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PDF-DokumentVerbandsrecht - Zweckverband

BVerwG - Sächsisches OVG
26.11.2015
7 CN 1.14

Normenkontrollverfahren; Antragsbefugnis; Wasserschutzgebiet; Festsetzung; Aufhebung; Beobachtungspflicht des Verordnungsgebers; Erforderlichkeit; Schutzkonzept; Verschlechterungsverbot.

Aufhebung eines Trinkwasserschutzgebiets
1. Ein Zweckverband, der die Aufgabe der öffentlichen Wasserversorgung erfüllt, ist als Behörde befugt, einen Antrag auf Normenkontrolle nach § 47 VwGO hinsichtlich einer Verordnung zu stellen, mit der ein in seinem Verbandsgebiet gelegenes Trinkwasserschutzgebiet aufgehoben wird.

2. Eine Wasserschutzgebietsverordnung ist aufzuheben, wenn die Voraussetzungen des § 51 Abs. 1 WHG für deren Erlass nicht mehr vorliegen.

3. Das wasserrechtliche Verschlechterungsverbot steht der Aufhebung einer Schutzgebietsfestsetzung, deren Voraussetzungen nicht mehr vorliegen, nicht entgegen.

GG Art. 14 Abs. 1, Art. 80 Abs. 4
RL 2000/60/EG Art. 4 und 7
VwGO § 47 Abs. 2 Satz 1
WHG § 47 Abs. 1 Nr. 1, § 50 Abs. 2, § 51 Abs. 1 Satz 1, § 52 Abs. 1 und 3, § 106

Aktenzeichen: 7CN1.14 Paragraphen: Datum: 2015-11-26
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PDF-DokumentVerbandsrecht - Zweckverband Satzung

Sächsisches OVG - VG Dresden
13.4.2015
5 A 670/13

Maßgeblichkeit der aktuellen Regelungen bei Veröffentlichungen; Satzungserlassrecht eines Zweckverbandes; Rückwirkung auf Zeiträume nicht ordnungsgemäßer Zusammensetzung der Verbandsversammlung; Gebührenerhebung für Grundstücksteile

1. Veröffentlichungen sind nach den Regelungen vorzunehmen, die zum Zeitpunkt der Veröffentlichung Geltung für sich in Anspruch nehmen. Dies gilt grundsätzlich auch dann, wenn Zweifel an der Wirksamkeit der Veröffentlichungsregelungen bestehen können.

2. Der Zweckverband ist nach seiner Gründung in gleichem Umfang wie zuvor die Kommunen oder kommunalen Zusammenschlüsse, von denen er seine Rechte ableitet, berechtigt, Satzungen mit oder ohne Rückwirkung zu erlassen.

3. Die Rückwirkung kann sich auch auf einen vergangenen Zeitraum unabhängig davon erstrecken, ob die Verbandsversammlung in dem Zeitraum, auf den sich die Rückwirkung erstreckt, durchgängig ordnungsgemäß zusammengesetzt war (Aufgabe von SächsOVG, Beschl. v. 29. November 2005 - 5 BS 4/04 -).

4. Gebühren können auch für einzelne Grundstücksteile erhoben werden.

KomZG SN § 49 Abs 1 S 4, § 13 Abs 2, § 46
KAG SN § 9ff

Aktenzeichen: 5A670/13 Paragraphen: Datum: 2015-04-13
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PDF-DokumentVerbandsrecht - Zweckverband Sonstiges

Thüringer OVG - VG Gera
12.3.2015
4 KO 758/14

Auseinandersetzung des Vermögens eines fehlerhaften Zweckverbandes

1. Wenn sich die an der Auseinandersetzung über das Betriebsvermögen eines "fehlerhaften Zweckverbandes" Beteiligten nicht über etwaige finanzielle Ausgleichsansprüche einigen, steht der Erhebung einer Leistungsklage nicht entgegen, dass die fehlende Einigung durch eine kommunalaufsichtsrechtliche Maßnahme ersetzt werden könnte.

2. Ein Zweckverband, der im Wege der "Betriebsspaltung" einen Teil des Betriebes eines "fehlerhaften Zweckverbandes" übernimmt, ist hinsichtlich etwaiger Ausgleichsansprüche gegen eine Gemeinde, die Mitglied im "fehlerhaften Zweckverband" war und ebenfalls einen Teil des Betriebes des "fehlerhaften Zweckverbandes" übernommen hat, aktiv legitimiert.

3. Für das übernommene Anlagevermögen hat eine Gemeinde, die Mitglied in einem "fehlerhaften Zweckverband" war, einen finanziellen Ausgleich zu leisten, soweit es sich nicht um im Wege der Entflechtung zum 1. Januar 1993 unentgeltlich übernommenes, durch Fördermittel oder durch die Grundstückseigentümer finanziertes Anlagevermögen handelt. Von den Grundstückseigentümern gezahlte Beiträge dienen nicht der Finanzierung des im Gemeindegebiet gelegenen Anlagevermögens, sondern der von dem "fehlerhaften Zweckverband" betriebenen Einrichtung.

4. Eine Gemeinde ist für die Jahre, in denen sie "Mitglied" im "fehlerhaften Zweckverband" war, an den jährlich erwirtschafteten Verlusten zu beteiligen, soweit diese nicht nachträglich ausgeglichen wurden.

5. Eine zum Ausgleich eines Jahresverlustes beschlossene Verbandsumlage ist nur dann vom Jahresverlust in Abzug zubringen, wenn die Gemeinde diese auch tatsächlich gezahlt hat.

KomGArbG TH 2001 § 45 Abs 1, § 41 Abs 5, § 37 Abs 2, § 20 Abs 1
KomO TH 2003 § 121

Aktenzeichen: 4KO758/14 Paragraphen: Datum: 2015-03-12
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PDF-DokumentVerbandsrecht - Zweckverband

Sächsisches OVG - VG Dresden
10.11.2009
4 B 543/07

Zweckverband; Gründungsmängel; Sicherheitsneugründung; Äquivalenzprinzip

Die gerichtliche Prüfung einer Verteilungsregelung i. S. v. § 60 Abs. 1 SächsKomZG hat sich nicht darauf zu erstrecken, ob die vom Satzungsgeber getroffene Regelung die zweckmäßigste, vernünftigste oder gerechteste Lösung ist.

