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PDF-DokumentUmweltrecht - Wasserrecht

BVerwG - OVG Berlin-Brandenburg - VG Cottbus
20.12.2019
7 B 5.19

Ausnahme; Bergbau; Bewirtschaftungsziele; Grundwasser; Grundwasserabsenkung; Grundwasserkörper; Grundwasserleiter; Kausalität; Pegeländerung; Tagebau; chemische Veränderung;

Ausnahme von den Bewirtschaftungszielen nach dem Wasserhaushaltsgesetz

Die Ausnahmemöglichkeit nach § 31 Abs. 2 Satz 1 Nr. 1 WHG erlaubt eine Verschlechterung sowohl des mengenmäßigen als auch des chemischen Zustandes, solange diese auf einer Veränderung der physischen Gewässereigenschaft oder des Grundwasserstandes beruht.

RL 2000/60/EG Art. 2 Nr. 11 und 12, Art. 4 Abs. 7
WHG § 31 Abs. 2, § 47 Abs. 1 und 3

Aktenzeichen: 7B5.19 Paragraphen: Datum: 2019-12-20
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PDF-DokumentUmweltrecht - Wasserrecht

Bayerischer VGH
28.8.2019
8 N 17.523

Normenkontrollantrag gegen eine Wasserschutzgebietsverordnung; Auslegung ergänzender Unterlagen; Datengrundlage für numerisches Grundwassermodell; Einzugsgebietsgrenzen („Umhüllende“); Engere Schutzzone (Sicherheitszuschlag für Dispersion); Weitere Schutzzone (Zuspeisungswahrscheinlichkeit); Weiteres Sachverständigengutachten; Schutzfähigkeit des Grundwasservorkommens (bejaht); Unverhältnismäßige Beschränkung eines Kutschbetriebs (verneint); Ausscheiden von Alternativstandorten (Grobprüfung); Bestimmtheit einer Schutzanordnung

1. Die Schutzfähigkeit eines Trinkwasservorkommens ist gegeben, wenn auf Basis eines nachvollziehbaren Schutzkonzepts im Zeitpunkt des Normerlasses absehbar ist, dass das Risiko einer Trinkwasserverunreinigung beherrschbar ist.

2. Zur Ablehnung eines Beweisantrags auf Einholung eines weiteren Sachverständigengutachtens, wenn gutachterliche Stellungnahmen erst während des Gerichtsverfahrens von der Behörde eingeholt und als Parteivortrag eingeführt werden.

3. Zum Ausscheiden von Alternativstandorten im Rahmen einer Grobanalyse beim Weiterbetrieb eines vorhandenen Brunnenstandorts.

VwGO § 47, § 98
ZPO § 412
WHG § 51 Abs 1 S 1 Nr 1, § 51 Abs 2

Aktenzeichen: 8N17.523 Paragraphen: Datum: 2019-08-28
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PDF-DokumentProzeßrecht Umweltrecht - Rechtsmittelrecht Wasserrecht

Bayerischer VGH - VG Augsburg
21.8.2019
8 ZB 19.1006

Berufungszulassung (abgelehnt); Mehrfachbegründung eines Urteils; Aufrechterhalten eines wasserrechtlichen Altrechts (verneint); Kein Nachweis eines behördlichen Bestätigungsakts

VwGO § 124 Abs 2 Nr 1, § 124 Abs 2 Nr 2, § 124 Abs 2 Nr 3, § 124a Abs 4 S 4,
VwGO § 124a Abs 5 S 2

Aktenzeichen: 8ZB19.1006 Paragraphen: Datum: 2019-08-21
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PDF-DokumentProzeßrecht Umweltrecht - Wasserrecht Hochwasserschutz Rechtsmittelrecht

Bayerischer VGH - VG Augsburg
5.8.2019
8 ZB 18.60

Antrag auf Zulassung der Berufung; Darlegungsanforderungen bei Mehrfachbegründung; Planfeststellung und wasserrechtliche Bewilligung für eine Wasserkraftanlage; Erhebliche Beeinträchtigung der Erhaltungsziele eines FFH-Gebiets; Zwingende Gründe des öffentlichen Interesses (verneint); Wasserrechtliches Verschlechterungsverbot; Befreiung von einer Naturschutzgebietsverordnung

VwGO § 124 Abs 2 Nr 1, § 124 Abs 2 Nr 2, § 124 Abs 2 Nr 3, § 124 Abs 2 Nr 5,
VwGO § 124a Abs 4 S 4

Aktenzeichen: 8ZB18.60 Paragraphen: Datum: 2019-08-05
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PDF-DokumentUmweltrecht - Wasserrecht

OVG Saarland - VG Saarland
31.7.2019
1 A 259/18

Wasserrechtliche Beseitigungsanordnung, Rückbau, Brücke, Entfernung von Baumaterialien und eines Häuschens, Ermessensentscheidung, Einschreitenskonzept, vergleichbare Anlagen

Einzelfall einer erfolglosen Klage gegen eine wasserrechtliche Beseitigungsanordnung

WasG SL § 56 Abs 3 S 2 Nr 1a, § 78 Abs 1 Nr 1, § 78 Abs 3, § 83 Abs 3

Aktenzeichen: 1A259/18 Paragraphen: Datum: 2019-07-31
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PDF-DokumentBau- und Bodenrecht Umweltrecht Sonstige Rechtsgebiete - Wasserrecht Veränderungssperre Hochwasserschutz

Bayerischer VGH - VG regensburg
31.7.2019
8 ZB 16.2560

Berufungszulassung (abgelehnt); Vorläufige Sicherung eines Überschwemmungsgebiets für die geplante Errichtung zweier Flutpolder; Wasserrechtliche Veränderungssperre

VwGO § 124 Abs 2 Nr 1, § 124 Abs 2 Nr 2, § 124 Abs 2 Nr 3
WHG § 76 Abs 2 S 1 Nr 2, § 76 Abs 3

Aktenzeichen: 8ZB16.2560 Paragraphen: Datum: 2019-07-31
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PDF-DokumentUmweltrecht - Wasserrecht

OVG Sachsen-Anhalt - VG Halle
24.7.2019
2 M 47/19

Prüfung der Dichtheit und Funktionsfähigkeit einer Gülleanlage durch einen Sachverständigen

1. Betreiber einer Anlage zum Umgang mit wassergefährdenden Stoffen ist, wer in tatsächlicher sowie rechtlicher Hinsicht über die Anlage bestimmt und auch wirtschaftlich für sie verantwortlich ist, also ihre Kosten trägt und Nutzen aus ihr zieht.

2. Betreiber von JGS-Anlagen mit einem Gesamtvolumen von mehr als 500 Kubikmetern, die am 01.08.2017 bereits errichtet waren, haben diese auf Anordnung der zuständigen Behörde durch einen Sachverständigen auf ihre Dichtheit und Funktionsfähigkeit prüfen zu lassen, wenn der Verdacht erheblicher oder gefährlicher Mängel vorliegt.

3. Die dem Adressaten eines Verwaltungsakts zur Erfüllung einer Handlungspflicht gewährte Frist ist angemessen, wenn ein kooperationsbereiter Störer in der Situation des Betroffenen innerhalb der bestimmten Frist die ihm aufgegebene Maßnahme abschließen oder jedenfalls ins Werk setzen kann.

WHG § 62 Abs 1 S 3, § 100 Abs 1 S 2
AwSV § 13 Abs 3

Aktenzeichen: 2M47/19 Paragraphen: Datum: 2019-07-24
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PDF-DokumentUmweltrecht - Landwirtschaft Wasserrecht

Bayerischer VGH - VG München
9.7.2019
8 ZB 19.296

Hopfenanbau im Wasserschutzgebiet; Austausch der Begründung/Rechtsgrundlage eines Bescheids; „Unechte“ Gewässerbenutzung; Besorgnisgrundsatz; Gleichbehandlungsgrundsatz

WHG § 9 Abs 2 Nr 2, § 48 Abs 1 S 1, § 100 Abs 1 S 2
GG Art 3 Abs 1

Aktenzeichen: 8ZB19.296 Paragraphen: Datum: 2019-07-09
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PDF-DokumentUmweltrecht - Wasserrecht

OVG Sachsen-Anhalt - VG Halle
9.7.2019
2 M 19/19

Auskunft über Leitungen und Schächte auf einem Betriebsgrundstück

Die Auskunftspflicht nach § 101 Abs. 1 Satz 1 Nr. 3, Abs. 2 WHG ist nicht auf solche Auskünfte beschränkt, die der Verpflichtete mühelos erteilen kann. Vielmehr kann ein Auskunftsverlangen grundsätzlich auch auf solche Tatsachen gerichtet sein, die nicht offen zutage liegen, sondern deren Ermittlung für den Auskunftsverpflichteten mit einem gewissen Aufwand verbunden ist.

