gelegenen Betrieben stammt. Je (flächen-)größer die Betriebe und je weiter sie auseinander liegen, desto größer darf - dem gesetzgeberischen Ziel einer Kooperation mehrerer landwirtschaftlicher Betriebe folgend - auch der im Rahmen des § 35 Abs. 1 Nr. 6 BauGB anzuerkennende Belieferungsradius der Biogasanlage gezogen werden.

8. Die Begrenzung der installierten elektrischen Leistung von 0,5 MW wird auch dann eingehalten, wenn neben einem (Haupt-) Generator eine weiterer Motor installiert ist, der nur bei Ausfall des Hauptmotors eingesetzt werden darf.

BauGB §§ 201, 35, 36 Abs. 1
BImSchG §§ 13, 20, 4, 6 Abs. 1

Aktenzeichen: 1MB18/06 Paragraphen: BauGB§201 BauGB§35 BauGB§36 BImSchG§13 BImSchG§20 BIMschG§4 BImSchG§6 Datum: 2006-08-08
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PDF-DokumentBau- und Bodenrecht Umweltrecht - Außenbereich Immissionsschutz Landwirtschaft

VG Stuttgart
04.07.2006
6 K 4027/05

Schweinestall im Außenbereich, Anwendbarkeit der VDI-Richtlinie 3471 auf ein einzelnen Gewerbebetrieb im Außenbereich

Für einzelne Gewerbebetriebe im Außenbereich enthält die VDI-Richtlinie 3471 keine Regelung. Insoweit verbietet sich eine einfache Übertragung des sich nach der VDI- Richtlinie ergebenden Wertes auf einen Gewerbebetrieb im Außenbereich.

Bereits bei festgesetzten Gewerbegebieten geht die Richtlinie nicht von einer Halbierung der notwendigen Abstände aus, sondern hält allgemein eine Sonderbeurteilung unter Berücksichtigung der einzelbetrieblichen Standortverhältnisse, besonderen atmosphärischen Bedingungen, speziellen Einbindung in die Bebauungs- und Nutzungssituation gemäß Abschnitt 2.1. für erforderlich.

Bei einem einzelnen Gewerbebetrieb erscheint es sachgerecht, die sich für Gewerbegebiete aus der Sonderbeurteilung ergebenden Abstände weiter zu verringern. Insoweit vermag die VDI-Richtlinie 3471 allenfalls einen groben Anhalt für die Zulässigkeit oder Unzulässigkeit eines Schweinestalles neben einem Gewerbebetrieb im Außenbereich geben Maßgebliche Immissionsorte sind nach der VDI- Richtlinie 3471 das Innere eines Wohngebäudes und schutzwürdige Außenwohnbereiche, wie etwa Terrassen, Grün- und Freiflächen. Insoweit ist auch bei entsprechender Anwendung auf ein gewerblich genutztes Grundstück im Wesentlichen auf die Bereiche abzustellen, die der Wohnnutzung zumindest nahe kommen.

BauGB § 35
BiSchG § 3
VDI-Richtlinie 3471
Entwurf der VDI-Richtlinie 3474

Aktenzeichen: 6K4027/05 Paragraphen: BauGB§35 BimSchG§3 VDI-Richtlinie 3471 Datum: 2006-07-04
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PDF-DokumentUmweltrecht - Immissionsschutz Landwirtschaft

VGH Baden-Württemberg - VG Freiburg
03.05.2006
3 S 771/06

Biogasanlage, Außenbereich, Rinderhaltung, Dorfgebietstypische Emissionen, Geruch, Mist, Gülle, Wohnbebauung, Rücksichtnahmegebot, Geminderte Schutzwürdigkeit

Gerüche, die von einer ausschließlich mit Festmist bzw. Gülle aus Rinderhaltung sowie nachwachsenden Rohstoffen betriebenen, im Außenbereich liegenden Biogasanlage ausgehen, stellen dorfgebietstypische Emissionen dar, denn es handelt sich um Gerüche, die ihrer Art nach auch schon bei der landwirtschaftlichen Nutzung selbst (hier: bei Rinderhaltung) erzeugt werden. Bei der Bewertung dieser Gerüche im Rahmen des Rücksichtnahmegebots (hier: Verhältnis zu Wohnbebauung im Dorfgebiet) kommt es nicht darauf an, ob es sich bei der Biogasanlage rechtlich um einen landwirtschaftlichen Betrieb im Sinne des § 5 Abs. 2 Nr. 1 BauNVO i.V.m. § 201 BauGB handelt.