SächsKomZG § 11 Abs. 2 Nr. 5, § 60 Abs. 1

Aktenzeichen: 4B543/07 Paragraphen: SächsKomZG§11 SächsKomZG§60 Datum: 2009-11-10
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PDF-DokumentVerbandsrecht - Zweckverband Satzung

OVG Mecklenburg-Vorpommern - VG Schwerin
29.4.2009
2 L 121/05

Öffentliche Bekanntmachung einer Satzungsänderung; Rechtsaufsichtsbehörde; Beanstandungsrecht; vorbeugende Rechtskontrolle; Aufhebung eines Zweckverbandes

1. Nach öffentlicher Bekanntmachung einer Satzungsänderung steht der Rechtsaufsichtsbehörde das Beanstandungsrecht nach § 81 Abs. 1 KV M-V (KV MV) aus Gründen der Rechtssicherheit nicht mehr zu.

2. Das Anzeigeverfahren nach § 152 KV M-V (KV MV) stellt eine sonstige Wirksamkeitsvoraussetzung der Satzung dar, das ausschließlich der vorbeugenden Rechtskontrolle dient. 3. Ein Verwaltungsakt, mit dem die Aufhebung eines Zweckverbandes nach § 164 Abs. 3 KV M-V (KV MV) kraft Gesetzes festgestellt wird, kann rechtmäßig solange nicht ergehen, wie eine die Mitgliederzahl auf mehr als ein Mitglied festschreibende Satzung wirksam ist.

KV MV § 154 Abs 4, § 164 Abs 3, § 81 Abs 1
SparkG MV § 1 Abs 1

Aktenzeichen: 2L121/05 Paragraphen: KVMV§154 KVMV§164 KVMV§81 SparkGMV§1 Datum: 2009-04-29
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PDF-DokumentVerbandsrecht - Zweckverband

Thüringer OVG - VG Gera
8.10.2007
4 KO 649/05

Zweckverband; Existenz; Entstehen; Bekanntmachung; Verbandssatzung; Inhalt; Genehmigung; Scheingenehmigung; Gründung; Ausfertigung; Behörde; Landrat; Landratsamt; Umlage; Umlegungsschlüssel; Mindestinhalt; Wirksamkeit; Bestimmtheit; Beitragsrecht Wirksame Entstehung eines Zweckverbandes ungeachtet eines materiellrechtlich unwirksamen Umlegungsschlüssels in der Verbandssatzung.

1. Zu den Entstehungsvoraussetzungen eines Zweckverbandes nach Thüringer Landesrecht (Bestätigung der bisherigen Senatsrechtsprechung).

2. Maßgeblich für die Entstehung eines Zweckverbandes ist nicht der Nachweis einer schriftlich erteilten Genehmigung der Verbandssatzung durch die zuständige Aufsichtsbehörde, sondern ob aus der Bekanntmachung der Verbandssatzung und ihrer Genehmigung nach § 19 Abs. 1 Satz 1 ThürKGG die Tatsache der Genehmigungserteilung durch die zu-ständige Aufsichtsbehörde ersichtlich ist.

3. Im Hinblick auf das Entstehen eines Zweckverbandes nach § 19 Abs. 1 Satz 3 ThürKGG ist zu unterscheiden zwischen den Folgen einer unwirksamen Bestimmung in der Verbandssatzung für das Außenrechtsverhältnis und für das Innenrechtsverhältnis der Verbandsmitglieder zum Zweckverband.

4. Voraussetzung für eine konstitutiv wirkende Bekanntmachung der Verbandssatzung eines Zweckverbandes im Rechtsverkehr ist, dass die Verbandssatzung eine Regelung über den Umlegungsschlüssel gemäß § 17 Abs. 2 Nr. 5 ThürKGG enthält, ohne den sie nicht den aus sich heraus vollständigen Mindestinhalt aufweisen würde. Hierfür genügt jedoch eine Regelung, die als Maßstabsregelung im Sinne des § 17 Abs. 2 Nr. 5 ThürKGG i. V. m. § 37 Abs. 2 ThürKGG erkennbar und nicht offensichtlich als Umlegungsschlüssel untauglich ist. Auf die materiellrechtliche Wirksamkeit der Regelung kommt es dagegen für die Entstehung des Zweckverbandes nicht an.

ThürKGG § 19 Abs 1 S 1
ThürKGG § 19 Abs 1 S 3
ThürKGG § 17 Abs 2 Nr 5 ThürKGG § 12 Abs 1 S 2 ThürKGG § 37 Abs 2

Aktenzeichen: 4KO649/05 Paragraphen: ThürKGG§19 Datum: 2007-10-08
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PDF-DokumentVerbandsrecht - Zweckverband

Sächsisches OVG - VG Leipzig
12.09.2007
5 B 191/05

Gründungszweckverband/Teilrechtsfähigkeit; privatrechtlicher Entgeltanspruch eines (Gründungs-) Zweckverbands; Rechtsträgeridentität; Regelungsregime einer öffentlichen Wasserversorgungseinrichtung

1. Ein Zweckverband, der mangels wirksamer Gründung nicht als öffentlich-rechtliche Körperschaft existent geworden ist, ist in Bezug auf den später wirksam gegründeten Zweckverband - entsprechend dem gesellschaftsrechtlichen Institut der Gesellschaft in Gründung oder der Vorgesellschaft - als Gründungszweckverband anzusehen. Er kann Partei eines zivilrechtlichen Vertrages werden oder Inhaber bereicherungsrechtlicher Ansprüche sein. Es besteht Rechtsträgeridentität zwischen dem Gründungszweckverband und dem Zweckverband. Eine gesonderte Übertragung von Forderungen erfolgt nicht.

2. Ein für den Betrieb einer öffentlichen Wasserversorgungseinrichtung gewähltes Regelungsregime (privatrechtlich oder öffentlich-rechtlich) darf nicht rückwirkend geändert werden.

BGB §§ 291, 288, 315, 316, 818 Abs. 2
EGBGB Art. 229 § 1
SächsKAG § 9 Abs. 1
SächsKAG § 17 Abs. 1

Aktenzeichen: 5B191/05 Paragraphen: BGB§291 BGB3288 BGB§315 BGB§316 BGB§818 SächsKAG§9 SächsKAG§17 Datum: 2007-09-12
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PDF-DokumentVerbandsrecht - Zweckverband Beiräge/Abgaben Verjährung

OVG Saarland
24.08.2007
1 A 49/07

Zweckverband; Aufgabenübertragung; rückwirkende Festsetzungsverjährung; Hemmung

1. Nach saarländischem Landesrecht ist es zulässig, einem Zweckverband auch noch unerledigte Angelegenheiten - hier: Gebührenansprüche - aus der Zeit vor seiner Gründung zur Erledigung zu übertragen; ob dies der Fall ist oder ob nur nach Gründung des Zweckverbandes anfallende Aufgaben übertragen sind, ist durch Auslegung der Zweckverbandssat-zung zu ermitteln.

