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PDF-DokumentWettbewerbsrecht - Haftung Unzulässige Werbung Abmahnungsrecht Sonstiges

OLG München
06.12.2001, 6 U 2352/01
Wenn selbständige Einzelmärkte eine Gemeinschaftswerbung absprechen und damit eine Werbeagentur beauftragen, kann die dahinterstehende Holdinggesellschaft bei entsprechenden Verflechtungen auf Unterlassung in Anspruch genommen werden, auch wenn sie die konkrete Werbung nicht kennt.
rechtskräftig durch Rücknahme der Revision
§ 13 Abs. IV UWG, Haftung als Störer

Aktenzeichen: 6U2352/01 Paragraphen: UWG§13 Datum: 2002-12-06
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PDF-DokumentWettbewerbsrecht - Vertragsstrafe Sonderveranstaltung Abmahnungsrecht

OLG Köln
15.11.2002 6 U 120/02
Zur Frage der Verwirkung einer Vertragsstrafe, wenn sich der Schuldner verpflichtet hat, nicht mehr in öffentlicher Werbung einer Sonderveranstaltung mit 20 % Rabatt auf die Artikel anzukündigen, und er alsdann in einem Schreiben an seine Payback-Mitglieder auf eine vorübergehende Einkaufsmöglichkeit mit 15 % Rabatt hinweist.
UWG § 7

Aktenzeichen: 6U120/02 Paragraphen: UWG§7 Datum: 2002-11-15
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PDF-DokumentWettbewerbsrecht - Abmahnungsrecht Einstweilige Verfügung Sonstiges

OLG Köln
30.10.2002 6 U 55/02
Schadensersatzanspruch nach § 945 ZPO

1. Der Schadensersatzanspruch des § 945 ZPO setzt die Vollziehung des erwirkten Titels – bei einem Verfügungsbeschluss die wirksame Zustellung im Parteibetrieb – voraus. Aufwendungen, die vor der Zustellung in Erwartung der drohenden Vollziehung angefallen sind, sind danach nicht ersatzfähig.

2. Der Antragsteller eines Verfügungsverfahrens aus dem Frühjahr 1997 handelte nicht schuldhaft i. S. des § 823 Abs. 1 BGB, wenn seine Hauptsacheklage fast 4 Jahre später vom Revisionsgericht wegen des zwischenzeitlich veränderten Verbraucherleitbildes abgewiesen wird.
ZPO § 945, BGB § 823 Abs. 1

Aktenzeichen: 6U55/02 Paragraphen: ZPO§945 BGB§823 Datum: 2002-10-30
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PDF-DokumentWettbewerbsrecht - Abmahnungsrecht Unterlassungserklärung

OLG KÖLN
04.10.2002 6 U 61/02
UWG-Recht
1. Im Rahmen des § 3 UWG ist, obwohl die Vorschrift einen Vorsatz des Störers nicht voraussetzt, die Kenntnis der die Irreführung begründenden Umstände erforderlich; allerdings genügt, dass der Störer mit den derartigen Umständen rechnet.

2. Nimmt ein Wettbewerber im Zeitpunkt seiner ersten Abmahnung eines Wettbewerbsverstoßes irrtümlich an, bei dem auf Unterlassung in Anspruch genommenen Konkurrenten handle es sich um die Muttergesellschaft mehrerer anbietender unselbständigen Filialen, ist der Vorwurf rechtsmissbräuchlicher Mehrfachverfolgung unter dem Aspekt der Eilbedürftigkeit nicht gerechtfertigt, wenn nach Aufklärung des Irrtums alsdann die tatsächlich rechtlich selbständigen separat auf Unterlassung in Anspruch genommen werden.
UWG §§ 3, 13 V

Aktenzeichen: 6U61/02 Paragraphen: UWG§3 UWG§13 Datum: 2002-10-04
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PDF-DokumentWettbewerbsrecht - Abmahnungsrecht Unterlassungsklage unlauterer Wettbewerb Sonstiges

OLG Hamburg
2.10.2002 5 U 82/02
Verdrängungsversuch
1. Stellt das zunächst allein in Anspruch genommene Unternehmen einen Wettbewerbsverstoß nicht ab, so ist die nachfolgende Inanspruchnahme des Geschäftsführers wegen desselben Verstoßes selbst dann nicht notwendigerweise rechtsmissbräuchlich i.S.v. § 13 Abs. 5 UWG, wenn ein gleichzeitiges Vorgehen gegen beide möglich war.