BauGB §§ 25, 201
BauNVO § 5

Aktenzeichen: 3S771/06 Paragraphen: BauGB§25 BauGB§201 BauNVO§5 Datum: 2006-05-03
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PDF-DokumentBau- und Bodenrecht Umweltrecht - Baugenehmigungsrecht Immissionsschutz Landwirtschaft

VG Darmstadt
14.02.2006
9 G 1301/05

1. Die VDI-Richtlinie 3471 bildet eine brauchbare Orientierungs- und Entscheidungshilfe für die Beurteilung der Zumutbarkeit von Geruchsimmissionen aus der Schweinehaltung.

2. Bleibt bei summarischer Prüfung der Sachlage offen, ob von einer Schweinehaltung für den Nachbarn nicht mehr hinzunehmende Geruchsbelästigungen ausgehen werden, setzt sich das private Interesse des Bauherrn an der Verwirklichung des Vorhabens gegenüber dem Abwehrinteresse des Nachbarn durch, wenn die Immissionen auch durch eine mögliche Nachrüstung des Betriebs noch gemindert werden können.

3. Ein Antrag auf Erlass eines Baustops wegen behauptetem Nachbarrechtsverstoß einer Baugenehmigung ist unzulässig, wenn nicht zuvor die aufschiebende Wirkung des Rechtsmittels gegen die Baugenehmigung angeordnet worden ist.

BauGB § 35 Abs 1

Aktenzeichen: 9G1301/05 Paragraphen: BauGB§35 Datum: 2006-02-14
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PDF-DokumentUmweltrecht - Landwirtschaft Immissionsschutz

OVG NRW
15.12.2005
10 B 1668/05.NE

Ist in einem Bebauungsplanverfahren die prognostische Abschätzung der zu erwartenden Immissionen durch vorhandene landwirtschaftliche Betriebe oder gewerbliche Mastbetriebe erforderlich, ist bei der Immissionsberechnung der durch die Baugenehmigung oder immissionsschutzrechtliche Genehmigung legalisierte (Tier)Bestand zu Grunde zu legen.

BauGB §§ 1, 34
BauO NRW 1970 § 89
BauO NRW § 65 Abs. 1 Nr. 8
BauO NRW § 67 Abs. 1 S. 1
BImSchG § 3 Abs. 1
BImSchG § 17 Abs. 1
BImSchG § 24 S. 1

Aktenzeichen: 10B1668/05 Paragraphen: BauGB§1 BauGB§34 BauONRW§89 BauONRW§65 BauONRW§67 BImSchG§3 BImSchG§17 BImSchG§24 Datum: 2005-12-15
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PDF-DokumentUmweltrecht - Immissionsschutz Landwirtschaft

Hessischer VGH - VG Kassel
08.12.2005
4 UE 1207/05

Außenbereichsinsel, Gemengelage, Geruchsimmissionen, Mittelwertbildung, Normabstand, Rinderhaltung, Vdi-Richtlinie 3474, Zwischenwert Rinderstall in Gemengelage

1. Die als Entwurf herausgegebene VDI-Richtlinie 3474 aus dem Jahr 2001 stellt nach wie vor speziell für die Bewertung der Zumutbarkeit der von einer Rinderhaltung herrührender Geruchsimmissionen eine brauchbare Orientierungshilfe dar.

2. Einzelfall einer wegen einer Gemengelage zwischen landwirtschaftlicher Nutzung und angrenzender Wohnnutzung nach dem Gebot der gegenseitigen Rücksichtnahme vorzunehmenden Zwischenwertbildung in Bezug auf die von der Rinderhaltung zu wahrenden Norm- bzw. Mindestabstände.