2. Wird ein vor Eintritt von Festsetzungsverjährung erlassener Abgabenbescheid auf Klage des Abgabenschuldners vom Verwaltungsgericht aufgehoben, weil die zugrunde liegende Satzung nichtig ist, bleibt der Ablauf der Festsetzungsverjährungsfrist bis zum Erlass einer neuen Satzung und eines neuen Abgabenbescheides gehemmt (§§ 12 I Nr. 4 lit. b KAG, 171 III a 3.3 AO); daran ändert sich nichts dadurch, dass die neue Satzung rückwirkend in Kraft gesetzt wird.

3. § 8 VII 2 KAG meint mit "Inkrafttreten der Satzung" das Inkrafttreten eine wirksamen Sat-zung.

AO § 171 Abs 3a
KAG SL § 8 Abs 7
KomGArbG SL § 2 Abs 1
KomGArbG SL § 3 Abs 3
KomGArbG SL § 4 Abs 1

Aktenzeichen: 1A49/07 Paragraphen: AO§171 KAGSL§8 KomGArbGSL§2 KomGArbGSL§3 KomGArbGSL§4 Datum: 2007-08-24
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PDF-DokumentVerbandsrecht - Zweckverband

Bayerischer VGH
29.06.2006
23 N 05.3090

Kommunaler Zweckverband; Übernahme von Aufgaben der Mitgliedsgemeinden; Rechtsnachfolge; Übergangsregelungen

1. Ein Zweckverband wird allein auf Grund der Tatsache, dass er nunmehr die Aufgabe der öffentlichen Entwässerung anstelle seiner Mitgliedsgemeinden übernimmt, weder deren Gesamt- noch Sonderrechtsnachfolger (Fortsetzung der st Rspr des BayVGH).

2. Außerhalb einer Beitrags- und Gebührensatzung getroffene Übergangsregelungen haben keine Auswirkung auf die Rechtmäßigkeit der Satzung, sondern allenfalls auf deren Vollzug.

KAG B Art 2
KAG B Art 5
VwGO § 47
KommZG B 1994 Art 17 Abs 1

Aktenzeichen: 23N05.3090 Paragraphen: KAGBArt.2 KAGBArt.5 VwGO§47 KommZGB1994Art.17 Datum: 2007-06-29
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PDF-DokumentVerbandsrecht - Zweckverband Beiträge/Abgaben

Thüringer OVG - VG Meiningen
3.5.2007
4 EO 101/07

Ein Zweckverband ist nicht verpflichtet, Abwasserbeiträge zurückzuzahlen, die nicht er selbst erhoben hat, sondern ein anderer Aufgabenträger.

Abwasserbeitrag; Antrag; Rückzahlung; rückzahlungspflichtig; Aufgabenträger; Frist; Bearbeitung; Satzungsrecht; Anpassung; Beitragsgläubiger; Beitragsschuldverhältnis; Privilegierung; Beitragspflicht; Zeitpunkt; Fälligkeit; Doppelbelastung; Wechsel; Einrichtungsträger

1. Eine Rückzahlungspflicht für Abwasserbeiträge nach § 21a Abs. 4 ThürKAG 2005 besteht nur für diejenigen Aufgabenträger, die vor dem 01.01.2005 als Beitragsgläubiger Abwasserbeiträge erhoben haben und die seit Inkrafttreten der Neuregelungen des ThürKAG 2005 noch Abwasserbeiträge nach Maßgabe der Privilegierungstatbestände in § 7 Abs. 7 ThürKAG 2005 erheben.

Im Falle eines vor dem 01.01.2005 bewirkten Wechsels des Aufgabenträgers, der die Abwasserbeiträge erhoben hat, besteht deshalb weder für den neuen Aufgabenträger noch für den früheren Aufgabenträger eine Rückzahlungspflicht für Abwasserbeiträge nach § 21a Abs. 4 ThürKAG 2005.

2. Wenn die Beitragszahler, bei denen der Aufgabenträger vor dem 01.01.2005 gewechselt hat, weder gegen den alten noch gegen den neuen Aufgabenträger einen Rückzahlungsanspruch haben, handelt es sich nur scheinbar um eine Lücke in der Regelung der Privilegierungstatbestände und Rückzahlungspflichten nach dem ThürKAG 2005. Tatsächlich handelt es sich um das Problem der Vermeidung von Doppelbelastungen der Beitragszahler bei einem Wechsel des Aufgabenträgers und damit um ein Problem, auf das die Übergangsbestimmungen des ThürKAG 2005 überhaupt nicht zugeschnitten sind.

3. Unabhängig von den zum 01.01.2005 in Kraft getretenen Neuregelungen im Abwasserbeitragsrecht sind bei jeder Art eines Trägerwechsels der öffentlichen Einrichtung die verfassungsrechtlichen Vorgaben des Gleichheitssatzes und des Äquivalenzprinzips zu berücksichtigen und Doppelbelastungen der Beitragszahler zu vermeiden. Dem kann auf unterschiedliche Weise Rechnung getragen werden.

ThürKAG § 21a Abs 4
ThürKAG § 21a Abs 5
ThürKO § 120 Abs 1 S 2

Aktenzeichen: 4EO101/07 Paragraphen: ThürKAG§21a ThürKO§120 Datum: 2007-05-03
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PDF-DokumentVerbandsrecht - Wasserverband Zweckverband Sonstiges

BVerwG - Bayerischer VGH
22.03.2007
10 BN 5.06

Äquivalenzprinzip, kommunaler Abwasserverband, Rechtsnachfolge, Trägerwechsel, Altanschließer, Neuanschließer, Beitrag, Heranziehungsverfahren, Beitragsdifferenzierung, Antragsbefugnis, Rechtsschutzbedürfnis, Gleichheitssatz

1. Die Anforderungen des Gleichheitssatzes und des Äquivalenzprinzips an die Erhebung kommunaler Beiträge sind auch dann zu beachten, wenn eine gemeindliche Entwässerungseinrichtung auf einen kommunalen Abwasserverband übergeht, ohne dass der neue Einrichtungsträger Gesamt- oder Sonderrechtsnachfolger der Gemeinde wird.

2. Den Anforderungen der genannten Grundsätze braucht der Satzungsgeber nach dem Trägerwechsel aber nicht zwingend durch unterschiedliche Beitragssätze für Alt- und Neuanschließer Rechnung zu tragen. Der gebotene Belastungsausgleich kann vielmehr auch im Rahmen des Heranziehungsverfahrens bewirkt werden, wenn von Differenzierungen der Beitragsregelungen aus Gründen kaum zu bewältigender Regelungskomplexität Abstand genommen wird.