2. Eine zeitgleiche Abmahnung von zwei konzernverbundenen Unternehmen wegen desselben Wettbewerbsverstoßes durch ein- und denselben Rechtsanwalt stellt dann keine rechtsmissbräuchliche Anspruchsverfolgung i.S.v. § 13 Abs. 5 UWG dar, wenn beide Unternehmen in der beanstandeten Werbung unter namentlicher Nennung angegriffen worden sind und der zwischen ihnen bestehende Konzernverbund für die angesprochenen Verkehrskreise nicht ohne weiteres erkennbar ist.

3. Unabhängig von der Frage, ob Art. 5 GG das Aufstellen einer wettbewerbswidrigen Abwehrbehauptung in einer wettbewerblichen „Angriffslage“ im Einzelfall rechtfertigen kann, steht dem Verletzer jedenfalls kein Recht zur Seite, eine solche Behauptung im Rahmen eines Unterlassungsanspruchs auch für die Zukunft als rechtmäßig zu verteidigen.
UWG §§ 13 Abs. 5, 1 GG Art. 5

Aktenzeichen: 5U82/02 Paragraphen: Datum: 2002-10-02
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PDF-DokumentWettbewerbsrecht - Unzulässige Werbung Abmahnungsrecht Einstweilige Verfügung

Kammergericht Berlin
31.08.2001 5 U 198/01
Selbstverständlich wirbt irreführend, wer eine Differenz zwischen einem tatsächlich geforderten viel höheren Preis und einer unverbindlichen Preisempfehlung blickfangartig herausstellt.

Widderholungsgefahr besteht jedoch nur bezüglich der Werbung für Artikel von Herstellern, die unverbindliche Preisempfehlungen herausgeben. Das Verbot kann nicht auf das gesamte Sortiment des Verletzers erstreckt werden.
UWG § 3

Aktenzeichen: 5U198/01 Paragraphen: UWG§3 Datum: 2002-08-31
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PDF-DokumentWettbewerbsrecht - Abmahnungsrecht Einstweilige Verfügung

HANSEATISCHES OLG
19.6.2002 3 W 47/02
Der Verletzte, der ordnungsgemäß abgemahnt hat, braucht nicht nachzufassen, wenn der Verletzer die verlangte – angemessene – Mindestvertragsstrafe von 20.000 DM auf 10.100 DM herabgesetzt hat.
§ 93 ZPO

Aktenzeichen: 3W47/02 Paragraphen: ZPO§93 Datum: 2002-06-19
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PDF-DokumentWettbewerbsrecht - Abmahnungsrecht Unterlassungsklage Einstweilige Verfügung Unzulässige Werbung

OLG Koblenz
7.5.2002 4 U 1902/01
Einstweiligen Verfügungsverfahren wegen wettbewerbsrechtlichen Unterlassungsanspruchs

Ein Handeln zu Zwecken des Wettbewerbs i.S.v. § 1 UWG liegt vor, wenn das Verhalten objektiv geeignet ist, den Absatz einer Person zum Nachteil einer anderen zu begünstigen, und wenn der Handelnde in subjektiver Hinsicht zusätzlich in der Absicht vorgegangen ist, den eigenen oder fremden Wettbewerb zum Nachteil eines anderen zu fördern, sofern diese Absicht nicht völlig hinter anderen Beweggründen zurücktritt. (Leitsatz der Redaktion)
UWG § 1

Aktenzeichen: 4U1902/01 Paragraphen: UWG§1 Datum: 2002-05-07
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PDF-DokumentWettbewerbsrecht - Abmahnungsrecht Einstweilige Verfügung

OLG Hamburg
18.4.2002 3 U 363/01
1. Die Dringlichkeitsvermutung des § 25 UWG ist nicht widerlegt, wenn der Verletzte zwar zunächst zögerlich gegen ein Verhalten des Verletzers vorgeht, welches geeignet ist, Erstbegehungsgefahr zu begründen, er jedoch nachfolgend zügig gegen den Verletzer vorgeht, sobald ihm ein weiteres Verhalten des Verletzers bekannt wird, welches geeignet ist, eine entsprechende Wiederholungsgefahr zu begründen.