BImSchG § 3
BauGB § 35
BauGB § 35 Abs. 1 Nr. 1
BauGB § 35 Abs. 3 Nr. 3

Aktenzeichen: 4UE1207/05 Paragraphen: BImSchG§3 BauGB§35 Datum: 2005-12-08
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PDF-DokumentUmweltrecht Bau- und Bodenrecht - Immissionsschutz Landwirtschaft Baugenehmigungsrecht

BVerwG - OVG Sachsen-Anhalt - VG Magdeburg
25.08.2005
7 C 25.04

Schweinemastanlage; Genehmigungsbedürftigkeit; Altanlage Anzeige; Nichtbetrieb Anlage; Wiederaufnahme Anlagenbetrieb; Erlöschen Genehmigung; Verlängerung Frist; Verwaltungsakt; Bestimmtheit; Nichtigkeit; Unverzüglichkeit Antragstellung.

1. Die Vorschrift des § 18 Abs. 1 Nr. 2 BlmSchG, nach der die Genehmigung erlischt, wenn eine Anlage während eines Zeitraums von mehr als drei Jahren nicht mehr betrieben worden ist, ist auf eine genehmigungsersetzende Anzeige gemäß § 67 a BlmSchG entsprechend anwendbar.

2. Maßgebend für den Beginn der Frist des § 18 Abs. 1 Nr. 2 BlmSchG ist der Zeitpunkt, zu dem der Betrieb tatsächlich eingestellt worden ist. Bei der Feststellung dieses Zeitpunkts kommt einer entsprechenden Erklärung des Betreibers Indizwirkung zu.

3. Eine Fristverlängerung, die zwar keinen kalendermäßig bestimmten Endzeitpunkt festlegt, deren Regelungsgehalt aber nach dem Empfängerhorizont und den Begleitumständen erkennbar ist, ist nicht wegen eines schwerwiegenden und offensichtlichen Fehlers nichtig.

BlmSchG §§ 16 Abs. 1 Satz 1, 18 Abs. 1 Nr. 2, Abs. 3; 67 a Abs. 1
VwVfG §§ 31 Abs. 1, 37 Abs. 1, 44 Abs. 1

Aktenzeichen: 7C25.04 Paragraphen: BImSchG§16 BImSchG§18 BImSchG§67a VwVfG§31 VwVfG§37 VwVfG§44 Datum: 2005-08-25
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PDF-DokumentUmweltrecht - Immissionsschutz Landwirtschaft Genehmigungsrecht

BVerwG - OVG Sachsen-Anhalt - VG Magdeburg
25.08.2005
7 C 25.04

Schweinemastanlage; Genehmigungsbedürftigkeit; Altanlage Anzeige; Nichtbetrieb Anlage; Wiederaufnahme Anlagenbetrieb; Erlöschen Genehmigung; Verlängerung Frist; Verwaltungsakt; Bestimmtheit; Nichtigkeit; Unverzüglichkeit Antragstellung

1. Die Vorschrift des § 18 Abs. 1 Nr. 2 BlmSchG, nach der die Genehmigung erlischt, wenn eine Anlage während eines Zeitraums von mehr als drei Jahren nicht mehr betrieben worden ist, ist auf eine genehmigungsersetzende Anzeige gemäß § 67 a BlmSchG entsprechend anwendbar.

2. Maßgebend für den Beginn der Frist des § 18 Abs. 1 Nr. 2 BlmSchG ist der Zeitpunkt, zu dem der Betrieb tatsächlich eingestellt worden ist. Bei der Feststellung dieses Zeitpunkts kommt einer entsprechenden Erklärung des Betreibers Indizwirkung zu.

3. Eine Fristverlängerung, die zwar keinen kalendermäßig bestimmten Endzeitpunkt festlegt, deren Regelungsgehalt aber nach dem Empfängerhorizont und den Begleitumständen erkennbar ist, ist nicht wegen eines schwerwiegenden und offensichtlichen Fehlers nichtig.