GG Art. 3 Abs. 1

Aktenzeichen: 10BN5.06 Paragraphen: GGArt.3 Datum: 2007-03-22
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PDF-DokumentVerbandsrecht - Zweckverband Mitgliedschaft

OVG Sachsen-Anhalt
11.01.2007
4 L 732/04

Zu dem Austritt einer Gemeinde aus einen (Wasser/Abwasser)Zweckverband GemO SA § 140

KomGArbG SA 1996§ 19a Abs 3
KomGArbG SA 1997§ 8a Abs 3

Aktenzeichen: 4L732/04 Paragraphen: KomGArbGSA§19a KomGArbGSA§8a Datum: 2007-01-11
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PDF-DokumentVerbandsrecht - Zweckverband Sonstiges

BVerwG - Thüringer OVG
11.10.2006
10 CN 2.05

Zweckverband; Gründung; Verkündung; Bekanntmachung; kumulative Bekanntmachung; Ersatzbekanntmachung; rechtsstaatliche Bekanntmachungsanforderungen; rechtsstaatliches Publizitätsgebot; Wegfall eines Bekanntmachungsorgans; tatsächliche Unmöglichkeit der Rechtsnormbefolgung; Außerkrafttreten von Rechtsnormen; Kontrollpflicht des Satzungsgebers; Anpassungspflicht des Satzungsgebers

Schreibt eine Bekanntmachungsregelung die kumulative öffentliche Bekanntmachung kommunaler Satzungen in zwei Tageszeitungen vor und stellt eine dieser Zeitungen ihr Erscheinen ein, so reicht es nach dem rechtsstaatlichen Publizitätsgebot zumindest vorübergehend aus, die Bekanntmachung weiteren Satzungsrechts in der verbliebenen Zeitung vorzunehmen.

GG Art. 20 Abs. 3
GG Art. 28 Abs. 1 Satz 1
ThürKGG § 12 Abs. 1
ThürKGG § 18
ThürKGG § 19 Abs. 1
ThürBekVO § 3 Abs. 2

Aktenzeichen: 10CN2.05 Paragraphen: GGArt.20 GGArt.28 ThürKGG§12 ThürKGG§18 ThürKGG§19 ThürBekVO§3 Datum: 2006-10-11
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PDF-DokumentVerbandsrecht - Zweckverband

OVG Sachsen-Anhalt
15.05.2006
4 L 141/06

Zur Auslegung der Regelungen zur Aufgabenübertragung auf einen Zweckverband in einer Verbandssatzung

KomGArbG SA § 9 Abs 1 S 1

Aktenzeichen: 4L141/06 Paragraphen: KomGArbGSA§9 Datum: 2006-05-15
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PDF-DokumentVerbandsrecht - Zweckverband Beiträge/Abgaben

Thüringer OVG - VG Gera
27.3.2006
4 EO 87/06

Die Antragstellerin wendet sich im Eil- und Beschwerdeverfahren gegen die für sofort vollziehbar erklärten Aufforderungen der Rechtsaufsichtsbehörde, Trinkwasserbeiträge zurückzuzahlen, die der Zweckverband zur Wasserversorgung und Abwasserentsorgung der Gemeinden im Thüringer Holzland (im Folgenden: ZWA Holzland) in ihrem Gemeindegebiet erhoben hat, und die Verwaltungsgemeinschaft Hermsdorf mit der Ermittlung der Berechtigungslage an den betroffenen Grundstücken und mit der Erstellung von Rückzahlungsbescheiden zu beauftragen.

Aktenzeichen: 4EO87/06 Paragraphen: Datum: 2006-03-27
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PDF-DokumentVerbandsrecht - Zweckverband

OVG Sachsen-Anhalt
17.03.2006
4 L 33/06

Zur Neugründung eines Zweckverbandes

Wenn ein Zweckverband wirksam besteht, können dessen Mitgliedsgemeinden nicht durch eine Neugründung ohne die Auflösung des bestehenden Verbandes einen anderen, von dem bisherigen Verband unabhängigen Verband schaffen. Ein solcher Akt ist dann lediglich als Klarstellung hinsichtlich der Wirksamkeit des bestehenden Verbandes anzusehen.

Aktenzeichen: 4L33/06 Paragraphen: Datum: 2006-03-17
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PDF-DokumentVerbandsrecht - Zweckverband Satzung

Sächsisches OVG - VG Chemnitz
24.02.2006
4 BS 19/05

Inzidentkontrolle, Aussetzungsinteresse, Vollziehungsinteresse, Ersatzvornahme

Bei der für die Interessenabwägung in einem Verfahren nach § 80 Abs. 5 Satz 1 VwGO zunächst in den Blick zu nehmenden Erfolgsaussichten eines Rechtsbehelfs gegen eine sofort vollziehbare Maßnahme, bei der auch die Rechtsmäßigkeit von Regelungen einer Satzung in Rede steht, ist kein Prüfungsmaßstab anzulegen, der zum Ergebnis hätte, in dem vorläufigen Rechtsschutzverfahren gleichsam eine Normenkontrollprüfung i.S.v. § 47 VwGO durchzuführen.

VwGO § 47
VwGO § 80 Abs. 5 Satz 1
SiGrG § 4 Abs. 1
SiGrG § 4 Abs. 2

Aktenzeichen: 4BS19/05 Paragraphen: VwGO§47 VwGO§80 SiGrG§4 Datum: 2006-02-24
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PDF-DokumentVerbandsrecht - Haftungsrecht Zweckverband

Sächsisches OVG - VG Chemnitz
15.02.2006
4 B 952/04

1. Fügt ein ehrenamtlich tätiger Verbandvorsitzender seinem Zweckverband einen Schaden zu, so richtet sich die Haftung im sog. Innenverhältnis mangels spezialgesetzlicher Regelung nach dem zugrundeliegenden öffentlich-rechtlichen Auftragsverhältnis, auf das die §§ 662 ff. BGB entsprechende Anwendung finden. Ausgehend davon haftet ein Verbandsvorsitzender entsprechend § 276 BGB sowohl für vorsätzliche als auch für fahrlässige Pflichtverletzungen; davon ist das Verwaltungsgericht zutreffend ausgegangen.