WHG § 101 Abs 1 S 1 Nr 3

Aktenzeichen: 2M19/19 Paragraphen: Datum: 2019-07-09
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PDF-DokumentUmweltrecht - Wasserrecht Gebühren

OVG Saarland - VG Saarland
19.2.2019
1 A 154/18

Grundwasserentnahmeentgelt; Erklärungspflicht; Schätzung; Berücksichtigung nachträglicher Angaben; Ausschlussfrist

1. Wird nach Einlegung des Widerspruchs gegen den Grundwasserentnahmeentgeltbescheid, durch den das Entgelt für die Grundwasserentnahme mangels Angaben des Entgeltpflichtigen zur tatsächlichen Fördermenge in Höhe der höchst zulässigen Fördermenge geschätzt wurde, die tatsächlich entnommene Grundwassermenge nachgereicht, ist im Zeitpunkt der Widerspruchsentscheidung für eine Aufrechterhaltung der Schätzung kein Raum mehr, vielmehr muss die Widerspruchsbehörde die tatsächliche Fördermenge berücksichtigen und den Festsetzungsbescheid entsprechend abändern.(Rn.29)

2. Die Regelung in § 3 Abs. 2 Satz 1 GwEEG, wonach der Entgeltpflichtige bis zum 15. Februar eines jeden Jahres unaufgefordert eine Erklärung über die entnommene Wassermenge des Vorjahres, die Art der Verwendung und die dazugehörenden Unterlagen vorzulegen hat, beinhaltet keine Ausschlussfrist.(Rn.33)

AO 1977 § 131 Abs 1, § 132
GwEEG § 1 Abs 1, § 10 Abs 1, § 2 Abs 1

Aktenzeichen: 1A154/18 Paragraphen: Datum: 2019-02-19
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PDF-DokumentNaturschutzrecht Umweltrecht - Wasserrecht

BVerwG - Bayerischer VGH - VG Augsburg
25.10.2018
7 C 22.16

Benutzung einer Sache durch die Allgemeinheit; Bündelung von Allgemeinverfügungen; Einheit einer Sache; Einzelfall; Nutzungsbeschränkungen; Verordnung; Verwaltungsakt; Wasserschutzgebiet; behördliche Entscheidung; landwirtschaftlich genutzte Grundstücke; nutzungsregelnde Allgemeinverfügung;

Allgemeinverfügung als zulässige Handlungsform für Anordnungen im Wasserschutzgebiet Eine behördliche Entscheidung nach § 52 Abs. 1 Satz 1 WHG kann als Allgemeinverfügung ergehen.

WHG § 51 Abs. 1, § 52 Abs. 1 Satz 1 Nr. 1
VwVfG BY Art. 35 Satz 1 und 2
VwVfG § 35 Satz 2

Aktenzeichen: 7C22.16 Paragraphen: Datum: 2018-10-25
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PDF-DokumentVerkehrswegerecht Umweltrecht - Eisenbahnrecht Planfeststellung Wasserrecht

BVerwG
12.4.2018
3 A 16.15

Ausbau der Rheintalbahn; Ausnahme; Befreiung; Betroffene; Drittschutz; Eisenbahn; Gefahrgutunfälle; Planfeststellung; Rücksichtnahmegebot; Schienenverkehrslärm; Schutzwirkung; Trinkwasserschutz; Unionsrecht; Unzulässigkeit der Klage; Versickerungserlaubnis; Wasserschutzgebiet; Wasserversorgungsträger; geringfügige Betroffenheit; qualifizierte und individualisierte Betroffenheit; umweltrechtliche Vorschriften; wasserrechtliche Bestimmungen;

Mangels Klagebefugnis unzulässige Klage einer Anwohnerin gegen einen eisenbahnrechtlichen Planfeststellungsbeschluss

Vorschriften zum Schutz der öffentlichen Wasserversorgung (hier § 52 Abs. 1 WHG) entfalten Drittschutz allenfalls nach Maßgabe des Rücksichtnahmegebots zugunsten qualifiziert und individualisiert Betroffener.

VwGO § 42 Abs. 2, § 50 Abs. 1 Nr. 6
AEG § 18e Abs. 1, Anlage 1
WHG § 12 Abs. 2, § 50 Abs. 1, § 51 Abs. 1 Satz 1, § 52 Abs. 1 Satz 2, § 57

Aktenzeichen: 3A16.15 Paragraphen: Datum: 2018-04-12
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PDF-DokumentUmweltrecht - Wasserrecht

BVerwG - OVG NRW - VG Köln
16.11.2017
9 C 15.16

Baggersee; Bewirtschaftungsermessen; Durchlaufkühlung; Eigentumsposition; Eigentümerbefugnis; Eigentümergebrauch; Einleiten von Stoffen; Erlaubnis; Erlaubnispflicht; Gewinnungssee; Gewässerbenutzung; Gewässereigentum; Grundeigentum; Grundwasser; Gut der Allgemeinheit; Kiesindustrie; Kieswäsche; Kreislaufkühlung; Nassabgrabung; Nassauskiesung; Oberflächengewässer; Privateigentum; Sondervorteil; Wasserbewirtschaftung; Wasserentnahme; Wasserentnahmeentgelt; Wiedereinleitung; erlaubnisfreie Benutzung; öffentlich-rechtliche Nutzungsordnung;

Wasserentnahmeentgelt bei Nutzung eines eigenen Baggersees

1. Ein durch das Wasserentnahmeentgelt abschöpfungsfähiger Sondervorteil liegt bei einer erlaubnispflichtigen Wasserentnahme auch dann vor, wenn das Gewässer, aus dem entnommen wird, in Privateigentum steht.

2. Die Wasserentnahme zum Zwecke der Kieswäsche und anschließende Wiedereinleitung des genutzten Wassers stellt keinen erlaubnisfreien Eigentümergebrauch dar.

GG Art. 3 Abs. 1, Art. 12 Abs. 1, Art. 14 Abs. 1, Art. 104a ff.
WHG § 4 Abs. 2, 3, 4, 5, §§ 8, 9, 12 Abs. 2, § 26 Abs. 1 Satz 2, § 67 Abs. 2
WasEG NRW §§ 1, 2

Aktenzeichen: 9C15.16 Paragraphen: Datum: 2017-11-16
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PDF-DokumentUmweltrecht - Wasserrecht

BVerwG - VG Köln
16.11.2017
9 C 16.16

Abgabenbemessung; Abgabensatz; Auswahl des Abgabengegenstandes; Baggersee; Bergbauunternehmen; Berufsausübungsfreiheit; Bodenschatzgewinnung; Bodenschatzgewinnung; Braunkohleförderung; Braunkohletagebau; Differenzierungsmerkmale; Durchlaufkühlung; Erlaubnis; Erlaubnispflicht; Folgerichtigkeit; Gegenleistung; Gemeinwohlinteresse; Gestaltungs- und Einschätzungsspielraum; Gewässerbenutzung; Grundsatz der Verhältnismäßigkeit; Grundwasser; Grundwasserentnahme; Gut der Allgemeinheit; Kiesindustrie; Kieswäsche; Kraftwerksindustrie; Kreislaufkühlung; Lenkungszweck; Marktpreis; Normenklarheit; Nutzungsinteressen; Nutzungsmöglichkeit; Nutzungsrecht; Oberflächengewässer; Regelungsgegenstand; Rohstoffindustrie; Rohstoffversorgung; Sondervorteil; Sümpfungswasser; Ungleichbehandlung; Verwaltungsvereinfachung; Vorteil; Vorteilsabschöpfungsabgabe; Vorteilsabschöpfungszweck; Wasserbewirtschaftung; Wasserentnahme; Wasserentnahmeentgelt; Wasserkraftnutzung; additiver Grundrechtseingriff; berufsregelnde Tendenz; erlaubnisfreie Benutzung; finanzverfassungsrechtliche Anforderungen; gleichheitswidriger Begünstigungsausschluss; grobes Missverhältnis; nichtsteuerliche Abgabe; sachliche Rechtfertigung; staatliche Leistung; öffentlich-rechtliche Nutzungsordnung;

Wasserentnahmeentgelt für Beseitigung von Sümpfungswasser durch Tagebaubetrieb

1. Die Erlaubnis der Grundwasserentnahme vermittelt auch dann einen Sondervorteil, der durch die Erhebung eines Entgelts abgeschöpft werden kann, wenn das Grundwasser zum Zweck der Braunkohleförderung ohne anderweitige Nutzung lediglich beseitigt wird (sog. Sümpfungswasser).