BlmSchG § 16 Abs. 1 Satz 1
BlmSchG § 18 Abs. 1 Nr. 2
BlmSchG § 67 a Abs. 1
VwVfG § 31 Abs. 1
VwVfG § 37 Abs. 1
VwVfG § 44 Abs. 1

Aktenzeichen: 7C25.04 Paragraphen: BImSchG§16 BImSchG§18 BImSchG§67a VwVfG§31 VwVfG§37 VwVfG§44 Datum: 2005-08-25
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PDF-DokumentBau- und Bodenrecht Umweltrecht - Nachbar/Nachbarrecht Immissionsschutz Landwirtschaft

Bayerischer VGH - VG Würzburg
01.07.2005
25 B 99.86

Nachbarklage, Umbau eines Viehstalls in einen Schweinemaststall, faktisches Dorfgebiet, Geruchsimmissionen, Gebot der Rücksichtnahme, VDI-Richtlinie 3471 als Orientierungshilfe, maßgeblicher Emissionspunkt (Zwangsentlüftung), maßgeblicher Immissionspunkt, Außenwohnbereich, halbierter Mindestabstand (Geruchsschwellenabstand), Unterschreitung, Sonderbeurteilung

BauGB § 34 Abs. 1
BauNVO § 5 Abs. 1
BImSchG § 3 Abs. 1
BImSchG § 22 Abs. 1
VDI-Richtlinie 3471

Aktenzeichen: 25B99.86 Paragraphen: BauGB§34 BauNVO§5 BImSchG§3 BImSchG§22 VDI-Richtlinie3471 Datum: 2005-07-01
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PDF-DokumentUmweltrecht - Immissionsschutz Genehmigungsrecht Landwirtschaft Sonstiges

VG Minden
09.05.2005 11 K 2789/04
Gruchsbelästigung durch ein Kompostwerk

1. Selbst wenn durch das Kompostwerk der Klägerin an den umliegenden Wohnhäusern Geruchswahrnehmungshäufigkeiten von bis zu 20 % der Jahresstunden entstehen würden, lägen darin keine schädlichen Umwelteinwirkungen im Sinne von § 3 Abs. 1 BImSchG. Ob Immissionen als erhebliche Belästigungen in diesem Sinne anzusehen sind, richtet sich insbesondere nach der durch die Gebietsart und die tatsächlichen Verhältnisse bestimmten Schutzwürdigkeit und Schutzbedürftigkeit, wobei wertende Elemente wie die Herkömmlichkeit, die soziale Adäquanz und die allgemeine Akzeptanz mitbestimmend sind.

2. Da für die Ermittlung und Bewertung von Geruchsbelästigungen keine konkretisierenden verbindlichen Rechtsvorschriften bestehen, können grundsätzlich (mit der gebotenen Vorsicht) Rückschlüsse aus technischen Regelwerken wie der GIRL, welche das Ministerium für Umwelt, Raumordnung und Landwirtschaft NRW durch Erlass vom 12.1.1995 zunächst probeweise zur Orientierung bei anstehenden Verwaltungsentscheidungen eingeführt hatte und die inzwischen in der ersten ergänzten Fassung vom 21.9.2004 vorliegt, auf die Erheblichkeit der Belästigung durch Geruchsimmissionen im Rahmen der Beurteilung nach § 3 Abs. 1 BImSchG gezogen werden, wobei sich eine schematische Anwendung von Grenzwerten im Hinblick auf die gebotene Einzelfallbeurteilung anhand der jeweiligen Situation verbietet. (Leitsatz der Redaktion)
BImSchG § 3
GIRL

Aktenzeichen: 11K2789/04 Paragraphen: BImSchG§3 GIRL Datum: 2005-05-30
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PDF-DokumentUmweltrecht - Immissionsschutz Landwirtschaft

VG Minden
09.05.2005 11 K 1559/04
Beeinträchtigung durch einen Mastgeflügelbetrieb