2. Übt der Vorsitzende eines Zweckverbands - wie von § 56 Abs. 1 Satz 3 SächsKomZG ausdrücklich vorgesehen - neben dieser ehrenamtlichen Tätigkeit zugleich ein Amt als kommunaler Wahlbeamter i.S.v. §§ 158 ff. SächsBG aus (etwa als Bürgermeister oder Landrat), wirkt sich dies auf seine Haftungsverpflichtung gegenüber dem Zweckverband jedenfalls nicht unmittelbar aus. Soweit § 97 Abs. 1 Satz 1 SächsBG die Schadensersatzpflicht von Beamten auf Fälle der vorsätzlichen oder grob fahrlässigen Pflichtverletzung beschränkt, betrifft dies nur die Haftung gegenüber dem jeweiligen Dienstherrn, also nicht auch die Haftung eines Zweckverbandsvorsitzendem gegenüber dem Zweckverband. (Leitsatz der Redaktion)

SächsBG §§ 97, 158
VwGO § 124
BGB § 276
BGB §§ 662 ff.
SächsKomZG §§ 3 ff., 20, 44 ff., 56 Abs. 1 Satz 3
AktG § 111

Aktenzeichen: 4B952/04 Paragraphen: SächsBG§97 SächsBG§158 VwGO§124 BGB§276 BGB§662 AktG§11 SächsKomZG§3 SächsKomZG§20 SächsKomZG§44 SächsKomZG§56 Datum: 2006-02-15
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PDF-DokumentVerkehrswegerecht Verbandsrecht - Zweckverband Eisenbahnrecht Nahverkehr

VG Stuttgart
16.12.2005
10 K 5649/03

Feststellungsklage, Unzulässigkeit der Feststellung von Tatbestandsmerkmalen, regionale Bedeutsamkeit, Schienenpersonennahverkehr, Aufgabenträgerschaft, Auflösung eines Zweckverbandes, Aufgabenwegfall, Kündigung aus wichtigem Grund

Zur Regionalbedeutsamkeit von Schienenpersonennahverkehren;

Zur Frage eines gesetzlichen Aufgabenübergangs;

Zum Recht der Kündigung der Mitgliedschaft in einem Zweckverband aus wichtigem Grund

GVRS § 3 Abs. 1 Nr. 4
GVRS § 4 Abs. 1 Satz 1 Nr. 1
GKZ § 21
GKZ § 22

Aktenzeichen: 10K5649/03 Paragraphen: GVRS§3 GVRS§4 GKZ§21 GKZ§22 Datum: 2005-12-16
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PDF-DokumentGebühren- und Abgabenrecht Verbandsrecht - Abwasser/Wasser Zweckverband

VG Gera
19.10.2005
5 K 1857/01 GE

1. Der Gebührenschuldner kann der Gebührenpflicht nicht entgegenhalten, dass der Zweckverband im Gemeindegebiet noch keine Bestandsaufnahme der Entwässerungseinrichtung durchgeführt hat und die Gemeinde weiterhin Wartungsarbeiten durchgeführt hat.

2. Die gebührenpflichtige Leistung im Entwässerungsgebührenrecht ist die Abnahme des Abwassers, nicht die nachfolgende Entsorgung.

3. Eine behauptete Gewässerverunreinigung durch den entsorgungspflichtigen Zweckverband ist im Verhältnis zwischen Gebührenschuldner und Zweckverband ohne Belang. Ein Verstoß gegen wasserrechtliche Vorschriften ist nur im Verhältnis zwischen dem Zweckverband und den nach dem Landeswassergesetz zuständigen Behörden von Relevanz.

Aktenzeichen: 5K1857/01 Paragraphen: Datum: 2005-10-19
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PDF-DokumentVerbandsrecht - Zweckverband

Thüringer OVG
5.9.2005
4 N 1205/97

Gründung eines Zweckverbandes

Benutzungsgebühren; Zweckverband; Entstehung; Gründung; Verbandssatzung; Bekanntmachung; Bekanntmachungsregelung; kumulative Bekanntmachung; Hauptsatzung; Rechtsstaatsprinzip; Amtsblatt; Zeitung

1. Unwirksame Gründung eines Wasser- und Abwasserzweckverbandes wegen Bekanntmachung der Verbandssatzung im falschen Bekanntmachungsorgan.

2. Zu den Anforderungen an öffentliche Bekanntmachungen und Bekanntmachungsregelungen vor In-Kraft-Treten der Thüringer Kommunalordnung und der Thüringer Bekanntmachungsverordnung (Bestätigung der bisherigen Rspr., vgl. Urteil vom 09.12.2003, 4 KO 583/03, ThürVGRspr. 2005, S. 7).

Rechtsquellen KommVerf-DDR § 5
KommVerf-DDR § 61
VKO § 5
ThürKO §§ 21 Abs 1 S 2, 100 Abs 1 S 2
ThürKGG §§ 19 Abs 1 S 3, 47
ThürBekVO §§ 1, 5, 6 S 2
ThürKAG § 12

Aktenzeichen: 4N1205/97 Paragraphen: VKO§5 ThürKO§21 ThürKO§100 ThürKGG§19 ThürKGG§47 ThürBekVO§1 ThürBekVO§5 ThürBekVO§6 ThürKAG§12 Datum: 2005-09-05
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PDF-DokumentVerbandsrecht - Zweckverband Beiträge/Abgaben

Hessischer VGH - VG Wiesbaden
28.07.2005
5 TG 3920/04

Erteilungsfiktion bei Genehmigung, Kündigung der Verbandsmitgliedschaft aus wichtigem Grund, Umlage zum Ausgleich von Verlusten ("Altlastenumlage"), Zweckverband, aufsichtsbehördliche Genehmigung

Altlastenumlage

Auf die aufsichtsbehördliche Genehmigung einer Kündigung der Verbandsmitgliedschaft aus wichtigem Grund gem. § 21 Abs. 3 des Hess. Gesetzes über Kommunale Gemeinschaftsarbeit (KGG) lässt sich die an den Ablauf von drei Monaten nach Eingang des Genehmigungsantrages anknüpfende Erteilungsfiktion des § 143 Abs. 1 Satz 3 der Hess. Gemeindeordnung (HGO) nicht sinngemäß anwenden.

HGO § 143 Abs. 1 Satz 3
KGG §§ 10, 11, 21, 35

Aktenzeichen: 5TG3920/04 Paragraphen: HGO§143 KGG§10 KGG§11 KGG§21 KGG§35 Datum: 2005-07-28
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PDF-DokumentVerbandsrecht - Zweckverband Sonstiges

OVG Sachsen-Anhalt
01.06.2005
1 M 196/05

Zur rückwirkenden Bildung eines infolge von Gründungsfehlern nicht wirksam gebildeten Zweckverbandes

1. Nach § 8 a Abs. 1 Satz 1 GKG LSA (KomGArbG ST) gelten infolge von Gründungsfehlern nicht wirksam gebildete Zweckverbände rückwirkend ab dem Tage nach der öffentlichen Bekanntmachung ihres Statuts oder ihrer Verbandssatzung als gebildet, sofern nicht ein späterer Zeitpunkt bestimmt ist. Wie sich aus dem Wortlaut von § 8 a Abs. 1 Satz 2 GKG LSA (KomGArbG ST) ergibt, sind dabei die weiteren Heilungsmöglichkeiten (Bekanntmachung der Genehmigungsverfügung, öffentliche Bekanntmachung der ersten Abgabensatzung) erst eröffnet, wenn eine Verbandssatzung bzw. ein Statut nicht öffentlich bekannt gemacht worden ist.