2. Dem Wasser kommt als knapper natürlicher Ressource und Gut der Allgemeinheit auch ohne Marktpreis ein Wert an sich zu.

3. Der Abgabenmaßstab der entnommenen Wassermenge ist sachgerecht und entspricht dem gewährten Vorteil.

GG Art. 3 Abs. 1, Art. 12 Abs. 1, Art. 104a ff.
WHG § 8 Abs. 1, § 9 Abs. 1 Nr. 1 und 5
BBergG § 1, 31 Abs. 1, § 48 Abs. 1 Satz 2
WasEG NRW §§ 1, 2

Aktenzeichen: 9C16.16 Paragraphen: Datum: 2017-11-16
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PDF-DokumentUmweltrecht Prozeßrecht - Wasserrecht Klagebefugnis

BVerwG - Hessischer VGH
2.11.2017
7 C 25.15

Abwasserbehandlungsanlage; Bewirtschaftungsermessen; Ist-Zustand; Luftpfad; Mindestanforderung; Phasing-Out-Verpflichtung; Stand der Technik; UVP-Pflicht; Umweltvereinigung; Verbandsklagebefugnis; Verbesserungsgebot; Verschlechterungsverbot; Vorhabenbegriff; Zulassungsentscheidung; unmittelbare Anwendung; wasserrechtliche Erlaubnis; Öffentlichkeitsbeteiligung;

Bei der Prüfung des Verschlechterungsverbots (§ 27 Abs. 2 Nr. 1 WHG) in Bezug auf eine wasserrechtliche Erlaubnis, deren zeitliche Geltung unmittelbar an eine vorhergehende Erlaubnis anschließt, ist auf den chemischen Ist-Zustand unter Berücksichtigung der bisherigen Einleitungen abzustellen.

IZÜV § 2 Abs. 1, § 4 Abs. 1
IE-RL Art. 21 Abs. 5, Art. 24 Abs. 1 UAbs. 1
UmwRG § 1 Abs. 1 Satz 1 Nr. 1, 2 und 5, § 2 Abs. 1
UVPG § 2 Abs. 2, Anlage 1 Nr. 13
UVP-RL Art. 4
WHG §§ 11, 27 Abs. 2 Nr. 1 und 2, §§ 29, 30, 57 Abs. 1 und 2
WRRL Art. 4 Abs. 1 Buchst. a, Art. 16 Abs. 8

Aktenzeichen: 7C25.15 Paragraphen: Datum: 2017-11-02
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PDF-DokumentUmweltrecht - Wasserrecht

OVG Lüneburg - VG Göttingen
1.8.2017
13 LA 164/17

(Verpflichtung zur Duldung des Betriebs eines Hochbehälters auf der Grundlage des § 93 WHG 2009)

1. Anlagen dienen nur dann dem Durchleiten von Wasser im Sinne des § 93 Satz 1 WHG, wenn sie der Durchleitung funktional zugeordnet sind und nach Eigenart und Einsatzform durch diesen Verwendungszweck geprägt sind. Es genügt nicht, dass die Anlage dem Wassertransport oder gar der Wasserversorgung nur in allgemeiner Weise zweckmäßig, hilfreich oder förderlich ist.

2. Ein Hochbehälter, der maßgeblich auch der Zwischenlagerung von Wasser dient, ist keine Anlage im Sinne des § 93 Satz 1 WHG.

WHG 2009 § 93

Aktenzeichen: 12LA164/17 Paragraphen: Datum: 2017-08-01
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PDF-DokumentUmweltrecht - Wasserrecht

VG Lüneburg
20.1.2017
6 B 114/16

Widerruf alter Wasserrechte

Zum Bestehen eines überwiegenden Vollziehungsinteresses beim Widerruf eines alten Wasserrechts.

WHG § 100 Abs 1 S 2
WasG ND § 7 WasG ND, § 18
WHG § 20 Abs 2 S 2 Nr 1
VwGO § 80 Abs 2 S 1 Nr 4, § 80 Abs 5

Aktenzeichen: 6B114/16 Paragraphen: Datum: 2017-01-20
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PDF-DokumentUmweltrecht - Wasserrecht Umweltverträglichkeitsprüfung

BVerwG - OVG Rheinland-Pfalz - VG Neustadt/Weistraße
22.10.2015
7 C 15.13

Wasserrückhaltung; Polder; Altrip; Überschwemmung; Grundwasser; Umweltverträglichkeitsprüfung; Umwelt-Rechtsbehelfsgesetz; Umsetzungsfrist; Verfahrensfehler; Kausalität; subjektives Recht; Präklusion; Einwendungsausschluss; Planänderung; unwesentliche Bedeutung; Wohl der Allgemeinheit; Beeinträchtigung; Hochwassergefahr; Abwägung; Abwägungsfehler; erheblicher Mangel; Hilfsbeweisantrag; Standortauswahl; Alternative.

1. Das Umwelt-Rechtsbehelfsgesetz ist in zeitlicher Hinsicht auch auf Planfeststellungsverfahren anzuwenden, die vor dem 25. Juni 2005 eingeleitet worden waren, in denen der Planfeststellungsbeschluss aber erst nach diesem Zeitpunkt erlassen wurde (wie EuGH, Urteil vom 7. November 2013 - C-72/12 [ECLI:EU:C:2013:712] ).

2. Die Rechtsfolge des § 4 Abs. 1 UmwRG muss in unionsrechtskonformer Auslegung auf solche Fehler der Umweltverträglichkeitsprüfung erstreckt werden, die nach ihrer Art und Schwere den in § 4 Abs. 1 Satz 1 UmwRG genannten Fehlern vergleichbar sind, insbesondere weil sie der betroffenen Öffentlichkeit die vorgesehene Möglichkeit genommen haben, Zugang zu den auszulegenden Unterlagen zu erhalten und sich am Entscheidungsprozess zu beteiligen.

3. Ein Ausschluss von Einwendungen, wie er in § 73 Abs. 4 Satz 3 VwVfG vorgesehen ist, verstößt gegen Art. 11 der UVP-Richtlinie (wie EuGH, Urteil vom 15. Oktober 2015 - C-137/14 [ECLI:EU:C:2015:683]).

4. Führt ein dem Hochwasserschutz dienender Gewässerausbau insgesamt zu einer Verringerung der Hochwassergefahr, stellt eine mit dem Ausbau verbundene lokale Erhöhung der Stau-, Grund- und Druckwassergefahren keine Beeinträchtigung des Wohls der Allgemeinheit im Sinne des § 31 Abs. 5 Satz 3 WHG a.F. (§ 68 Abs. 3 Nr. 1 WHG) dar.

Richtlinie 85/337/EWG Art. 10a
Richtlinie 2011/92/EG Art. 11
VwGO § 86 Abs. 1 und 2, § 113 Abs. 1 Satz 1
VwVfG § 37 Abs. 1, § 73 Abs. 4 Satz 3, § 75 Abs. 1a, § 76 Abs. 1 und 2 UmwRG §§ 4, 5
WHG a.F. § 31 Abs. 5 Satz 3

Aktenzeichen: 7C15.13 Paragraphen: Datum: 2015-10-22
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PDF-DokumentUmweltrecht - Planfeststellung Wasserrecht

BVerwG - VGH Baden-Württemberg - VG Freiburg
19.9.2014
7 B 6/14

Planfeststellung für Bau und Betrieb eines Hochwasserrückhalteraums; ökologische Flutung

Ökologische Flutungen können Vermeidungsmaßnahmen im Sinne des § 15 Abs. 1 BNatSchG gegenüber Beeinträchtigungen von Natur und Landschaft durch die Hochwasserrückhaltung und gleichzeitig Ersatzmaßnahmen im Sinne des § 15 Abs. 2 BNatSchG für die durch sie selbst bewirkten Eingriffe sein.