Zur Konkretisierung der Schutz- und Vorsorgepflicht ist in erster Linie auf die auch für die Gerichte verbindlichen Anforderungen der TA Luft zurückzugreifen. Als Verwaltungsvorschrift, die zur Durchführung des BImSchG auf der Grundlage des § 48 BImSchG nach Anhörung der beteiligten Kreise erlassen wurde, enthält die TA Luft grundsätzlich verbindliche Regelungen, Festlegungen und Vorgaben. Zugleich konkretisiert sie unbestimmte Rechtsbegriffe des Gesetzes durch generelle, dem gleichmäßigen und berechenbaren Gesetzesvollzug dienende Standards, die entsprechend der Art ihres Zustandekommens in hohem Maße wissenschaftlich-technischen Sachverstand und allgemeine Folgenbewertungen verkörpern. (Leitsatz der Redaktion)
BImSchG § 48
TA Luft

Aktenzeichen: 11K1559/04 Paragraphen: BImSchG§48 TALuft Datum: 2005-05-09
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PDF-DokumentBau- und Bodenrecht Umweltrecht Landwirtschaft- und Ernährung - Abstand/Grenzen Immissionsschutz Landwirtschaft

OVG Lüneburg - VG Osnabrück
4.03.2005 7 LA 275/04
Abstand, GIRL, Geflügelmaststall, Geruchsimmissions-Richtlinie, Luftwäscher, Lärmbelästigung, TA Lärm, VDI-Richtlinie 3472

Drittklage gegen immissionsschutzrechtliche Genehmigung für Hähnchenmastställe
BImSchG § 5 I 1 Nr 1

Aktenzeichen: 7LA275/04 Paragraphen: BImSchG§5 Datum: 2005-03-04
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PDF-DokumentUmweltrecht - Immissionsschutz Landwirtschaft Genehmigungsrecht

Sächsisches OVG - VG Leipzig
18.05.2004 4 B 215/04
Geflügelschlachtanlage, Schlachtkapazität, Betriebsuntersagung
Zur Frage der Auslegung einer immissionschutzrechtlichen Genehmigung
VwGO §§ 86 Abs. 1, 92 Abs. 3 Satz 2, 94
BImSchG § 20 Abs. 2
4. BImSchV Nr. 7.2 vom 24.7.1985 i.d.F. vom 26.10.1993

Aktenzeichen: 4B215/04 Paragraphen: VwGO§86 VwGO§92 VwGO§94 BImSchG§20 4.BImSchV Datum: 2004-05-18
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PDF-DokumentBau- und Bodenrecht Umweltrecht - Nachbar/Nachbarrecht Immissionschutz Landwirtschaft

VG Stade
30.01.2004 1 B 2059/03
Nachbarschutz gegen Biogasanlage als Nebeneinrichtung eines Schweinemastbetriebes
4. BImSchV § 1 III
BImSchG § 5;
GIRL

Aktenzeichen: 1B2059/03 Paragraphen: 4.BImSchV§1 BImSchG§5 GIRL Datum: 2004-01-30
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PDF-DokumentLandwirtschaft- und Ernährung Umweltrecht - Landwirtschaft Tierhaltung Immissionsschutz

OVG Lüneburg
15.1.2003 1 ME 325/02
Hähnchenmaststall in "Belastungsgebiet" Belastungsgebiet; Erschließung; Hähnchenmaststall; Intensivtierhaltung; Umwelteinwirkungen, schädliche; Viehdichte

Eine Massierung von Stallanlagen für Intensivtierhaltung kann ein Indiz für das Vorliegen städtebaulicher Missstände darstellen, es fehlen bislang allerdings ausreichende Erkenntnisse, bei welcher Viehdichte die Belastung der Umwelt eine Größenordnung erreicht, dass öffentliche Belange der Zulassung eines weiteren Stalles entgegen stehen.
4.BImSchV Anhang Nr 7.1 BauGB 35 I BauGB 35 III UVPG Anlage 1 Nr 7.12

Aktenzeichen: 1ME325/02 Paragraphen: 4.BImSchVAnhangNr.7.1 BauGB§35 Datum: 2003-01-15
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PDF-DokumentBau- und Bodenrecht Umweltrecht Landwirtschaft- und Ernährung - Baugenehmigungsrecht Nachbar/Nachbarrecht Bauordnungsrecht Landwirtschaft Immissionsschutz