2. Der Bezeichnung „SAP“ kommt im EDV- und Softwarebereich gesteigerte Kennzeichnungskraft zu. Die Bezeichnung „BASAP“ ist der Bezeichnung „SAP“ ähnlich. Zwischen der Bezeichnung „SAP“ und der Bezeichnung „BASAP“ besteht im Hinblick auf die von beiden Parteien angebotenen Waren und Dienstleistungen im Bereich der informationstechnischen Unterstützung von Geschäftsprozessen mittelbare Verwechslungsgefahr.
UWG, § 25 MarkenG §§ 4 Nr. 1, 14 Abs. 2 Nr. 2

Aktenzeichen: 3U363/01 Paragraphen: UWG§25 MarkenG§4 MarkenG§14 Datum: 2002-04-18
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PDF-DokumentWettbewerbsrecht - unzulässige Werbung Einstweilige Verfügung Abmahnungsrecht

HANSEATISCHES OBERLANDESGERICHT
10.4.2002 5 U 63/01
Pigmentiergerät
1. Die Zertifizierung eines Pigmentiergeräts im Bereich des sog. „Permanent Make Up“ als Medizinprodukt i.S.v. § 3 Abs. 1 MPG setzt voraus, dass der Einsatz des Geräts entsprechend der werblichen Anpreisung des Herstellers im konkreten Anwendungsgebiet einer medizinischen – und nicht nur kosmetischen – Zweckbestimmung dient. Liegen diese Voraussetzungen nicht vor, ist die werbliche Bezugnahme auf ein vom TÜV erteiltes Zertifikat als Medizinprodukt irreführend i.S.d. § 3 UWG. 2. Ist eine nationale Rechtsvorschrift (hier: § 3 MPG) in Umsetzung einer EU-Richtlinie (hier: Art. 1 Abs. 2 lit a. RL 93/42/EWG) erlassen worden und kommt eine Vorlage an den EuGH gem. Art. 234 EG-Vertrag wegen des Natur des einstweiligen Verfügungsverfahrens als Eilverfahren nicht in Betracht, so hat das nationale Gericht die Vorschrift des Gemeinschaftsrecht unter Hinzuziehung aller verfügbaren (europarechtlichen) Auslegungshilfen in eigener Zuständigkeit auszulegen. In Ermangelung offizieller Stellungnahmen/Empfehlungen usw. sind hierbei auch rechtlich unverbindliche Meinungsäußerungen - wie z.B. ein ausdrücklich als Auslegungshilfe gedachtes „Guidance document“ der Kommission – zur Ermittlung des Willens des Richtliniengebers heranzuziehen.
UWG, §§ 3 Abs. 1 lit. a bis c MPG, 3 RL 93/42/EWG, Art. 234 Abs. 2 und 3 EG-Vertrag

Aktenzeichen: 5U63/01 Paragraphen: UWG§3 93/42/EWG Art.234EG Datum: 2002-04-10
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PDF-DokumentWettbewerbsrecht - Abmahnungsrecht

17.1.2002 I ZR 241/99
Mißbräuchliche Mehrfachabmahnung
a) Gehen mehrere durch denselben Rechtsanwalt vertretene Konzernunternehmen wegen eines Wettbewerbsverstoßes in der Weise vor, daß sie den Beklagten gleichzeitig in jeweils getrennten Anwaltsschreiben abmahnen, kann darin eine mißbräuchliche Geltendmachung des Unterlassungsanspruchs liegen, wenn keine vernünftigen Gründe für dieses Vorgehen ersichtlich sind. Den Konzernunternehmen ist es in einem solchen Fall zuzumuten, ihr Vorgehen in der Weise zu koordinieren, daß die Abmahnung entweder nur von einem Konzernunternehmen oder gemeinsam ausgesprochen wird.

b) Der Unterlassungsanspruch, der Gegenstand einer nach § 13 Abs. 5 UWG mißbräuchlichen Abmahnung war, kann auch gerichtlich nicht mehr geltend gemacht werden.
UWG § 13 Abs. 5

Aktenzeichen: IZR241/99 Paragraphen: UWG§13 Datum: 2002-01-17
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PDF-DokumentWettbewerbsrecht - Einstweilige Verfügung Abmahnungsrecht Unterlassungserklärung Sonstiges