GG Art 20 Abs 1
WHG 2009 § 67, § 68
BNatSchG § 15 Abs 1, § 15 Abs 2

Aktenzeichen: 7B6/14 Paragraphen: Datum: 2014-09-19
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PDF-DokumentUmweltrecht - Wasserrecht

OVG Lüneburg - VG Hannover
7.7.2014
13 LA 203/13

Entnahme von Wasser in einem Quellhäuschen aufgrund behaupteten alten Rechts

1. Die Ableitung von Wasser in einem Quellhäuschen erfüllt je nach konkreter Ausgestaltung entweder den Benutzungstatbestand des § 9 Abs. 1 Nr. 1 WHG oder den des § 9 Abs. 1 Nr. 5 WHG.

2. Auch ein auf der Grundlage des Instituts der unvordenklichen Verjährung vermutetes Recht zur Wasserbenutzung bedarf der Aufrechterhaltung durch eine irgendwie geartete öffentlich rechtliche Überprüfung und unterliegt der Regelung durch später geschaffene Erlöschensvorschriften.

WasG ND § 32 Abs 1
PrWG § 379
WHG § 20 Abs 1, § 9 Abs 1

Aktenzeichen: 13LA203/13 Paragraphen: Datum: 2014-07-07
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PDF-DokumentUmweltrecht - Wasserrecht

VGH Baden-Württemberg - VG Freiburg
4.7.2013
3 S 2182/11

Die Gewässerunterhaltungspflicht kann es im Einzelfall gebieten, Totholz in einem Fließgewässer zu belassen.

Aktenzeichen: 3S2182/11 Paragraphen: Datum: 2013-07-04
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PDF-DokumentUmweltrecht - Wasserrecht

VG Oldenburg
3.7.2013
5 A 2793/11

Eine Verschärfung der als Stand der Technik anzusehenden Überwachungswerte des Anhangs 1 zur AbwV kann von der Unteren Wasserbehörde zur Verbesserung der Gewässerqualität und -güte unter Beachtung der Grundsätze der Verhältnismäßigkeit festgesetzt werden, auch wenn der Einleiter die Überwachungswerte seit Jahren unterschreitet.

AbwV Anh 1
WHG § 13, § 27, § 57

Aktenzeichen: 5A2793/11 Paragraphen: WHG§13 WHG§27 WHG§57 Datum: 2013-07-03
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PDF-DokumentBau- und Bodenrecht Umweltrecht - Bebauungsplan Wasserrecht

Sächsisches OVG
30.5.2013
1 C 4/13

Normenkontrollverfahren gegen Bebauungsplan - zu Frage des wasserrechtlichen Verbots der Ausweisung "neuer Baugebiete" in festgesetzten Überschwemmungsgebieten

Das wasserrechtliche Verbot der Ausweisung "neuer Baugebiete" in festgesetzten Überschwemmungsgebieten steht einer bauplanungsrechtlichen Bestätigung faktischer Baugebiete nicht entgegen.

BauGB § 1 Abs 3
WHG § 78 Abs 1 Nr 1

Aktenzeichen: 1C4713 Paragraphen: BauGB§1 WHG§78 Datum: 2013-05-30
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PDF-DokumentUmweltrecht - Wasserrecht

Bayerischer VGH
27.11.2012
22 N 09.2974

Schutzkonzept einer Wasserschutzgebietsverordnung

1. Die Wasserrechtsbehörde darf beim Erlass einer Wasserschutzgebietsverordnung auf "an sich" gebotene Schutzanordnungen verzichten, wenn die Wasserschutzgebietsverordnung gleichwohl Ausdruck einer sachgerechten Abwägung der zu schützenden öffentlichen Interessen und der gegenläufigen privaten Belange ist, wenn ihr gleichwohl ein nachvollziehbares, positives Schutzkonzept zu Grunde liegt und wenn das Gebot des effektiven Grund- bzw. Trinkwasserschutzes und das damit in Zusammenhang stehende Untermaßverbot gewahrt sind.

2. Kompromisse, die die Wasserrechtsbehörde eingeht, dürfen die Schutzwirkung der Verordnung nicht wesentlich mindern und müssen wasserwirtschaftlich vertretbar sein; insofern kommt der Stellungnahme des Wasserwirtschaftsamts als der amtlichen Fachbehörde erhebliches tatsächliches Gewicht zu.

3. Der Verzicht auf "an sich" gebotene Schutzanordnungen kann durch sonstige Maßnahmen zur Gewährleistung eines hinreichenden Trinkwasserschutzes ausgeglichen werden. Entsprechende normative Maßnahmen in einer Wasserschutzgebietsverordnung müssen inhaltlich hinreichend bestimmt sein, und es muss durch institutionelle Vorkehrungen sichergestellt sein, dass sie auch effektiv vollzogen werden können.

WHG § 19 aF
BauGB § 1 Abs 6 Nr 7, § 7
BauO Bay Art 55 Abs 2, Art 57

Aktenzeichen: 22N09.2974 Paragraphen: Datum: 2012-11-27
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PDF-DokumentUmweltrecht - Wasserrecht

Bayerischer VGH - VG Augsburg
11.10.2012
8 ZB 11.528

Nassauskiesung; Nebenbestimmungen zu einer wasserrechtlichen Erlaubnis; Rohstoffvorrangfläche; Bebauungsplan; Lage außerhalb des Geltungsbereichs eines Wasserschutzgebiets

1. Für Abbauflächen einer Nassauskiesung außerhalb des räumlichen Geltungsbereichs eines Wasserschutzgebiets, aber in dessen Nahbereich, gelten zwar nicht dessen Schutzvorschriften, jedoch die allgemeinen Vorschriften wie etwa die §§ 12, 13 WHG. Ob danach zum Schutz des Grundwassers Anforderungen gestellt werden können, ist eine Frage des konkreten Einzelfalls.

2. § 4 Abs. 1 Satz 1 Nr. 3 ROG normiert gegenüber Personen des Privatrechts keine Bindungswirkung.

GG Art 14 Abs 1
WHG § 3 Nr 10, § 12 Abs 1 S 1, § 13 Abs 5 S 2
WasG Bay Art 63 Abs 3

Aktenzeichen: 8ZB11.528 Paragraphen: GGArt.14 WHG§3 WHG§12 WHG§13 Datum: 2012-10-11
Link: pdf.php?db=verwaltungsrecht&nr=17376

PDF-DokumentUmweltrecht - Wasserrecht

BVerwG - OVG Schleswig
2.8.2012
7 CN 1.11

Wasserschutzgebietsverordnung; Schutzgebietsabgrenzung

Die Abgrenzung des Wasserschutzgebiets muss sich an den hydrogeologisch-hydraulisch ermittelten Grenzen des Wassereinzugsgebiets orientieren. Dabei ist zugunsten der Behörde ein "administrativer Vereinfachungsspielraum" anzuerkennen.

VwGO § 47 Abs 5
WHG § 51 Abs 1

Aktenzeichen: 7CN1.11 Paragraphen: VwGO§47 WHG§51 Datum: 2012-08-02
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PDF-DokumentVerkehrswegerecht Umweltrecht - Fernstraßen Wasserrecht Sonstiges

BVerwG
20.12.2011
9 A 30.10

Klagebefugnis; Eigentumsgarantie; Grundeigentum; Grundwasser; Lagevorteil; Abwägungsgebot; abwägungserheblicher Belang; Schutzwürdigkeit eines privaten Belangs; dienende Funktion von Verfahrensvorschriften; wesentlicher Verfahrensfehler; unterblie-bene Umweltverträglichkeitsprüfung; unterbliebene UVP-Vorprüfung; Zugang zu Gericht; Umfang gerichtlicher Verfahrenskontrolle; UVP-Interessentenklage; unionsrechtliches Effektivitätsprinzip

1. Die Zulassung eines Planvorhabens, das aufgrund mit ihm etwa einhergehender nachteiliger Auswirkungen auf die Qualität des Grundwassers die Chancen eines Grundeigentümers verschlechtert, sein Grundstück Dritten zur Installation und zum Betrieb von Grundwasserförderanlagen zu überlassen, greift nicht in den Schutzbereich der Eigentumsgarantie ein.

2. Das bloße Interesse des Eigentümers eines über einem förderfähigen Grundwasservorkommen gelegenen Grundstücks daran, dass das Grundwasserdargebot quantitativ und qualitativ unverändert erhalten bleibt, ist kein in der planerischen Abwägung zu berücksichtigender Belang.