OVG Lüneburg
25.7.2002 1 LB 980/01
Geruchsimmissionen; Gesundheitsgefährdung; Geruchsimmissions-Richtlinie; Intensivtierhaltung; Nachbarschutz; Vorbelastung

Zum Schutzanspruch des Nachbarn, der seine Landwirtschaft aufgegeben hat, gegenüber Geruchsimmissionen anderer landwirtschaftlicher Betriebe

1. Zur Frage, ob und inwieweit die Aufgabe der Landwirtschaft durch den Nachbarn dessen Schutzanspruch gegenüber Immissionen anderer landwirtschaftlicher Betriebe mindert.

2. Zur Anwendbarkeit der Geruchsimmissions-Richtlinie - GIRL - bei der Beurteilung von Gerüchen landwirtschaftlicher Tierhaltungsbetriebe.

3. Die Erhöhung der Wahrnehmungshäufigkeit von 30,1 % der Jahresstunden auf 30,5 % bei einer Immissionskonzentration von 1 GE/m³ führt nicht zu einer spürbaren Verschlechterung der Geruchssituation. Eine Gesundheitsgefährdung ist damit nicht verbunden.
BauGB 35 III 1 Nr. 3 GIRL

Aktenzeichen: 1LB980/01 Paragraphen: BauGB§35 GIRL Datum: 2002-07-25
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PDF-DokumentProzeßrecht Landwirtschaft- und Ernährung Umweltrecht - Rechtsmittelrecht Landwirtschaft Immissionsschutz

OVG NRW
18.3.2002 7 B 315/02
1. § 146 Abs. 4 Satz 6 VwGO i.d.F. des Gesetzes zur Bereinigung des Rechtsmittelrechts im Verwaltungsprozess vom 20.12.2001 (BGBl. I S. 3987) erschwert in Verfahren des vorläufigen Rechtsschutzes (§§ 80, 80a und 123 VwGO) für den Beschwerdeführer den Zugang zu einer Beschwerdeentscheidung insoweit, als er die erstinstanzliche Entscheidung innerhalb der Monatsfrist des § 146 Abs. 4 Satz 1 VwGO n.F. mit zutreffenden Gründen in Frage stellen muss, und das OVG bei der Prüfung, ob die erstinstanzliche Entscheidung des VGs Bedenken unterliegt, auf die Berücksichtigung dieser Gesichtspunkte beschränkt ist; insoweit enthält die Neuregelung der Sache nach Elemente, wie sie im bisherigen Zulassungsrecht enthalten waren.

2. Hat die Beschwerde die erstinstanzliche Entscheidung fristgerecht mit zutreffenden Erwägungen in Frage gestellt, verbleibt es im Übrigen für das Beschwerdegericht bei den Prüfungselementen, wie sie auch bei einer uneingeschränkten Beschwerdemöglichkeit anzuwenden wären.

3. Landwirtschaftsbezogenen Wohngebäuden, die einem praktizierenden landwirtschaftlichen Betrieb zugeordnet sind, sind im unbeplanten Innenbereich höhere Immissionen - hier durch Tierhaltung auf einer unmittelbar benachbarten Hofstelle - zuzumuten als einer uneingeschränkten Wohnnutzung.
VwGO § 146

Aktenzeichen: 7B315/02 Paragraphen: VwGO§146 Datum: 2002-03-18
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PDF-DokumentLandwirtschaft und Ernährung Umweltrecht - Landwirtschaft Sonstiges Immissionsschutz

SCHLESWIG-HOLSTEINISCHES VERWALTUNGSGERICHT
20.6.2001 12 B 62/00
Immissionsschutzrechtliche Genehmigung Geruchsimmission, Putenmaststall, Nachbarschutz, Geruchsemission, Anwendbarkeit GIRL-SH
§ 6 Abs. 1 Nr. 1 BImSchG § 5 Abs. 1 Nr. 1 BImSchG § 80a VwGO § 80 Abs. 5 VwGO

Aktenzeichen: 12B62/00 Paragraphen: BImSchG§6 BImSchG§5 VwGO§80a VwGO§80 Datum: 2001-06-20
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