2. Zwar gelten fehlerhaft gegründete Zweckverbände nach § 8 a Abs. 1 GKG LSA (Kom-GArbG ST) rückwirkend als wirksam gebildet, was einschließt, dass mit der Bildung des Zweckverbandes auch die Befugnis zum Erlass von Abgabensatzungen rückwirkend auf den Zweckverband übergeht. Diese Heilungsfiktion erstreckt sich aber nicht auf Abgabensatzungen, welche bereits zu einem Zeitpunkt beschlossen und bekannt gemacht worden sind, als der Zweckverband noch nicht als wirksam gebildet galt.

KomGArbG ST §§ 8a Abs 1 S 2, 9, 8a
KAG ST § 6 Abs 1 S 1
LSA-GKG § 8a Abs 1

Aktenzeichen: 1M196/05 Paragraphen: Datum: 2005-06-01
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PDF-DokumentVerbandsrecht - Zweckverband Satzung Beiträge/Abgaben

Thüringer OVG - VG Weimar
31.05.2005
4 KO 1109/04

1. Der Erlass einer Beitrags- und Gebührensatzung durch einen nachträglich erstmals wirksam entstandenen Zweckverband ist nicht geeignet, einen Beitragsbescheid zu heilen, den nicht dieser Zweckverband erlassen hat, sondern ein vormals fehlerhafter Zweckverband gleichen Namens.

2. Im Thüringer Zweckverbandsrecht ist der Übergang von Rechten und Pflichten eines nicht existent gewordenen, fehlerhaften Zweckverbandes auf einen später wirksam entstandenen Zweckverband im Wege der Funktionsnachfolge zulässig und geboten, wenn der neue Zweckverband für seine Verbandsmitglieder die Aufgaben des fehlerhaften Verbandes in vergleichbarer Weise übernommen hat und dessen Aufgabe und Funktion insoweit fortführt.

3. Allerdings führt die Funktionsnachfolge nicht dazu, dass die vom fehlerhaften Zweckverband erlassenen und mangels hoheitlicher Befugnis rechtswidrigen Verwaltungsakte kraft Funktionsnachfolge als Verwaltungsakte des nunmehr wirksam gegründeten Hoheitsträgers gelten und auf diese Weise geheilt würden.

BGS-EWS 2002 § 5 Abs. 2
BGS-EWS 2002 § 5 Abs. 2 Buchst. b)
BGS-EWS 2002 § 5 Abs. 2 Buchst. bb) Ziffer 1
ThürKGG § 19

Aktenzeichen: 4KO1109/04 Paragraphen: BGS-EWS§5 ThürKGG§19 Datum: 2005-05-31
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PDF-DokumentVerbandsrecht - Zweckverband

Sächsisches OVG
27.04.2005
5 D 16/02

Zweckverband, Verbandsversammlung, Verbandsmitglied, Mitgliedsgemeinde, weitere Vertreter, Einigung, mehrfaches Stimmrecht, persönliche Stellvertreter, Demokratieprinzip, Weitergabe der Repräsentation, Einrichtung einer Funktionseinheit

1. Die Einigung hinsichtlich der Bestellung der weiteren Vertreter eines Verbandsmitglieds in der Verbandsversammlung hat den Charakter einer Abstimmung, nicht einer Wahl. Es reicht aus, wenn die Einigung im Kreis der anwesenden Gemeinderäte und des Bürgermeisters erzielt wird.

2. Ist die Verbandsversammlung eines Zweckverbands mangels uwirksamer Bestellung der weiteren Vertreter eines Verbandsmitglieds nicht fertig zusammengesetzt, kann sie nicht rechtmäßig handeln.

3. Entscheidungen einer Verbandsversammlung sind rechtswidrig, wenn an der Beschlussfassung Personen mitgewirkt haben, die nicht wirksam zu (weiteren) Vertretern eines Verbandsmitglieds bestellt wurden. Das gilt unabhängig davon, ob sich die Stimmabgabe auf das Ergebnis der Abstimmung ausgewirkt hat.

4. Entsendet eine Mitgliedsgemeinde mehrere Vertreter in die Verbandsversammlung, darf der Bürgermeister für die weiteren Vertreter nicht mit abstimmen.

5. Ein mehrfaches Stimmrecht in der Verbandsversammlung kann in der Verbandssatzung nur für einzelne, nicht für alle Verbandsmitglieder vorgesehen werden.

SächsKomZG § 16
SächsKomZG § 52

Aktenzeichen: 5D16/02 Paragraphen: SächsKomZG§16 SächsKomZG§52 Datum: 2005-04-27
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PDF-DokumentVerbandsrecht - Zweckverband Satzung

Sächsisches OVG - VG Leipzig
20.04.2005 5 B 585/03
Satzungskompetenz, In-Kraft-Treten, Abwasserzweckverband

1. Eine Satzung ist nichtig, wenn es dem Satzungsgeber im Zeitpunkt der Beschlussfassung an einer Satzungskompetenz fehlte. Aus dem Gesichtspunkt der "Vorwirkung" voraussichtlich in der Zukunft wieder zustehender Satzungskompetenz ergibt sich nichts anderes.

2. Unbestimmtheit einer aufschiebend bedingt auf den Zeitpunkt der "Rechtskraft" eines Auflösungsbeschlusses abstellenden In-Kraft-Tretens-Regelung.
SächsWG § 63 Abs. 2
SächsGemO § 4 Abs. 3
SächsGemO § 9 Abs. 2

Aktenzeichen: 5B585/03 Paragraphen: SächsWG§63 SächsGemO§4 SächsGemO§9 Datum: 2005-04-20
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PDF-DokumentVerbandsrecht - Zweckverband Beiträge/Abgaben

Sächsisches OVG
17.01.2005 5 D 30/01
Zweckverband, Teilaufgabenübertragung, Abwasserbeitrag, Abwassergebühr, Betriebskapital

1. Die Übertragung der Teilaufgabe der Beseitigung des von den Verbandsgemeinden gesammelten und bis zu Übergabepunkten zugeleiteten Abwassers auf einen Zweckverband ist mit höherrangigem Recht vereinbar.

2. Mit der Übertragung von Teilen der Abwasserbeseitigungsaufgabe auf einen Zweckverband geht insoweit die Abgabenhoheit auf diesen über, es sei denn, das Verbandsstatut sieht ihr Verbleiben bei den Verbandsgemeinden vor.