3. Auf den Verfahrensfehler einer rechtswidrig unterbliebenen Umweltverträglichkeitsprü-fung oder UVP-Vorprüfung kann sich ein Einzelner nicht unabhängig von der Betroffenheit in eigenen Rechten berufen. Aus § 4 Abs. 3 i.V.m. Abs. 1 UmwRG folgt nichts Abweichen-des, da diese Regelung nur die Sachprüfung im Rahmen eines zulässigen Rechtsbehelfsverfahrens betrifft, dagegen keine Bedeutung für die Prüfung der Klagebefugnis hat.

GG Art. 14 Abs. 1
BGB § 905
WHG n.F. § 4 Abs. 3 Nr. 1
WHG a.F. § 1a Abs. 4 Nr. 1
FStrG § 17 Satz 2
UmwRG § 2 Abs. 1 und 5, § 4 Abs. 1 und 3
UVP-RL Art. 10a
VwGO § 42 Abs. 2

Aktenzeichen: 9A30.10 Paragraphen: Datum: 2011-12-20
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PDF-DokumentVerkehrswegerecht Umweltrecht - Straßenbaurecht Planfeststellung Fernstraßen Wasserrecht

BVerwG
20.12.2011
9 A 31.10

Planfeststellungsbeschluss; wasserrechtliche Erlaubnis; Konzentrationswirkung; umweltrechtliche Verbandsklage; Umweltvereinigung; Klagebefugnis; Anwendungsvorrang des Unionsrechts; Umweltverträglichkeitsprüfung; UVP-Pflichtigkeit; UVP-Vorprüfung; überschlägige Prüfung; Prüftiefe der Vorprüfung; Einschätzungsspielraum der Behörde; Plausibilitätskontrolle; Fehlerfolge; Aufhebung; Feststellung der Rechtswidrigkeit und Nichtvollziehbarkeit; Grundsatz der Planerhaltung

1. Der Planfeststellungsbehörde steht im Rahmen einer UVP-Vorprüfung des Einzelfalls (§ 3c UVPG) für ihre prognostische Beurteilung möglicher Umweltauswirkungen eines Vorhabens ein Einschätzungsspielraum zu. Die gerichtliche Überprüfung des Ergebnisses der Vorprüfung beschränkt sich deshalb nach § 3a Satz 4 UVPG auf eine Plausibilitätskontrolle.

2. Mit Rücksicht auf den das Planfeststellungsrecht prägenden Grundsatz der Planerhaltung geht die Fehlerfolgenregelung des § 17e Abs. 6 Satz 2 FStrG für fernstraßenrechtliche Planfeststellungsbeschlüsse der allgemeinen Fehlerfolgenregelung des § 113 Abs. 1 Satz 1 VwGO i.V.m. § 4 Abs. 1 Satz 1 UmwRG vor.

VwVfG § 46
VwVfG NRW § 75 Abs. 1 Satz 1
UVPG § 2 Abs. 3 Nr. 1, § 3a Satz 4, § 3b Abs. 1 Satz 1, § 3c, § 3e Abs. 1 Nr. 2
UVP-RL Art. 10a
VwGO § 42 Abs. 2, § 113 Abs. 1 Satz 1
UmwRG § 1 Abs. 1 Satz 1, § 2 Abs. 1, § 4 Abs. 1, § 5 Abs. 2
FStrG § 17e Abs. 6 Satz 2
BNatSchG § 64 Abs. 1
LG NRW § 12b
WHG a.F. § 14 Abs. 1

Aktenzeichen: 9A31.10 Paragraphen: Datum: 2011-12-20
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PDF-DokumentUmweltrecht - Wasserrecht Haftungsrecht

OLG Brandenburg - LG Potsdam
8.11.2011
2 U 53/10

Haftung bei Verletzung der Gewässerunterhaltungspflicht

BGB § 823 Abs 1
WHG § 28 Abs 1

Aktenzeichen: 2U53/10 Paragraphen: BGB§823 WHG§28 Datum: 2011-11-08
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PDF-DokumentUmweltrecht - Wasserrecht

OLG Brandenburg - OLG Brandenburg - LG Potsdam
8.11.2011
2 U 53/10

Haftung bei Verletzung der Gewässerunterhaltungspflicht

BGB § 823 Abs 1
WHG § 28 Abs 1

Aktenzeichen: 2U53/10 Paragraphen: BGB§823 WHG§28 Datum: 2011-11-08
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PDF-DokumentUmweltrecht - Wasserrecht

OVG Lüneburg - VG Braunschweig
14.10.2011
13 LA 188/10

Grundwasserabsenkung, Grundwasserstand, Trinkwasserförderung, Trinkwasserversorgung

Anspruch auf Maßnahmen zur Regulierung des Grundwasserstandes nach Einstellung einer Trinkwasserförderung

Die in § 20 Abs. 1 NWG a. F. (jetzt: § 7 Abs. 1 NWG) geregelte Möglichkeit, den Benutzer bzw. Unternehmer nach Erlöschen einer wasserrechtlichen Erlaubnis oder Bewilligung zu verpflichten, nachteiligen Folgen vorzubeugen, bezieht sich auf Situationen, in denen die Anlagen für die Benutzung des Gewässers nicht beseitigt werden und der frühere Zustand nicht wiederhergestellt wird. Hat der frühere Benutzer bzw. Unternehmer die Anlagen für die Benutzung des Gewässers beseitigt und den früheren Zustand wiederhergestellt, kann ihm die Beseitigung weiterer "Renaturierungsfolgen" einer eingestellten Trinkwasserförderung hinsichtlich des sich dann durch die natürlichen Zusammenhänge ergebenden Grundwasserpegels nach § 20 Abs. 1 NWG a. F. (jetzt: § 7 Abs. 1 NWG) nicht aufgegeben werden.

NWG §§ 20 I, 7 I

Aktenzeichen: 13LA188/10 Paragraphen: NWG§20 NWG§7 Datum: 2011-10-14
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PDF-DokumentUmweltrecht - Wasserrecht

Hessischer VGH - VG Kassel
1.9.2011
7 A 1736/10

Drittschutz im Wasserrecht; Klagebefugnis bei Feststellungsklage; Erlaubnis zur Einleitung von Salzabwässern (Haldenabwässern) in oberirdische Gewässer

1. Das Zulassungserfordernis nach § 2 Abs. 1 WHG a. F. und § 8 Abs. 1 WHG als Ausdruck des für Gewässerbenutzungen geltenden repressiven Verbots mit Befreiungsvorbehalt besteht allein im öffentlichen Interesse.

2. Die Bewirtschaftungsziele des § 27 WHG, die die Umweltziele des Art. 4 WRRL in nationales deutsches Recht umsetzen, haben auch unter Berücksichtigung ihres unionsrechtlichen Ursprungs keinen drittschützenden Charakter.

3. Der programmatische Charakter der Umweltziele des Art. 4 WRRL, der für die Mitgliedstaaten eine bestimmte Flexibilität auf dem Weg zu den angestrebten Umweltzielen begründet, bewirkt zugleich prinzipiell deren mangelnde Eignung zur unionsrechtlichen Begründung einklagbarer Rechtspositionen.

4. § 57 Abs. 1 Nr. 1 WHG, wonach eine Erlaubnis für das Einleiten von Abwasser in Gewässer nur erteilt werden darf, wenn die Menge und Schädlichkeit des Abwassers so gering gehalten wird, wie dies bei Einhaltung der jeweils in Betracht kommendenden Verfahren nach dem Stand der Technik möglich ist, dient als Vorsorgeregelung grundsätzlich nur dem Allgemeininteresse und entfaltet auch unter Berücksichtigung der Umweltziele des Art. 4 WRRL keinen Drittschutz.

5. Das subjektivierte wasserrechtliche Gebot der Rücksichtnahme kann ein Abwehrrecht des Dritten gegen eine Gewässerbenutzung begründen, für die zwischen dem Dritten auf der einen, der Wasserbehörde und dem Erlaubnisinhaber auf der anderen Seite in Streit steht, ob sie durch eine bestehende Erlaubnis legalisiert ist. Da das wasserhaushaltsrechtliche Zulassungserfordernis als solches nicht drittschützend ist, ist für ein öffentlich-rechtliches Abwehrrecht des Dritten maßgeblich, dass der Dritte zu einem von der Allgemeinheit abgrenzbaren Personenkreis zählt und die mangels Erlaubnis illegale Gewässerbenutzung gerade im Hinblick auf Belange des Dritten rücksichtslos ist.