20.12.2001 I ZR 15/98
Zeitlich versetzte Mehrfachverfolgung
a) In Fällen der mangelnden Vorratshaltung, in denen es zum einen um eine überregional verbreitete Werbung und zum anderen um den Warenvorrat in einer bestimmten Filiale geht, ist es nicht mißbräuchlich, wenn verschiedene zum selben Konzern gehörende Mitbewerber den Werbenden in verschiedenen Verfahren jeweils an dem Ort in Anspruch nehmen, an dem der mangelnde Warenvorrat besteht.

b) Nehmen zwei vom selben Rechtsanwalt vertretene Konzernunternehmen einen Mitbewerber wegen desselben Wettbewerbsverstoßes zeitlich versetzt beim selben Gericht auf Unterlassung in Anspruch, kann nicht für die erste, wohl aber für die zweite Klage von einer mißbräuchlichen Geltendmachung ausgegangen werden, wenn sich der Kläger des zweiten Verfahrens dem ersten Verfahren noch ohne weiteres hätte anschließen können. Dies ist in einem frühen Verfahrensstadium, in dem der Gegner gerade erst seine Verteidigungsbereitschaft angezeigt hat, der Fall.
UWG § 13 Abs. 5

Aktenzeichen: IZR15/98 Paragraphen: UWG§13 Datum: 2001-12-20
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PDF-DokumentWettbewerbsrecht - Abmahnungsrecht Eintweilige Verfügung Unterlassungserklärung Sonstiges

20. Dezember 2001 I ZR 80/99
1. Eine Klagebefugnis, die im Interesse einer effizienten Rechtsverfolgung einer Vielzahl von Anspruchsberechtigten zusteht, darf nicht zur Verfolgung sachfremder Ziele und insbesondere nicht dazu mißbraucht werden darf, den Gegner durch möglichst hohe Prozeßkosten zu belasten.

2. So ist ein Hinweis auf ein mißbräuchliches Vorgehen darin zu sehen, daß ein Anspruchsberechtigter ohne Not neben dem Verfahren der einstweiligen Verfügung gleichzeitig ein Hauptsacheverfahren anstrengt, ohne abzuwarten, ob die beantragte Verfügung erlassen und vom Gegner als endgültige Regelung akzeptiert wird.

3. Ein Mißbrauch kann ferner naheliegen, wenn konzernmäßig verbundene Unternehmen, die von demselben Rechtsanwalt vertreten werden, die naheliegende Möglichkeit eines streitgenössischen Vorgehens nicht nutzen, sondern ohne vernünftigen Grund getrennte Verfahren anstrengen oder wenn mehrere für einen Verstoß verantwortliche Personen oder Gesellschaften jeweils gesondert in Anspruch genommen werden mit der Folge, daß sich die von der unterliegenden Partei zu tragenden Kosten nahezu verdoppeln.

4. Werden mehrere Konzernunternehmen nicht nur zufällig von demselben Rechtsanwalt vertreten, sondern übernimmt dieser nach entsprechender Weisung der Konzernmutter auf der Grundlage der bei ihm zusammenfließenden Informationen auch die zentrale Koordinierung der Rechtsverfolgungsmaßnahmen, müssen die sich aus der zentralen Steuerung ergebenden Koordinierungsmöglichkeiten auch mit dem Ziel eines für den Gegner schonenderen Vorgehens ausgeschöpft werden.

5. Ein mißbräuchliches Verhalten ist in einem solchen Fall nicht erst dann zu bejahen, wenn sich aufdrängende Möglichkeiten eines schonenderen Vorgehens nicht genutzt werden – etwa weil zwei Konzernunternehmen beim selben Gericht zur gleichen Zeit wegen desselben Verstoßes in getrennten Verfahren vorgehen. Vielmehr müssen im Falle einer koordinierten Rechtsverfolgung auch weitergehende Koordinierungsmöglichkeiten genutzt werden. So sind unter dieser Voraussetzung Konzernunternehmen, die in verschiedenen Städten ansässig sind, gehalten, unnötige Parallelprozesse dadurch zu verhindern, daß sie sich beispielsweise auf ein gemeinsames Vorgehen am Sitz des Beklagten verständigen oder die Muttergesellschaft zur Klage als Prozeßstandschafterin ermächtigen.