3. Die Übertragung von Teilen der Abwasserbeseitigungsaufgabe auf einen Zweckverband führt nicht zum Entstehen verschiedener Einrichtungen der Abwasserbeseitigung.

4. Die Berechung des Betriebskapitals für die Anlagen bzw. Anlagenteile des Zweckverbandes durch die Verbandsgemeinde, bei denen die Abgabenhoheit insoweit verblieben ist, ist rechtlich nicht zu beanstanden, wenn sie auf der Grundlage des Anteils der Einwohnerwerte (Einwohner + Einwohnergleichwerte) der jeweiligen Verbandsgemeinde an der Gesamtzahl der Einwohnerwerte erfolgt.
KommVerf § 61 Abs. 2
SächsKAG §§ 9 Abs. 2 Satz 1, 17 Abs. 1
SächsKomZG § 44 Abs. 1
SächsWG § 63

Aktenzeichen: 5D30/01 Paragraphen: KommVerf§61 SächsKAG§9 SächsKAG§17 SächsKonZG§44 SächsWG§63 Datum: 2005-01-17
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PDF-DokumentVerbandsrecht - Zweckverband

OVG Sachsen-Anhalt - VG Halle
13.01.2005 4 L 241/03
Zweckverband, Kündigung, Austritt, Feststellung, Verwaltungsakt, feststellender Anfechtungsklage, Feststellungsklage, Verpflichtungsklage, Kündigungserklärung, Gemeinderatsbeschluss, Mitteilung, Umdeutung, Abwicklung, Alternativkonzept, Abwasserbeseitigung,

besondere Austrittsmöglichkeit aus Zweckverbänden aufgrund des "Heilungsgesetzes" konnte schon dann verweigert werden, wenn die Abwicklung nicht zuvor vereinbart oder durch die Kommunalaufsicht verfügt worden war

1. Eine kombinierte Anfechtungs- und Feststellungsklage ist anstelle einer Verpflichtungsklage nur zulässig, wenn und soweit es dem Kläger nicht zuzumuten ist, einen Anspruch auf einen Verwaltungsakt mit Hilfe der Verpflichtungsklage durchzusetzen.

2. Die Austrittserklärung muss eindeutig sein. Wenigstens im Weg der Auslegung muss erkennbar werden, dass sich die Gemeinde auf das außerordentliche Austrittsrecht berufen will.

Die Umdeutung einer ordentlichen in eine außerordentliche Austrittserklärung setzt die Erkennbarkeit des unbedingten Beendigungswillens voraus.

3. Aus dem systematischen Zusammenhang der §§ 5 Abs. 4 Satz 4; 8a Abs. 2 Satz 3, Abs. 3 Satz 1 GKG-LSA folgt, dass die Abwicklungsfragen geklärt sein müssen, bevor die Entscheidung über die Feststellung des Austritts getroffen wird. Kommt eine einvernehmliche Regelung unter den Mitgliedern des Zweckverbands nicht zustande, so hat die austrittswillige Gemeinde einen Rechtsanspruch auf die kommunalrechtliche Ersetzung.

4. Ein "wichtiger Grund" i. S. des § 8a Abs. 3 Satz 2 GKG-LSA, der die Feststellung des Austritts ausschließt (§ 8a Abs. 3 Satz 3 GKG-LSA), liegt vor, wenn die Gemeinde kein wasserwirtschaftlich und wirtschaftlich vertretbares Alternativkonzept zur Abwasserbeseitigung vorlegen kann.
LSA-GKG § 5 IV 2
LSA-GKG § 8a BGB § 140

Aktenzeichen: 4L241/03 Paragraphen: LSA-GKG§5 LSA-KAG§8a Datum: 2005-01-13
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PDF-DokumentVerbandsrecht - Wasserverband Zweckverband

OVG Lüneburg
31.08.2004 13 LB 9/03
Entlassung; Gemeindemitgliedschaft; Unterhaltungsverband Wasserverbandsrecht

Die Entlassung einer Gemeinde, die freiwillig Mitglied in einem niedersächsischen Unterhaltungsverband geworden ist, ist nicht möglich.
NWG § 101
WVG § 24
WVG § 79

Aktenzeichen: 13LB9/03 Paragraphen: NWG§101 WVG§24 WVG§79 Datum: 2004-08-31
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PDF-DokumentVerbandsrecht - Zweckverband

OLG Naumburg - LG Halle
28.07.2004 4 W 16/04
Die Frage, ob eine Gemeinde eine mitgliedschaftliche Stellung bei einem Abwasserzweckverband, einer öffentlichrechtlichen Körperschaft ( § 7 Abs. 1 GKG LSA), erworben hat, ist eine öffentlichrechtliche Streitigkeit nicht verfassungsrechtlicher Art.
VwGO § 40
GVG § 13
KomVerf der DDR vom 17. Mai 1990 § 2 Abs. 2
GKG LSA § 8 a Abs. 1 S. 1
GemO LSA § 140

Aktenzeichen: 4W16/04 Paragraphen: VwGO§40 GVG§13 GKGLSA§8a GemOLSA§140 Datum: 2004-07-28
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PDF-DokumentVerbandsrecht - Zweckverband Satzung Sonstiges Aufsicht

OVG Sachsen-Anhalt - VG Halle
18.11.2003
2 M 380/03

Verbandsgründung, wirksamem, Zweckverband, Gründung, wirksame, Feststellung, Rechtsgrundlage, Rücknahme, Jahresfrist, Fristbeginn, Fristauslösung, Anhörung, Entscheidungsmaterial, vollständiges

Feststellung, dass ein Zweckverband wirksam gegründet worden ist, kann als rechtswirdrig zurückgenommen werden

1.Für die Feststellung der Kommunalaufsicht durch Verwaltungsakt, ein Zweckverband sei wirksam gegründet worden, fehlt es an einer Rechtsgrundlage.

2.Der deshalb rechtswidrige Feststellungs-Verwaltungsakt kann nach den Regeln des § 48 VwVfG LSA zurückgenommen werden.

3.Die Jahresfrist des § 48 Abs. 4 Satz 1 VwVfG LSA beginnt erst zu laufen, wenn der Behörde die für die Rücknahme-Entscheidung erheblichen Tatsachen vollständig bekannt sind. Ist eine Anhörung verfügt, so kommt es nicht darauf an, ob die Stellungnahme noch maßgebliche Gesichtspunkte tatsächlich enthält, sondern es reicht aus, dass sie sie hatte enthalten können.