6. Die Möglichkeit einer auf wasserbehördliches Einschreiten zur Gefahrenabwehr gerichteten Verpflichtungsklage begründet nicht notwendig die Subsidiarität einer auf Feststellung der Illegalität einer Gewässerbenutzung gerichteten Feststellungsklage.

VwGO § 42 Abs 2, § 43 Abs 1
WHG 2009 § 6 Abs 1 Nr 3, § 8 Abs 1, § 13

Aktenzeichen: 7A1736/10 Paragraphen: WHG§2 WHG§27 WHG§57 Datum: 2011-09-01
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PDF-DokumentUmweltrecht - Wasserrecht

OVG Lüneburg - VG Lüneburg
19.8.2011
13 LA 34/10

Gewässer; Gewässer, künstliches

Gewässerrechtliche Einstufung eines Mühlenkanals

Bei der Einteilung der oberirdischen Gewässer in drei Ordnungen handelt es sich bei der Einstufung der Gewässer erster und zweiter Ordnung um konstitutive Statusentscheidungen, die durch Gesetz (Gewässer erster Ordnung) oder Verordnung (Gewässer zweiter Ordnung) vorgenommen werden. Fehlt eine solche konstitutive Statusentscheidung, fällt ein Gewässer unter die Auffangvorschrift des § 68 NWG a. F. (jetzt: § 40 NWG) und stellt ein Gewässer dritter Ordnung dar.

NWG §§ 118 I, 67, 68

Aktenzeichen: 13LA34/10 Paragraphen: NWG§118 NWG§67 NWG§68 Datum: 2011-08-19
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PDF-DokumentUmweltrecht - Wasserrecht

Hessischer VGH - VG Gießen
17.8.2011
2 B 1484/11

Erdwärmenutzung im Wasserschutzgebiet

Die wasserrechtliche Erlaubnis zur Einbringung und zum Betrieb einer Erdwärmesonde, die grundwasserführende Schichten erreicht, ist in einem Trinkwasserschutzgebiet zu versagen, soweit damit verbundene Gefahren für das Grundwasser nicht durch mit vertretbarem Aufwand durchgeführte Kontrollen auszuschließen sind.

WHG § 9 Abs 2 Nr 2, § 9 Abs 1 Nr 4, § 12 Abs 1 Nr 1, § 48 Abs 1
BBergG § 127

Aktenzeichen: 2B1484/11 Paragraphen: WHG§9 WHG§12 WHG§48 BBerG§127 Datum: 2011-08-17
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PDF-DokumentUmweltrecht - Wasserrecht

OVG Lüneburg - VG Oldenburg
16.8.2011
13 LA 23/10

Böschungssicherung, Entwässerungsgraben, Gewässerausbau, Verrohrung

Gewässerausbau durch Böschungssicherung an einem teilweise verrohrten Entwässerungsgraben

Für die Frage der Wesentlichkeit der Umgestaltung eines Gewässers oder seiner Ufer ist keine "bilanzierende Gesamtbetrachtung" des gesamten Gewässers vorzunehmen, sondern es ist der Blick auf den jeweils von einer Veränderung betroffenen Gewässerabschnitt zu richten.

WHG § 67 II 1

Aktenzeichen: 13LA23/10 Paragraphen: WHG§67 Datum: 2011-08-16
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PDF-DokumentUmweltrecht - Wasserrecht

OVG Sachsen-Anhalt
17.3.2011
2 K 174/09

Voraussetzungen und Zuständigkeitsregelungen für die Festsetzung eines Wasserschutzgebietes

1. Zur örtlichen Zuständigkeit der Wasserbehörden bei gebietsübergreifender Anpassung/Festsetzung eines Wasserschutzgebiets.

2. Zuständigkeitsvereinbarungen (auch) zwischen Behörden sind, sofern sie nicht auf gesetzlicher Grundlage erfolgen, grundsätzlich unwirksam.

3. Zuständigkeitsmängel führen zur Unwirksamkeit einer Wasserschutzgebietsverordnung.

4. Zu den Voraussetzungen für die Festsetzung eines Wasserschutzgebiets.

WasG SA § 48 Abs 1 S 1 Nr 1, § 53, § 172 Abs 3

Aktenzeichen: 2K174/09 Paragraphen: WasGSA§48 WasGSA§53 WasGSA§172 Datum: 2011-03-17
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PDF-DokumentUmweltrecht - Wasserrecht

BVerwG - OVG Sachsen-Anhalt - VG Magdeburg
27.1.2011
7 C 3.10

Gehörsverstoß; Überraschungsentscheidung; Verfahrensfehler; Heilung; Ergebnisrichtigkeit; oberirdisches Gewässer; Unterhaltung; Gewässerbett; unterirdische Wasserführung; Rohr; Verrohrung; Wasserhaushalt; Wasserkreislauf; Gewässerfunktion

Die Gewässereigenschaft entfällt für den Bereich einer unterirdischen Wasserführung nicht ohne Weiteres dann, wenn diese das Wasser von einem Gewässer in das nächste leitet; auch in diesem Fall ist nach materiellen Kriterien zu beurteilen, ob durch die Verrohrung eine Absonderung des Wassers aus dem unmittelbaren Zusammenhang des natürlichen Wasserhaushalts bewirkt wird (Abweichung vom Urteil vom 31. Oktober 1975 - BVerwG 4 C 43.73 - BVerwGE 49, 293).

VwGO §§ 138 Nr. 3, 144 Abs. 4
WHG a.F. § 1 Abs. 1 Nr. 1
WHG n.F. § 3 Nr. 1
WG LSA § 1 Abs. 1 Nr. 1 Buchst. a

Aktenzeichen: 7C3.10 Paragraphen: WHG§1 WHG§3 WGLSA§1 Datum: 2011-01-27
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PDF-DokumentUmweltrecht - Wasserrecht

BVerwG - Bayerischer VGH - VG Würzburg
24.1.2011
8 C 44.09

Anschluss- und Benutzungszwang; Benutzungspflicht; Eigenversorgungsanlage; Gesundheitsschutz; Kleinanlage; Regenwasseranlage; Regenwassernutzungsanlage; Teilbefreiung; Trinkwasser; Trinkwasserqualität; Wäsche; Waschmaschine; Waschwasser; Wasserversorgungsanlage

Die Trinkwasserverordnung verbietet nicht, zum Wäschewaschen im eigenen Haushalt das Wasser einer dort zusätzlich zum Trinkwasseranschluss verwendeten Eigenversorgungsanlage zu benutzen, auch wenn für deren Wasser keine Trinkwasserqualität nachgewiesen ist (wie Urteil vom 31. März 2010 - BVerwG 8 C 16.08).

TrinkwV § 2 Abs. 2, § 3 Nr. 1 Buchst. a, Nr. 2, §§ 4 bis 10, § 13 Abs. 1 Satz 1, 2 und 5, Abs. 3

Richtlinie 98/83/EG des Rates vom 3. November 1998 über die Qualität von Wasser für den menschlichen Gebrauch

Aktenzeichen: 8C44.09 Paragraphen: TrinkwV§2 Datum: 2011-01-24
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PDF-DokumentUmweltrecht - Wasserrecht

BVerwG - VGH Baden-Württemberg
29.9.2010
7 BN 1/10

Ermessen der Wasserbehörde: Festsetzung eines Wasserschutzgebietes; räumliche Abgrenzung; Einbeziehung von Grundstücken; andere Schutzmaßnahmen; Verhältnismäßigkeit

1. Die Wasserbehörde entscheidet nach Ermessen, ob sie bei Vorliegen der Voraussetzungen des § 19 Abs. 1 WHG ein Wasserschutzgebiet festsetzt oder dies im Hinblick auf anderweitige Möglichkeiten eines wirksamen Schutzes des Grundwassers unterlässt.

2. Dieses "Normsetzungsermessen" bezieht sich nicht nur auf die Ausweisung eines Wasserschutzgebietes als Ganzes, sondern auch auf dessen räumliche Abgrenzung im Einzelnen.

3. Die Effektivität des Schutzes des Grundwassers, an der die Wasserbehörde die Entscheidung über die Einbeziehung eines Grundstücks in das Wasserschutzgebiet auszurichten hat, bemisst sich dabei nach dem von der Behörde im Rahmen der gesetzlichen Vorgaben verfolgten Schutzkonzept. Wird die Entscheidung über die räumliche Abgrenzung des Wasserschutzgebietes diesem Konzept nicht gerecht, kann der Festsetzung des Wasserschutzgebietes die auch bei der Verordnungsgebung rechtsstaatlich nach Maßgabe des Verhältnismäßigkeitsgrundsatzes gebotene Eignung fehlen.