6. Unabhängig davon kann sich ein Mißbrauch bereits aus der gleichzeitigen Abmahnung eines Schuldners durch mehrere Konzernunternehmen ergeben. Denn der Tatbestand des § 13 Abs. 5 UWG bezieht sich nicht nur auf den Mißbrauch durch die gerichtliche, sondern auch auf den Mißbrauch durch die außergerichtliche Geltendmachung des Unterlassungsanspruchs.
Ist bereits die außergerichtliche Geltendmachung des Unterlassungsanspruchs rechtsmißbräuchlich, kann der fragliche Anspruch auch gerichtlich nicht mehr geltend gemacht werden. (Leitsatz der Redaktion)
UWG § 13

Aktenzeichen: IZR80/99 Paragraphen: UWG§13 Datum: 2001-12-20
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PDF-DokumentWettbewerbsrecht - Irreführende Angaben Unzulässige Werbung Abmahnungsrecht Unterlassungserklärung Sonstiges

20.12.2001 I ZR 215/98
Scanner-Werbung a) § 3 UWG schützt auch den flüchtigen Verbraucher, wenn es sich um eine Werbung handelt, die der durchschnittlich informierte, aufmerksame und verständige Verbraucher üblicherweise mit diesem Grad der Aufmerksamkeit wahrnimmt.

b) Eine Werbebehauptung, die in einem zentralen Punkt objektiv unrichtig ist (hier: Abbildung eines ohne weiteres erkennbaren, zweieinhalb mal so teuren Scanners des Marktführers statt des angebotenen Geräts), ist als irreführend zu beanstanden, auch wenn ein erheblicher Teil des Verkehrs nicht getäuscht wird, weil er mangels Marktkenntnis die Geräte nicht unterscheiden kann oder wegen besonders guter Marktkenntnis die Unrichtigkeit sofort erkennt.

c) Zur mißbräuchlichen Geltendmachung des wettbewerbsrechtlichen Unterlassungsanspruchs.
UWG §§ 3, 13 Abs. 5

Aktenzeichen: IZR215/98 Paragraphen: UWG§3 UWG§13 Datum: 2001-12-20
Link: pdf.php?db=bankrecht&nr=3213

PDF-DokumentWettbewerbsrecht - Abmahnungsrecht Einstweilige Verfügung

HANSEATISCHES OBERLANDESGERICHT
29.11.2001 3 W 167/01
1) In Ausnahmefällen kann ein nachträgliches Verhalten des Antragsgegners, insbesondere ein Verstoß gegen die einstweilige Verfügung zu der berechtigten Annahme führen, daß eine Abmahnung wahrscheinlich erfolglos gewesen wäre. Das gilt zumindest dann, wenn dieses Verhalten im Zusammenhang mit dem Verhalten des Antragsgegners vor dem Erlaß der einstweiligen Verfügung gesehen werden kann.

2) Ein solcher Ausnahmefall kommt in Betracht, wenn der Antragsgegner vorsätzlich gegen Wettbewerbsrecht verstoßen hat, was allein noch keine Abmahnung entbehrlich macht, und der Verstoß gegen die einstweilige Verfügung als Fortsetzung des früheren Verhaltens unter vorsätzlicher Mißachtung des Verbots erscheint.
§ 93 ZPO

Aktenzeichen: 3W167/01 Paragraphen: ZPO§93 Datum: 2001-11-29
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PDF-DokumentWettbewerbsrecht - Unterlassungsklage Abmahnungsrecht Sonderveranstaltungen

7.6.2001 I ZR 115/99
Jubiläumsschnäppchen
Zur Frage der Auslegung eines Unterlassungsantrags, der auf das Verbot einer Werbung "mit Aussagen wie ..." gerichtet ist.
ZPO § 253 Abs. 2 Nr. 2

Zur Beurteilung der Werbung mit einer mehrseitigen Zeitungsbeilage, in der mit dem Hinweis auf das einjährige Geschäftsjubiläum der Verkaufsstätte und den Worten "die Jubiläumsschnäppchen warten schon" eine Vielzahl von - als besonders günstig gekennzeichneten - Angeboten beworben wird, als Werbung für eine unzulässige Sonderveranstaltung.
UWG § 7 Abs. 1, 2 und 3 Nr. 2

Aktenzeichen: IZR115/99 Paragraphen: ZPO§253 UWG§7 Datum: 2001-06-07
Link: pdf.php?db=bankrecht&nr=1879

PDF-DokumentWettbewerbsrecht - Abmahnungsrecht Sonstiges

OLG DÜSSELDORF
20. Februar 2001 20 U 194/00
(Mitgeteilt von Dr. H. Jochen Krieger, Rechtsanwalt in Düsseldorf)
Zum Aufwendungsersatz von Rechtsanwaltskosten im Abmahnverfahren.