LSA-VwVfG § 48 I 2
LSA-VwVfG § 48 IV 1
LSA-GKG § 8a

Aktenzeichen: 2M380/03 Paragraphen: LSA-VwVfG§48 LSA-GKG§8a Datum: 2003-11-18
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PDF-DokumentVerbandsrecht - Zweckverband Satzung

OVG Sachsen-Anhalt - VG Halle
18.11.2003
2 M 352/03

Verbandsgründung, wirksame, Zweckverband, Gründung, wirksame, Feststellung, Rechtsgrundlage, Rücknahme, Jahresfrist, Fristbeginn, Fristauslösung, Anhörung, Entscheidungsmaterial, vollständiges

Feststellung, dass ein Zweckverband wirksam gegründet worden ist, kann als rechtswidrig zurückgenommen werden

1.Für die Feststellung der Kommunalaufsicht durch Verwaltungsakt, ein Zweckverband sei wirksam gegründet worden, fehlt es an einer Rechtsgrundlage.

2.Der deshalb rechtswidrige Feststellungs-Verwaltungsakt kann nach den Regeln des § 48 VwVfG LSA zurückgenommen werden.

3.Die Jahresfrist des § 48 Abs. 4 Satz 1 VwVfG LSA beginnt erst zu laufen, wenn der Behörde die für die Rücknahme-Entscheidung erheblichen Tatsachen vollständig bekannt sind. Ist eine Anhörung verfügt, so kommt es nicht darauf an, ob die Stellungnahme noch maßgebliche Gesichtspunkte tatsächlich enthält, sondern es reicht aus, dass sie sie hatte enthalten können.

LSA-VwVfG § 48 I 2
LSA-VwVfG § 48 IV 1
LSA-GKG § 8a

Aktenzeichen: 2M352/03 Paragraphen: LSA-VwVfG§48 LSA-GKG§8a Datum: 2003-11-18
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PDF-DokumentVerbandsrecht - Zweckverband Sonstiges

Thüringer OVG - VG Gera
15.10.2003 4 EO 551/03
Zweckverband, Gemeinde, Ausgleichsanspruch, Vollzugsinteresse, Finanzbedarf, Prüfungsmaßstab, Verwaltungsakt, Befugnis, Ermächtigung, Überordnung, Umlage, Rückabwicklung, Verfassung, Verwaltung und Organisation der Gemeinden und Gemeindeverbände/kommunalen Gebietskörperschaften

Die Rückabwicklung gegenseitiger Rechte und Pflichten verschiedener Hoheitsträger aus einem fehlgeschlagenen Vertragsverhältnis (hier: Mitgliedschaft einer Gemeinde in einem Zweckverband) kann nicht einseitig durch Verwaltungsakt erfolgen, sofern hierfür keine normative Ermächtigungsgrundlage besteht. Eine derartige Ermächtigungsgrundlage ergibt sich weder aus § 37 ThürKGG noch aus § 41 Abs. 5 ThürKGG.
VwGO § 80 Abs 5 S 1 VwGO § 80 Abs 2 S 1 Nr 4
ThürKGG § 37 ThürKGG § 41 Abs 5

Aktenzeichen: 4EO551/03 Paragraphen: VwGO§80 ThorKGG§37 ThürKGG§41 Datum: 2003-10-15
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PDF-DokumentVerbandsrecht Normenkontrolle - Zweckverband Zulässigkeit

Thüringer OVG
01.10.2002 4 N 771/01
Verfassung, Verwaltung und Organisation der Gemeinden und Gemeindeverbände/kommunalen Gebietskörperschaften, Verfassung, Verwaltung und Organisation der Gemeinden und Gemeindeverbände/kommunalen Gebietskörperschaften Normenkontrolle, Ausschluss, Zweckverband, Verbandssatzung, Mangel, Gründung, Existenz, Bekanntmachung, Satzung, Amtsblatt, Aufsichtsbehörde, Formanforderung, zwingend, Ordnungsvorschrift, Landkreis, Hauptsatzung, Zeitung, Bezugsmöglichkeit, Bezugsbedingung, Druckerzeugnis, eigenständig,

1. Die Zulässigkeit einer Normenkontrollklage gegen eine Zweckverbandssatzung wird nicht durch die Neuregelung von § 38 Abs. 5 Satz 2 - 4 ThürKGG ausgeschlossen oder eingeschränkt.

2. Sofern der Landrat bzw. das Landratsamt zuständige Aufsichtsbehörde eines Zweckverbandes ist, ist unter dem Begriff "Amtsblatt der Aufsichtsbehörde" in § 19 Abs. 1 Satz 1 ThürKGG das Amtsblatt des Landkreises zu verstehen, bei dem der Landrat bzw. das Landratsamt organisatorisch angesiedelt ist.

3. Unterhält der Landkreis nach seiner Hauptsatzung ein Amtsblatt, hängt die Wirksamkeit der darin enthaltenen Bekanntmachungen - also auch der Bekanntmachung nach § 19 Abs. 1 ThürKGG - davon ab, ob das Amtsblatt den zwingenden Formanforderungen des § 2 Abs. 1 ThürBekVO entspricht.

4. Zur Angabe der Bezugsmöglichkeiten und -bedingungen im Amtsblatt sowie zur Ausgestaltung eines Amtsblattes als eigenständiges Druckerzeugnis.
Die Entscheidung ist nicht rechtskräftig
VwGO § 47 ThürKGG §§ 19 Abs1; 12 Abs 1 Satz 2; 38 Abs 5; 44 Abs 1 Satz 1 Nr 3 ThürKO § 129 Abs 1 Satz 2 Nr 1 ThürBekVO §§ 1 Abs 3; § 2 Abs 1; § 5 Satz 1 VerkündungsG § 4 Abs 1

Aktenzeichen: 4N771/01 Paragraphen: VwGO§47 ThürKGG§19 ThürKGG§12 ThürKGG§38 ThürKGG§44 ThürKO§129 ThürBekVO§1 VerkündungsG§4 Datum: 2002-10-01
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PDF-DokumentVerbandsrecht - Zweckverband

Hess. VGH
28. November 2001 5 UE 1390/99
Kommunaler Zweckverband, Erstattung von Aufwendungen, Umlage

Die Regelungen über die Deckung des Finanzbedarfes eines Zweckverbandes in §§ 19 und 20 des Gesetzes über kommunale Gemeinschaftsarbeit - KGG - sind so auszulegen, dass damit die Aufbringung der Finanzmittel eines Zweckverbandes abschließend geregelt sind. Das Gesetz sieht neben der Erhebung von Beiträgen, Gebühren und Umlagen keine weiteren Möglichkeiten der Ablastung bzw. Weitergabe von Aufwendungen eines Zweckverbandes vor. KGG §§ 18, 19

Aktenzeichen: 5UE1390/99 Paragraphen: KGG§18 KGG§19 Datum: 2001-11-28
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