WHG § 19 Abs 1 vom 19.08.2002
WHG § 51 Abs 1 Nr 1 vom 31.07.2009

Aktenzeichen: 7BN1/10 Paragraphen: WHG§19 WHG§51 Datum: 2010-09-29
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PDF-DokumentUmweltrecht - Planfeststellung Wasserrecht

VG Hamburg
12.7.2010
15 K 3396/08

Planfeststellungsbeschluss für die teilweise Verfüllung des Mühlenberger Lochs zur Fertigung des A380 in Finkenwerder

Auch die mögliche wasserrechtliche Betroffenheit benachbarter Grundstücke durch die Verfüllung eines Teils des Mühlenberger Lochs vermittelt kein subjektives Recht auf Aufhebung des Planfeststellungsbeschlusses vom 08.05.2010

WHG § 31 Abs 5 S 3
WasG HA § 48 Abs 4, § 55
FFH-RL Art 6 Abs 3, Art 6 Abs 4
Vogelschutz-RL Art 4 Abs 4

Aktenzeichen: 15K3396/08 Paragraphen: WHG§31 Datum: 2010-07-12
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PDF-DokumentUmweltrecht Landwirtschaft- und Ernährung - Wasserrecht Trinkwasserschutz

BVerwG - Sächsisches OVG - VG Dresden
31.3.2010
8 C 16.08

Anschluss- und Benutzungszwang; Brunnen; Eigenversorgungsanlage; Gesundheitsschutz; Kleinanlage; Regelungskompetenz; Regenwasseranlage; Teilbefreiung; Trinkwasser; Trinkwasserqualität; Wäsche; Waschmaschine; Waschwasser; Wasserversorgungsanlage

1. Eine landesrechtliche Regelung, die eine Teilbefreiung vom Zwang zur Benutzung der öffentlichen Wasserversorgungsanlage für den Verwendungszweck des Wäschewaschens nur von der wirtschaftlichen Zumutbarkeit für den Wasserversorger abhängig macht, ist mit Bundesrecht und europäischen Gemeinschaftsrecht vereinbar.

2. Die Trinkwasserverordnung verbietet nicht, zum Wäschewaschen im eigenen Haushalt das Wasser einer dort zusätzlich zum Trinkwasseranschluss verwendeten Eigenversorgungsanlage zu benutzen, auch wenn für deren Wasser keine Trinkwasserqualität nachgewiesen ist.

TrinkwV § 2 Abs. 2, § 3 Nr. 1 Buchst. a, Nr. 2, §§ 4 bis 10, § 13 Abs. 1 Satz 1, 2 und 5, Abs. 3, § 18 Abs. 1 Satz 2
AVBWasserV § 3 Abs. 1 Satz 1, § 35 Abs. 1
Richtlinie 98/83/EG des Rates vom 3. November 1998 über die Qualität von Wasser für den menschlichen Gebrauch [Trinkwasserrichtlinie], Erwägungsgründe 5 f., 26; Art. 3 Abs. 3, Art. 8 Abs. 3

Aktenzeichen: 8C16.08 Paragraphen: TrinkwV§2 Datum: 2010-03-31
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PDF-DokumentUmweltrecht - Wasserrecht

BVerwG - OVG Lüneburg - VG Göttingen
17.11.2009
7 B 14.09

Gewässer; Unterhaltungspflicht; Anlagen in und an Gewässern

Das Wasserhaushaltsgesetz steht einer landesrechtlichen Regelung nicht entgegen, nach der der für das Gewässer Unterhaltungspflichtige auch solche Anlagen zu erhalten hat, die integrierende Bestandteile des Gewässers und seiner Ufer sind und die zwar nicht ausschließlich, aber immerhin auch wasserwirtschaftlichen Zielen dienen.

WHG § 28
WHG § 29 Abs. 1 Satz 3
NWG § 109
NWG § 98 Abs. 2 Nr. 4

Aktenzeichen: 7B14.09 Paragraphen: WHG§38 WHG§29 NWG§109 NWG§98 Datum: 2009-11-17
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PDF-DokumentUmweltrecht Prozeßrecht - Verbände Wasserrecht Planfeststellung

OVG Bremen - VG Bremen
24.9.2009
1 A 9/09

Wasserkraftanlage; Koordinierungsgebot; erheblich veränderte Gewässer; Bewirtschaftungsziele; Durchgängigkeit; Fischschutz; Einschätzungsprärogative

1. Die Anerkennung als klagebefugter Umweltverband nach § 3 Abs. 1 UmwRG reicht nur so weit, wie der satzungsgemäße Aufgabenbereich des betreffenden Vereins reicht. Dieser ist im Anerkennungsbescheid konkret zu bezeichnen.

2. Das wasserrechtliche Koordinierungsgebot verpflichtet die Bundesländer der jeweiligen Flussgebietseinheit zu einer abgestimmten, koordinierten Bewirtschaftung des betreffenden Gewässers. Maßgebliche Koordinierungsinstrumente sind das Maßnahmeprogramm und der Bewirtschaftungsplan. Das Koordinierungsgebot beinhaltet nicht, dass Einzelvorhaben und -maßnahmen auf der Vollzugsebene einem Zustimmungsvorbehalt der Wasserbehörden der übrigen Bundesländer der Flussgebietseinheit unterliegen.

3. Bei den Bewirtschaftungszielen der §§ 95a bis 95d BremWG (§§ 25a bis 25d WHG) handelt es sich um normative Vorgaben, die nicht der Abwägung zugänglich sind. Sie entfalten bereits vor der Aufstellung von Maßnahmeprogramm und Bewirtschaftungsplan unmittelbare Bindungswirkung für die wasserrechtliche Planfeststellung.

4. § 95b BremWG (§ 25b WHG) enthält für erheblich veränderte Gewässer sowohl ein Verschlechterungsverbot als auch ein Sanierungsgebot. Unter hydromorphologischen Gesichtspunkten ist insoweit der Erhalt bzw. die Verbesserung der Durchgängigkeit des Gewässers für die wandernde Fischfauna das maßgebliche Kriterium.

5. Eine neu errichtete Wasserkraftanlage berührt auch bei einem erheblich veränderten Gewässer dessen Durchgängigkeit. Bei der Planfeststellung ist durch geeignete Maßnahmen sicherzustellen, dass die Bedingungen für die flussab- und flussaufwärts gerichtete Wanderung der Fauna sich nicht weiter verschlechtern. Soweit dies unter den gegebenen Umständen möglich ist, muss eine Verbesserung der Wanderungsbedingungen erreicht werden.

6. Bei der Beurteilung, ob die Bewirtschaftungsziele des § 95b BremWG (§ 25b WHG) erfüllt werden, steht der sachverständig beratenen Planfeststellungsbehörde eine naturschutzfachliche Einschätzungsprärogative zu. Das bedeutet, dass ihre Einschätzung methodisch abgesichert und nach dem aktuellen Stand der Fachwissenschaft inhaltlich vertretbar sein muss.

7. Demgegenüber steht der Planfeststellungsbehörde bei der FFH-Verträglichkeitsprüfung keine Einschätzungsprärogative zu. Bestehen vernünftige Zweifel daran, dass das Vorhaben die Erhaltungsziele des FFH-Gebiets nicht beeinträchtigen wird, darf die Planfeststellungsbehörde kein positives Ergebnis der Verträglichkeitsprüfung feststellen.

WRRL Art. 3
WRRL Art. 11 Abs. 7
WRRL Art. 13 Abs. 6
WRRL Anhang 5 Nr. 1.2.5
FFH-RL Art. 6 Abs. 3
UmwRG § 2 Abs. 1 Nr. 1
UmwRG § 3 Abs. 1
WaStrG § 14 Abs. 1
WHG § 1b Abs. 1
WHG § 25b Abs. 1
WHG § 31
BNatSchG § 10 Abs. 1 Nr. 5
BNatSchG § 34
BremWG § 95b Abs. 1
BremWG § 111
BremNatSchG § 26c Abs. 1

Aktenzeichen: 1A9/09 Paragraphen: Datum: 2009-09-24
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PDF-DokumentUmweltrecht - Wasserrecht

OVG NRW
18.08.2009
9 A 359/07

Die Wasserentnahme ist nur dann nach § 1 Abs. 2 Nr. 8, 2.Var. WasEG NRW entgeltfrei, wenn nach der wasserrechtlichen Bescheidlage Zweck der dauerhaften Grundwasserabsenkung das Gemeinwohl ist.