In der Regel ist von einem Rechtsmißbrauch auszugehen, wenn dem Anwalt die Überwachung des Marktes und die Verfolgung von Verstößen weitgehend ohne Kontrolle durch den Auftraggeber überlassen bleibt, er also das Abmahngeschäft "in eigener Regie" betreibt. (Leitsatz der Redaktion)

Aktenzeichen: 20U194/00 Paragraphen: Datum: 2001-02-20
Link: pdf.php?db=bankrecht&nr=2693

PDF-DokumentWettbewerbsrecht - Abmahnungsrecht

25.1.2001 I ZR 323/98
Trainingsvertrag
Die Frage, in welchem Umfang bei mehrfachen Verstößen gegen eine strafbewehrte Unterlassungsverpflichtung Vertragsstrafen verwirkt sind, kann nur nach einer Vertragsauslegung im Einzelfall, die auch Elemente einer ergänzenden Vertragsauslegung beinhalten kann, entschieden werden, nicht nach festen Regeln für alle einschlägigen Fälle, wie sie etwa aus einem vorgegebenen Rechtsbegriff des Fortsetzungszusammenhangs abgeleitet werden könnten. Mangels einer besonderen Abrede wird jedoch die Frage, ob und gegebenenfalls in welcher Weise mehrfache Verstöße gegen die Unterlassungsverpflichtung zu einer rechtlichen Einheit zusammenzufassen sind, wegen des typischen Charakters von Unterlassungsverträgen regelmäßig nach denselben Grundsätzen zu beurteilen sein.
BGB §§ 157 Gh, 339 ZPO § 890

Aktenzeichen: IZR323/98 Paragraphen: BGB§157 BGB§339 ZPO§890 Datum: 2001-01-25
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PDF-DokumentWettbewerbsrecht - Abmahnungsrecht Unterlassungserklärung

10.8.2000 I ZR 283/97
EQUI 2000
a)Zu den sonstigen Rechten i.S. des § 13 MarkenG gehört nicht der wettbewerbsrechtliche Unterlassungsanspruch nach § 1 UWG.
b)Der beim Deutschen Patentamt und Markenamt zu stellende Antrag auf Löschung einer Marke nach § 54 Abs. 1 i.V. mit § 50 Abs. 1 Nr. 4 MarkenG schließt einen vor den ordentlichen Gerichten zu verfolgenden Anspruch auf Löschung der Marke nach § 1 UWG wegen bösgläubiger Markenanmeldung nicht aus.
MarkenG § 9 Abs. 1 Nr. 2, §§ 13, 50 Abs. 1 Nr. 4, § 51 Abs. 1 und Abs. 4 Nr. 2, § 54 Abs. 1, § 55; UWG § 1

Aktenzeichen: IZR283/97 Paragraphen: MarkenG§9 MarkenG§13 MarkenG§50 MarkenG§51 MarkenG§54 MarkeG§55 UWG§1 Datum: 2000-08-10
Link: pdf.php?db=bankrecht&nr=721

PDF-DokumentWettbewerbsrecht - Abmahnungsrecht

6.7.2000 I ZR 243/97
Altunterwerfung IV
Aus einer vor Inkrafttreten der UWG-Novelle am 1. August 1994 abgegebenen, räumlich nicht beschränkten Unterwerfungserklärung kann ein Gläubiger vorgehen, auch wenn der erneute Verstoß nicht geeignet ist, den Wettbewerb auf dem räumlichen Markt zu beeinträchtigen, auf dem der Gläubiger tätig ist, und diesem daher kein gesetzlicher Unterlassungsanspruch zustünde. Ein Wegfall der Geschäftsgrundlage mit der Folge der Möglichkeit der fristlosen Kündigung der Unterwerfungserklärung kommt nur in Betracht, wenn der Unterlassungsanspruch, der mit der Unterwerfungserklärung ausgeräumt werden sollte, infolge der Gesetzesänderung entfallen ist.
UWG § 13 Abs. 2 Nr. 1 BGB § 242 Bb

Aktenzeichen: IZR243/97 Paragraphen: UWG§13 BGB§242 Datum: 2000-07-06
Link: pdf.php?db=bankrecht&nr=717

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