Aktenzeichen: 9A359/07 Paragraphen: WasEG§1 Datum: 2009-08-18
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PDF-DokumentUmweltrecht - Wasserrecht

OVG NRW
18.08.2009
9 A 1497/08

Die Heranziehung zu einem Wasserentnahmeentgelt führt auch dann nicht zu einer verfassungsrechtlich unzulässigen Doppelbelastung, wenn der Verpflichtete wegen der Wasserentnahme zugleich Mitglied eines Wasserverbandes ist und an diesen für dessen Wasserbewirtschaftungs- und Reinigungsleistungen Verbandsbeiträge zahlen muss.

Es widerspricht Art. 3 GG nicht, dass Verbandsbeiträge - anders als Aufwendungen im Rahmen freiwilliger Kooperationsvereinbarungen mit der Landwirtschaft oder einer Landwirtschaftskammer - nicht nach § 8 WasEG mit dem Wasserentnahmeentgelt verrechnet werden können.

Aktenzeichen: 9A1497/08 Paragraphen: GGArt.3 Datum: 2009-08-18
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PDF-DokumentUmweltrecht - Wasserrecht

BVerwG - OVG NRW - VG Düsseldorf
13.06.2009
9 B 2.09

Eigentümergebrauch; Gebührenbemessung; Gewässerausbau; Gewässerbenutzung; Gleichheitssatz; Grundsatzrüge; Kieswäsche; Kühlwasser; Lenkungsziel; nicht-steuerliche Abgabe; Normenklarheit; Rahmengesetzgebung; Ressourcennutzungsentgelt; Sondervorteil; Verweisung; Wasserentnahmeentgelt

1. Die Frage, ob eine landesrechtliche Bestimmung mit einer rahmenrechtlichen Vorschrift vereinbar ist, verleiht der Rechtssache nur dann grundsätzliche Bedeutung, wenn die Auslegung der bundesrechtlichen Maßstabsnorm ihrerseits ungeklärte Fragen fallübergreifender Bedeutung aufwirft.

2. Angesichts der grundsätzlichen Unterschiede zwischen der Benutzung eines Gewässers im Rahmen des auf traditionelle, minder bedeutsame Arten der Nutzung beschränkten (erlaubnisfreien) Eigentümergebrauchs und dem Ausbau eines Gewässers stellt es keine gleichheitswidrige Ungleichbehandlung dar, wenn der Gesetzgeber den Eigentümergebrauch, nicht aber den Gewässerausbau von der Entrichtung eines Wasserentnahmeentgelts freistellt.

3. Die Vermeidung von den Wettbewerb beeinträchtigenden Belastungsunterschieden bei wasserintensiven Industrieunternehmen stellt einen sachlichen Grund für eine Differenzierung bei der Höhe des Wasserentnahmeentgelts dar.

4. Die in der Erzielung von Einnahmen liegende gesetzgeberische Motivation für die Einführung eines Wasserentnahmeentgelts ist unter Gleichbehandlungsgesichtspunkten gleichgültig, wenn eine für die Erhebung nicht-steuerlicher Abgaben erforderliche besondere sachliche Rechtfertigung für die Wasserabgabe besteht.

WHG § 3
WHG § 24 Abs. 1 Satz 1
WasEG (NRW) § 1
WasEG (NRW) § 2 Abs. 2
VwGO § 132 Abs. 2 Nr. 1

Aktenzeichen: 9B2.09 Paragraphen: Datum: 2009-06-13
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PDF-DokumentUmweltrecht - Wasserrecht

VG Oldenburg
21.04.2009
1 A 1120/08

Erschwernisbeiträge, Erschwernisbeitrag, Unterhaltungsverband, Wasser- und Bodenverband, Versiegelungen

Erschwernisbeitrag für versiegelte Flächen

1. Erschwernisbeiträge für Versiegelungen können auf der Grundlage der Anlage 6 zum NWG erhoben werden. Bei der Erhebung von Erschwernisbeiträgen können die Wasser- und Bodenverbände auf die Eintragungen der tatsächlichen Nutzung im Liegenschaftskataster zurückgreifen.

2. Maßgeblich für die Berechnung von Erschwernisbeiträgen sind die Größenangaben des Liegenschaftskatasters und nicht die auf dem beitragspflichtigen Grundstück vorhandenen tatsächlich versiegelten Flächen.

NWG § 101 III 4
WVG § 28

Aktenzeichen: 1A1120/08 Paragraphen: NWG§101 WVG§28 Datum: 2009-04-21
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PDF-DokumentUmweltrecht - Wasserrecht

Hessischer VGH - VG Kassel
20.4.2009
7 B 838/09

Insolvenzverwalter; Verhaltensverantwortlichkeit; Zustandsverantwortlichkeit

Wasserrechtliche Verantwortlichkeit des Insolvenzverwalters

1. Die bloße Wahrnehmung einer Gefahrenabwehrpflicht durch den Insolvenzverwalter als Zustandsverantwortlichen begründet für ihn keine Stellung als Betreiber einer Anlage zum Umgang mit wassergefährdenden Stoffen (Tanklager).

2. Maßgeblicher Zeitpunkt der Sach- und Rechtslage für die Beurteilung der Rechtmäßigkeit einer wasseraufsichtsrechtlichen Maßnahme nach § 53 Abs. 2 HWG ist wie im allgemeinen Gefahrenabwehrrecht der Zeitpunkt des Erlasses der behördlichen Anordnung.

3. Die wasserrechtliche Ermächtigungsgrundlage des § 53 Abs. 2 HWG wird auch dann nicht durch die geräte- und produktsicherheitsrechtliche Vorschrift des § 15 GPSG verdrängt, wenn eine Anlage sowohl wasserrechtlichen als auch geräte- und produktsicherheitsrechtlichen Anforderungen genügen muss und diese inhaltlich identisch sind.

4. Bei dem die Durchführung eines Vorverfahrens ausschließenden Tatbestand der Nr. 13.4 der Anlage zu § 16a HessAGVwGO handelt es sich - wie bei der überwiegenden Mehrzahl der Tatbestände der Anlage zu § 16a HessAGVwGO - um eine statische Verweisung auf das darin bezeichnete Gesetz in einer bestimmten Fassung.

HessAGVwGO § 16a
HSOG § 6 Abs. 1
HSOG § 7
HWG § 53 Abs. 2
WHG § 19g
WHG § 19i Abs. 2

Aktenzeichen: 7B838/09 Paragraphen: Datum: 2009-04-20
Link: pdf.php?db=verwaltungsrecht&nr=14638

PDF-DokumentAbfallrecht Umweltrecht - Deponierecht Wasserrecht

OVG NRW - VG Münster
12.03.2009
20 A 1251/07

1. Die Genehmigung innovativer Methoden der Abwasserbehandlung bedarf der positiven Anerkennung ihrer technischen Eignung in der Praxis.

2. Der deponietechnische Sicherheitsstandard für Basisabdichtungen von Langzeitlagern kann auf die Entwässerung von Klärschlamm aus Sickerwasserbehandlungsanlagen in Erdbecken übertragen werden.

LWG NRW § 58
WHG § 18b
WHG § 18a Abs. 1 Satz 3
WHG § 7a

Aktenzeichen: 20A1251/07 Paragraphen: LWGNRW§58 WHG§18b WHG§18a WHG§7a Datum: 2009-03-12
Link: pdf.php?db=verwaltungsrecht&nr=14383

PDF-DokumentUmweltrecht Naturschtzrecht - Wasserrecht

OVG NRW
10.03.2009
9 A 1815/07

"Unmittelbar" im Sinne des § 2 Abs. 2 Satz 3 WasEG bedeutet, dass das Kühlwasser in das Entnahmegewässer zurückgeführt wird und diesem nicht erst über andere Gewässer oder den allgemeinen Naturhaushalt wieder zufließt.

WasEG § 2 Abs. 2 Satz 3

Aktenzeichen: 9A1815/07 Paragraphen: WasEG§2 Datum: 2009-03-10
Link: pdf.php?db=verwaltungsrecht&nr=13749

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